Weinlese 2019

Weinlese 2019

Die Weinlese 2019 ist in Baden bereits weit fortgeschritten. In vielen Weinbergen hängen nur noch vereinzelte Trauben, nur selten sind ganze Rebgrundstücke noch gar nicht gelesen. Die ersten Reaktionen von Winzern in Baden lauten: Gute Qualitäten, aber geringere Mengen als 2018.

Stadt | Land | Wein mit badischen ECOVIN-Erzeugern

Weinjahrgang 2018 bringt Freude ins Glas

Am 10. November 2019 findet im Stiftersaal in Köln von 13 bis 18 Uhr eine offene Probe mit den Bioweinen verschiedener ECOVIN-Erzeuger statt. Vertreten sind dabei auch die badischen ECOVIN-Betriebe Dr. Benz, Rieger und Zähringer.

Auf der Veranstaltung finden auch Seminare des ECOVIN Wein-Fachberaters statt (14.30 Uhr und 16.00 Uhr).

Veranstaltungsort Obenmarspforten (am Kölner Rathaus), 50667 Köln
Eintritt 13 €. Vorverkauf über ecovin.de 10 €
Für Fachbesucher aus Gastronomie und Weinhandel ist der Einlass kostenfrei.

Weitere Infos finden Sie hier. 

Best of Freiburger Piwi 2019

Bei der Prämierung der ‚Best of Freiburger Piwi 2019‘ wurden 169 Weine aus 6 Ländern von 48 Weinerzeugern in 14 Kategorien eingeteilt und von 20 Juroren 2-fach verkostet und bewertet.

Unter den Siegern finden sich etliche Erzeuger von ECOVIN Baden.

Hier können Sie die Ergebnisse ansehen. BestofPiwi2019Ergebnisse.pdf

Praxisforschungsprojekt VitiFIT gestartet

Mit einer Förderung von 6,3 Millionen Euro für die nächsten fünf Jahre startet jetzt ein Verbundprojekt zur Gesunderhaltung der Rebe im ökologischen Weinbau. Dies berichtet der Bundesverband ECOVIN in einer Pressemitteilung.

Die ökologisch bewirtschaftete Rebfläche hat in den letzten Jahren stetig zugenommen. Knapp 10 % der bundesweiten Rebflächen sind mittlerweile auf Bio umgestellt und es sollen noch mehr werden. In der Zukunftsstrategie Ökologischer Landbau der Bundesregierung stehen 20 % Ökolandbau.

Mit zu den größten Herausforderungen beim Bioweinbau gehört der Pflanzenschutz. Vor allem der Falsche Mehltau – auch als Rebenperonospora bezeichnet – kann in feuchten Jahren große Sorgen bereiten. Das bisher von Biowinzern eingesetzte Schwermetall soll reduziert bzw. ersetzt werden.

Hier soll das Praxisforschungsprojekt VitiFIT-Projekt ansetzen. Vier Themenbereiche umfassen technischen Lösungen, züchterischen Aktivitäten bei pilzwiderstandsfähigen Rebsorten (PIWI) und Sortenstrategien, das Prognosesystem „VitiMeteo Rebenperonospora“ und Akteurseinbindung und Wissenstransfer.

Die ganze Pressemitteilung zu diesem Thema finden Sie hier.

Nachruf: Matthias Wolff †

Matthias Wolff

Matthias Wolff †

ECOVIN war gerade erst 3 Jahre alt, da sind wir uns 1988 zum ersten Mal begegnet (auf dem Müllheimer Weinmarkt) und haben bei diesem ersten Kennenlernen sofort zusammengefunden: er mit solider Grundausbildung und einigen Jahren Bioweinbaupionierarbeiten in seinen Weinbergen – wir auf der Suche nach einer kompetenten Fachperson für die Beratung im biologischen Weinbau.

Es hat weitere 3 Jahre, und einige Beraterseminare „Bioweinbau“ benötigt, bis die Strukturen soweit waren, dass er ab 1991 als Berater für Biologischen Weinbau in der neu gegründeten Abteilung Weinbau beim Beratungsdienst Ökologischer Landbau Baden Württemberg tätig werden konnte. Breit aufgestellt mit Beratungskompetenz, praktischem Wissen aus Wein-, Obst- und Gartenbau einerseits, Visionen, Einsatzbereitschaft und großer Kreativität andererseits hat er unmittelbar eine neue Beratungsära eingeläutet: legendär die Einführung der Gruppenbetreuung (heute heisst das „Field School“), sein flotter & lebendiger Stil seiner Rundbriefe. Winterseminarreihen mit den führenden Persönlichkeiten der Biolandwirtschaft wie von Wistinghausen, Klett oder Schaumann.

