Auch die badischen Rotwein-Trauben zeigen Reife

Dunkle Trauben sind das bevorzugte Ziel der Kirschessigfliege.

Dunkle Trauben sind das bevorzugte Ziel der Kirschessigfliege.

Die Biowinzer in Baden haben anstrengende Wochen und Monate hinter sich: Wegen der häufigen Niederschläge, die längere Trockenphasen nicht möglich machten, breitete sich der Falsche Mehltau (Peronospora) relativ schnell aus. Die Folge war, dass die umweltfreundlichen Spritzmittel der Biowinzer noch häufiger ausgebracht wurden als bisher.

Die nächste Sorge der Biowinzer galt der Kirschessigfliege, die vor allem dunkle, reife Beeren befällt. Aber hier scheint die Gefahr zumindest geringer zu sein als in den Vorjahren. Doch auch dieser Situation können die Biowinzer nur mit erhöhtem Aufwand begegnen.

Die Ratschläge der Fachleute, wie man der Ausbreitung der Kirschessigfliege am besten ohne den Einsatz von Spritzmitteln begegnet:

– Begrünung kurz halten
– Unterstock frei halten
- Entblätterung der Traubenzone bei gefährdeten Rebsorte
- Abhärtung der Trauben mit z.B. Wasserglas in der letzten Spritzung
- Schäden an den Beeren vermeiden
– rechtzeitig und vollständig ernten

Da die Kirschessigfliege vorrangig dunkle Beeren befällt und auch im Obstbau verbreitet ist, lautet ein weiterer Ratschlag, Pflanzen wie Brombeersträucher möglichst aus der Nähe der Weinberge zu entfernen.

Lesebeginn Mitte September 2016

Gutedeltrauben im Markgräflerland

Gutedeltrauben im Markgräflerland

100 Tage, so lautet eine Faustregel der Winzer, dauert es von der Rebblüte bis zum Lesebeginn. Keine Regel ohne Ausnahme, und jede Rebsorte reagiert je nach Lage und Kleinklima auch ein bißchen anders. Erst recht, wenn wie in diesem Jahr lange kühle und regnerische Phasen das Wachstum beeinflussen.

Zu rechnen ist mit einem Beginn der Lese in Baden etwa Mitte September, also in etwa einem Monat.

Infos aus den Bio-Reben eines ECOVIN-Winzers

Biowinzer Thomas Harteneck

Biowinzer Thomas Harteneck

Biowinzer Thomas Harteneck aus Schliengen im Markgräflerland hat etwas zu sagen zum Thema Bioweinbau: In einem der ersten Videos für ECOVIN Baden erklärt er in seinen Reben, was er anders macht und warum. Mit einer Serie von neuen Beiträgen für die ECOVIN-Baden-Website sollen Verbraucher noch mehr Informationen aus erster Hand erhalten. Es geht um die Arbeiten im Weinberg, es gibt aber auch Einblicke in die Keller der ECOVIN-Erzeuger.

Die ersten Video-Beiträge werden noch in den Sommermonaten veröffentlicht.

Beats & Öxle meets AgriKultur Woche 2016


160706_beatsAm 21. Juli 2016 findet von 20 bis 2 Uhr im „Waldsee” die Veranstaltung „Beats & Öxle meets AgriKultur Woche 2016
” statt. Mit dabei sind die ECOVIN-Weingüter Andreas Dilger (Freiburg)
und Gallushof (Teningen-Heimbach) sowie die 
DJs Hendrik Vogel & Jago (Fettschmelze, Karlsruhe)
 und Rainer Trueby (Compost Records, Freiburg)
Eintritt: € 7 inkl. Apero. Waldseestr.84, 79117 Freiburg



Die Agrikultur Woche vom 15. – 22. Juli ermöglicht das Genießen von lokal und fair produziertem Essen und Trinken sowie das Kennenlernen von Themen, Hintergründen, Menschen und Organisationen – dezentral über Freiburg verteilt. Während sich Andreas Dilger auf pilzresistenten Rebsorte konzentriert werden bei Johannes Hügle jene noch von den klassischen Burgundersorten in weiss, grau & rot, wie auch durch den Müller-Thurgau ergänzt.

Hendrik Vogel & Jago sind die Gast-DJ ́s aus Karlsruhe an den Plattenspielern. Ihr Spektrum reicht von Krautrock über Jazz, Soul, Funk, Disco bis hin zu House und Elektronik. Auch Gastgeber Rainer Trueby wird „mitmischen“. 

Für das kulinarische Wohl sorgt das Waldsee-Küchenteam mit regionalen und internationalen Tapas.

Neuzugang Cabernet Blanc

cabernetEinen „Neuzugang“ verzeichnet der Gallushof in Teningen-Heimbach: Der 2014 „Cabernet Blanc“ ist eine pilzwiderstandsfähige Weißwein-Neuzüchtung aus der Schweiz. Säurebetont, leichtes Stachelbeeraroma, grüne Paprika sind nach Meinung von Johannes Hügle bezeichnend für diese neue Sorte, die nicht schmeckt „wie…“ sondern, ihren eigenen Charakter und individuelles Geschmacksbild aufzeigt. Empfohlen besonders auch als Essensbegleiter in der Spargelzeit und bei Fischgerichten.

ECOVIN-Präsentation mit frischem Schwung

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Der frische Schwung, den ECOVIN Baden unter Mitwirkung der nächsten Generation junger Biowinzer in die nächste Präsentation am 21. Mai 2016 bringt, drückt sich jetzt auch im Erscheinungsbild aus: Der neue Flyer zur Veranstaltung sowie Weinkatalog und Anzeigen tragen jetzt ebenfalls die Handschrift der jüngeren Biowinzer.

Sobald der Flyer verfügbar ist, kann er von dieser Website heruntergeladen werden.

Bericht vom Fachseminar in St. Ulrich vom 29.2. – 2.3.2016

Fortbildung St. Ulrich

Knapp 60 Weinbaufachleute aus dem Bundesgebiet, der Schweiz, Österreich und Italien trafen sich zum Fachseminar Ökologischer Weinbau in St. Ulrich. Als Schwerpunkt wiederholte sich: biodynamische Verfahren im Bioweinbau.

Der Kohlenstoff bildete in diesem Jahr den Leitfaden. Vom Kohlenstoff in seinen unterschiedlichen Erscheinungsformen über die Kompostierung bis hin zu CO2-Bilanzen und Beitrag des Bioweinbaues zum Klimaschutz durch
CO2-Festlegung.

Die im Seminar integriert Fachexkursion ging entsprechend zum Betrieb Bernd Kiechle in Mengen, wo die praktische Kompostierung besichtigt und diskutiert wurde.

Fortbildung St. Ulrich