Weinlese und Abfüll-Vorbereitungen

Noch ist es nicht so weit: Gerade erst findet die Lese des neuen Jahrgangs statt. Aber noch vor Jahresende werden in den meisten Betrieben die aktuellen Weißweine abgefüllt werden können. Biowinzer Günter Kaufmann erklärt, was wichtig ist.

„Best of Freiburger Piwis“ 2020

Auf einem hohen Niveau zeigten sich die Weine, die beim 10. Wettbewerb „Best of Freiburger Piwis“ im Juli 2020 im Staatlichen Weinbauinstitut Freiburg (WBI) teilnahmen. Der Begriff „Piwis“ steht für pilzwiderstandsfähige Rebsorten. In verschiedenen Kategorien wurden die drei jeweils höchstbewerteten Weine prämiert.

Insgesamt 64 Weinbaubetriebe aus Deutschland, Italien, Österreich, Dänemark, Italien, den Niederlanden und der Schweiz hatten laut Pressemitteilung von Piwi International 181 Weine, Sekte und Seccos angestellt. In 14 Kategorien ermittelte die Jury mit Blindverkostungen die Besten.

Überraschend bewertet der Veranstalter unter anderem das gute Abschneiden mehrere Betriebe aus den Niederlanden . Aus Baden konnten etliche Weingüter ihre guten Ergebnisse der früheren Wettbewerbe „Best of Freiburger Piwis“ bestätigen. Insgesamt habe sich gezeigt, dass sich die vorgestellten Weine auf einem erfreulich hohen Qualitätsniveau bewegen.

Die Ergebnisse – überwiegend geordnet nach Rebsorten – finden sich hier.

104 EcoWinner – 23 kommen aus Baden

EcoWinner 2020

Unter den 104 EcoWinnern, die am 25. und 26. August 2020 in Oppenheim prämiert wurden, stammen 23 von 14 badischen Biowinzern. Besonders gut abgeschnitten haben dabei die Betriebe Rieger (Markgräflerland), Abril und Schaffner (beide Kaiserstuhl), die jeweils drei Auszeichnungen erhielten.

Der nach Worten des Veranstalters älteste Bioweinpreis Deutschlands fand in diesem Jahr zum 25. Mal statt. Bioweine wurden aus ganz Deutschland eingereicht. Die goldene EcoWinner Medaille soll Weinliebhabern eine Orientierungshilfe beim Einkauf von Bioweinen bieten.

Insgesamt wurden 550 Bioweine von 91 Weingütern durch die Jurygruppen verdeckt verkostet und nach dem 100 Punkte Schema bewertet. Zu den Verkostern gehörten Sommeliers, FachhändlerInnen, JournalistInnen und Weinfachleuten aus Forschung und Beratung. Siegerweine müssen mindestens 85 Punkte erzielen und nur die obersten 20 Prozent einer jeweiligen Kategorie werden ausgezeichnet. Verkostungsleiter Peer F. Holm zeigte sich äußerst zufrieden über die hohe Qualität der angestellten Weine.

 

Die eingereichten Weine wurden 14 verschiedenen Kategorien zugeordnet. Nach dem 2019 „Experimentelle Stillweine“ eingeführt wurde, kam in diesem Jahr die Kategorie „PetNat“ hinzu. „PetNat“ steht für Pétillant Naturel (französisch für „natürlich perlend“) und bedeutet, dass der gärende Most in Flaschen gefüllt wird, um dort weiter zu gären und so sein „Sprudeln“ zu erhalten. Verkosterin Dagmar Ehrlich lobte diese Kategorie als eine neue, eigene Welt mit viel Potential.

Alle Siegerweine finden Sie auf der ECOVIN-Homepage.

 

Gesunde Trauben, wenig Niederschlag

Gesunde Trauben, wenig Niederschlag – so lässt sich die Aktion der badischen ECOVIN-Winzer aktuell zusammenfassen. Ende August hat die Lese vielerorts schon begonnen. Und die meisten Biowinzer freuen sich wie ihre konventionell arbeitenden Kollegen über gesunde Reben.

Damit scheinen die Hoffnungen, die auch der badische ECOVIN-Vorsitzende Paulin Köpfer für den Herbst geäußert hat, in Erfüllung zu gehen.

Weinlese 2020 in Baden hat begonnen

Bio-Weinlese in Baden

Frühe Weinlese in Baden 2020

In Baden hat eine sehr frühe Weinlese begonnen. Wie üblich stehen zu Beginn die Trauben für Federweißen im Vordergrund oder auch die Grundweinen für Sekt. Das anhaltend heiße Wetter erschwert die Arbeitsbedingungen im Weinberg.