Auch die Weiterentwicklung der jährlichen Einführungskurse zum ökologischen Weinbau hat er geprägt. Die Fachseminare in Kooperation mit dem Bildungshaus St. Ulrich hat er zu regelrechten Kultveranstaltungen mitentwickelt: Seminare, die seit vielen Jahren bereits vor Veröffentlichung eines Programmes ausgebucht sind. Daneben hat er Fachexkursionen mit unterschiedlichen Schwerpunkten in fast alle Europäischen Weinbauländer organisiert. Bei unzähligen Vorträgen zu allen Themen und Fragen des Bioweinbaues stand er am Pult.

Entscheidend wirksam waren insbesondere seine vielen ganz präzisen praktischen Hinweise und Empfehlungen. Heute fast selbstverständliche Verfahren hat er maßgeblich entwickelt, die „Wolff-Mischung“ ist ein Beispiel dafür.

Seine Beratungskompetenz beschränkte sich nicht nur auf Baden-Württemberg, er betreute Weingüter und Projekte in ganz Deutschland, in Italien, im Elsass, der Schweiz und in Österreich. Nicht nur für ECOVIN, auch für viele andere Organisationen, Branchenverbände, die Verwaltung und Behörden war er wichtiger Ansprechpartner zu den Fragen und Herausforderungen des biologischen Wirtschaftens im Weinbau.

Von 1991 bis 2002 hatten Matthias Wolff und der Beratungsdienst ihren Sitz „auf der Hochburg“ bei Emmendingen, dem dortigen Amt für Landwirtschaft. Den Beraterkolleginnen und Kollegen, die nach ihm vom Beratungsring eingestellt wurden war er Lehrmeister und Vorbild. Mit dem Wechsel des Beratungsdienstes ökologischer Weinbau an das Staatliche Weinbauinstitut in Freiburg im Jahr 2003 war seine Tätigkeit noch enger mit der Forschung, der Züchtung und dem Versuchswesen verbunden.

Über viele Jahre war er der Bioweinbauberater überhaupt. Vielen Winzerfamilien, Weingütern, großen und kleinen Weinbaubetrieben war er der Begleiter in die Umstellung und während der Umstellung auf biologische Wirtschaftsweise. Für unzählige Winzerinnen und Winzer war er die Vertrauensperson auf ihrem Weg in den biologischen und biodynamischen Weinbau.

Als Mitglied einer kleinen pressure group zur Unterstützung und Verbreitung von widerstandsfähigen Rebsorten, der „Hybridenmafia“, war er nicht nur Mitbegründer von PIWI International sondern auch 12 Jahre lang Präsident dieser immer wichtiger werdenden Organisation, die gerade vor wenigen Wochen das 20 jährige Jubiläum gefeiert hat.

Wir haben ihn, seit er auf Grund seines Unfalls und Krankheit nicht mehr in der Lage war seiner Tätigkeit nachzugehen, vermisst. Seine Kompetenzen, seine Erfahrung und sein riesiges Netzwerk. Wir haben mit großem Bedauern die Entwicklung seiner Krankheit verfolgt. Am 23. August ist Matthias Wolff unerwartet gestorben.

Der Beratungsdienst ökologischer Weinbau verliert mit ihm den Berater, der den Beratungsdienst maßgeblich aufgebaut und entwickelt hat und dessen fachliche Kompetenz er dargestellt hat.

ECOVIN verliert Matthias Wolff als knapp 30 Jahre langen Begleiter, fachlichen Mahner und Visionär.

PIWI International verliert ihn als Gründungsmitglied und langjährigen Vorstand.

Heitersheim, im September 2019

Paulin Köpfer
ECOVIN BADEN

Weinbergführung und Oechsletour am 14.9.2019 im Weingut Kaufmann

Am Samstag den 14. September findet im Weingut Kaufmann in Efringen-Kirchen eine Weinbergsführung statt. Treffpunkt ist um 10.45 Uhr im Weingut. Von dort aus startet die Wanderung in den Efringer Ölberg. Besucher, die mit dem Zug anreisen, können gegen 11 Uhr am Bahnhof abgeholt werden.