Früher Lesebeginn 2020 und große Hoffnungen

Weitgehend sehr zufrieden sind die ECOVIN Winzerinnen und Winzer mit dem diesjährigen Vegetationsverlauf. Das berichtet Paulin Köpfer, der Vorsitzende von ECOVIN Baden. Die guten Witterungsbedingungen während des Corona-Lockdowns im März und April hätten einen frühen Austrieb und ungewöhnlich frühe Blüte bedingt.

Dieser Vorsprung von gut zwei Wochen zum Durchschnitt habe sich weiter gehalten, berichtet Köpfer: „Wenn auch die Trockenheit durchaus die problematische Seite zeigt, beispielsweise bei jungen Anlagen, ist diese im Hinblick auf die Rebengesundheit gerade für die biologisch arbeitenden Mitgliedsbetriebe von ECOVIN ein Segen: Die Weinberge sind kerngesund und entwickeln sich prächtig.“

Verschont wurden die Badischen Winzer im Großen und Ganzen auch von Frost- oder Hagelschäden. „Die Zuversicht auf eine wunderbare Lese ist groß,” so der Biowinzer und Betriebsleiter.

Die Ertragserwartungen seien eher durchschnittlich bis niedrig, die Trauben eher klein und mischbeerig. Im Hinblick auf Spitzenqualitäten seien das allerbeste Voraussetzungen.

Und die Lese wird entsprechend dem Vegetationsstand wieder früh beginnen, meint Köpfer: „Wir rechnen aktuell mit dem Lesebeginn Ende August, so gesehen wieder ein sehr frühes Jahr wie 2015 und 2018.”

Weinbergsarbeiten und Weinlese 2020

LR-6155

Auch wenn die großen regionalen Weinfeste in Baden abgesagt wurden, die Arbeit der Biowinzer geht weiter. Nachdem die Rebblüte relativ früh erfolgte, wird auch mit einer relativ frühen Weinlese des Jahrgangs 2020 gerechnet.

Ob in diesem Herbst eine Mithilfe interessierter Kunden möglich ist, steht aber aufgrund der aktuellen Situation noch nicht fest.

Regionale Weinfeste sind abgesagt

Wer sich in diesem Sommer auf darauf gefreut hat, bei einem der zahlreichen Weinfeste auch die badischen ECOVIN-Erzeuger anzutreffen, der muss seine Vorfreude noch ein bißchen hinausschieben. Fast alle Weinfeste sind derzeit abgesagt, einige wenige halten Organisatoren sich noch Ersatzveranstaltungen offen.

Wie schon das Freiburger Weinfest (1. bis 6. Juli 2020) wurden auch das Markgräfler Weinfest, Staufen (31. Juli – 03. August 2020), das Breisgauer Weinfest (Emmendingen: 14. – 17. August 2020), das Kaiserstuhl+Tuniberg Weinfest (Breisach: 28. – 31. August 2020) und das Ortenauer Weinfest, Offenburg (25. – 28. September 2020) wegen Corona abgesagt.

Im Jahr 2021, so hoffen alle Beteiligten, geht es mit neuem Schwung weiter.

Martin Schmidt ist einer der Vizepräsidenten im Badischen Weinbauverband

200715_martin_schmidt_240Die Wahl des neuen Präsidiums des Badischen Weinbauverbands zeigt das gute Miteinander von Ecovin mit diesem. Ecovin hat schon lange einen Sitz und eine Stimme im Verbandsausschuss und auch in der neu gegründeten Schutzgemeinschaft zur Verwaltung herkunftsgeschützter Weinnamen. Mit der Wahl von Martin Schmidt zu einem von vier Vizepräsidenten ist Ecovin nun auch im Präsidium des Badischen Weinbauverband vertreten.

Martin Schmidt ist nicht nur Eigentümer des Ökologischen Weingut Schmidt sondern auch der Friedrich Kiefer KG Privatkellerei-Weingut. Er bringt die Expertise des gesamten Weinmarktes mit ein. Mit Thomas Walz ist ein weiterer Bio-Winzer im Präsidium vertreten. So könne der Badische Weinbau fundierte Antworten auf Biodiversität und Artenschutz geben, sagt er.

Als Vizepräsident sieht Martin Schmidt sich als Vertreter aller Badischer Winzer und ist sich sicher, dass seine neuen Kollegen sich ebenso für alle Winzer einsetzen. Denn, so betont er, nur mit Zusammenhalt könne Baden stark sein.

Download des Porträtfotos Martin Schmidt für Presseberichte