An verschiedenen Stationen im Weinberg werden Rebsorten erläutert und die Besonderheiten des biologischem Weinbaus. Neben anderen Themen geht es auch um den Reifezustand der Trauben und es werden die Oechsle gemessen. An jeder Station bgibt es die jeweils angebaute Rebsorte zu verkosten.

Im Anschluss an die Wanderung gibt es im Weingut einen kleinen Imbiss. Die Veranstaltung dauert ca. fünf Stunden.
Unkostenbeitrag € 20 €. Bei Regen findet statt dessen ein Betriebsrundgang mit Weinprobe statt.

Anmeldung bis zum 11.09.19 telefonisch unter 07628/2256 oder per E-Mail: weingut.Kaufmann@web.de

EcoWinner aus Baden

190905_ecowinner19Zum 23. Mal fand am 28. August in Oppenheim die Prämierung der EcoWinner statt, der seit 3 Jahren für alle Bioweingüter ist. 114 Bioweingüter aus fast allen Anbaugebieten nahmen teil, darunter auch Betriebe von ECOVIN Baden. Ausgezeichnet wurden hier auch die Bioweine der badischen ECOVIN-Weingüter Abril (Bischoffingen), Mißbach (Ebringen), Schaffner (Bötzingen), Ruesch (Buggingen) und Schmidt (Eichstetten). Aller Ergebnisse finden sich hier.

Peer F. Holm, der EcoWinner-Verkostungsleiter, zeigte sich nach Darstellung des ECOVIN Bundesverbands, äußerst zufrieden über die hohe Qualität der angestellten Weine. Alle Weine wurden verdeckt probiert in 13 Kategorien. Neu

waren in diesem Jahr „Experimentelle Weine“. „Wir beobachten einen Trend in Richtung Natur- und Orangeweine. Dies sind z.B. auf der Maische vergorene Weißweine oder Weine ohne Schwefelzusatz. Solche Weine entwickeln eine erstaunliche Vielfalt an Geschmackseindrücken. Immer mehr Biowinzer vinifizieren einige ihrer Weine in diese Richtung.“ so Andreas Hattemer, ECOVIN Vorsitzender.

Probiert wird nach dem 100 Punkte Schema. Siegerweine müssen mindestens 85 Punkte erzielen und nur die obersten 20% einer jeweiligen Kategorie werden ausgezeichnet. Damit ist der EcoWinner eine der strengsten Proben. Ausgezeichnet werden die Siegerweine als „EcoWinner 2019“ mit einem extra dafür gestalteten Flaschenaufkleber.

Hoffest im Weingut Sonnenschein am 8.9.2019

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Am 8. September 2019 findet von 11 bis 20 Jahr das Hoffest im Weingut Sonnenschein in Fischingen statt. Gefeiert werden außerdem 30 Jahre biologisch-dynamischer Weinbau und 20 Jahre Weingut Bürgin.

Neuer Wein und Federweißer

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Auch 2019 startet vor dem offiziellen Beginn der Haupt-Weinlese die Ernte der frühen Rebsorten für Federweißen und neuen Wein in Baden. Während die Hauptlese für Anfang September erwartet wird, haben einige Betriebe bereits mit der Lese von Sorten wie Solaris begonnen. Austrieb, Blüte und Reifung erfolgen bei dieser Sorte sehr früh. Die Ansprüche dieser Reben sind verhältnismäßig gering, und so kann bereits Ende August / Anfang September ein vergleichsweise hohes Mostgewicht erreicht werden.

In der Mitgliederliste von ECOVIN Baden können Interessenten für neuen Biowein leicht den nächst gelegenen Betrieb ausfindig machen und sich dort nach dem neuen Wein erkundigen.

Hagel im Markgräflerland

Das Markgräflerland wurde auch in diesem Jahr von heftigen Gewittern heimgesuscht, die am vergangenen Sonntag auch von Hagel begleitet wurden. Viele Winzer entdeckten am Montag die Folgen – und die Schäden. Die Größe der Hagelkörner betrug teilweise mehr als fünf Zentimetern. Sie zerschlugen in wenigen Minuten einen Teil der Ernte, auf die Winzer für September gehofft hatten.

Betroffen war vor allem das Gebiet zwischen Müllheim und Staufen. Auch an Gebäuden und Autos wurden Schäden verzeichnet.