ECOVIN-Jahrgangsbericht 2020

Der Bundesverband ECOVIN, Ökologischer Weinbau e.V. hat seinen Jahrgangsbericht 2020 mit Blick in die Regionen veröffentlicht. „Sehr zufrieden“ sei man mit den Ergebnissen. Und die böten beste Voraussetzung für einen neuen Jahrgang geschmackvollen Bioweines, so heißt es in der Pressemitteilung.

Die Erntemengen der ECOVIN WinzerInnen liegen demzufolge im Durchschnitt unter dem langjährigen Mittel. Die meisten geernteten Trauben erfreuten die WinzerInnen mit hohen Öchslegraden.

„Die Winterfeuchte reichte nicht aus, um die Wasservorräte im Boden den ganzen Sommer über aufrecht zu erhalten. Besonders betroffene Weinberge und Jungfelder mussten bewässert werden,“ berichtet Anne Meyer, Fachreferentin bei ECOVIN. Vereinzelt gab es Sonnenbrandschäden und die Verbreitung des echten Mehltaues wurde begünstigt.

In der Pressemitteilung finden sich Berichte aus allen Regionen. Für Baden berichtet Paulin Köpfer über eine frühe Rebblüte, extreme Trockenheit und niedrige Erträgen. Besonders die wichtigen Burgunder-Rebsorten seien betroffen gewesen. Erstmalig war auch die Bekämpfung des echten Mehltaues herausfordernd. „Klimaveränderung und Witterungsschwankungen – diese Themen fordern den deutschen Weinbau sehr“, so Paulin Köpfer, Vorsitzender ECOVIN Baden.

Die ganze Pressemitteilung finden Sie hier: https://www.ecovin.de/2020/11/03/ecovin-jahrgangsbericht-2020/

Martin Schmidt ist einer der Vizepräsidenten im Badischen Weinbauverband

200715_martin_schmidt_240Die Wahl des neuen Präsidiums des Badischen Weinbauverbands zeigt das gute Miteinander von Ecovin mit diesem. Ecovin hat schon lange einen Sitz und eine Stimme im Verbandsausschuss und auch in der neu gegründeten Schutzgemeinschaft zur Verwaltung herkunftsgeschützter Weinnamen. Mit der Wahl von Martin Schmidt zu einem von vier Vizepräsidenten ist Ecovin nun auch im Präsidium des Badischen Weinbauverband vertreten.

Martin Schmidt ist nicht nur Eigentümer des Ökologischen Weingut Schmidt sondern auch der Friedrich Kiefer KG Privatkellerei-Weingut. Er bringt die Expertise des gesamten Weinmarktes mit ein. Mit Thomas Walz ist ein weiterer Bio-Winzer im Präsidium vertreten. So könne der Badische Weinbau fundierte Antworten auf Biodiversität und Artenschutz geben, sagt er.

Als Vizepräsident sieht Martin Schmidt sich als Vertreter aller Badischer Winzer und ist sich sicher, dass seine neuen Kollegen sich ebenso für alle Winzer einsetzen. Denn, so betont er, nur mit Zusammenhalt könne Baden stark sein.

Download des Porträtfotos Martin Schmidt für Presseberichte

ECOVIN-Winzer bei den Agrikulturwochen in Freiburg

Bio- und Genuss im Blickpunkt

Mit gleich drei Veranstaltungen beteiligen sich ECOVIN Baden und seine Mitglieder an den Agrikulturwochen in Freiburg. Das Agrikulturfestival entstand 2012 und will herausstellen, wie Kultur und Gesellschaft unsere Umwelt gestaltet.

Paulin Köpfer, der Vorsitzende von ECOVIN Baden, ist von diesem Ansatz begeistert. „Die Initiatoren schaffen eine Verbindung von Agrarkultur und Ernährungskultur”, berichtet er. Damit schlagen Sie nach Köpfers Ansicht eine wichtige Brücke zwischen Erzeuger und Verbraucher: „So wird auch der gesellschaftliche Stellenwert der Landwirtschaft in den Vordergrund gerückt”, freut sich der Biowinzer. Mit Andreas Dilger ist auch ein Mitglied von ECOVIN Baden Mitbegründer und Vorstand des Vereins.

Vom 30. Juni bis zum 18. Juli finden die Veranstaltungen der Agrikulturwochen an verschiedenen Orten statt. Das Agrikulturfestival ist vom 19. bis 21. Juli im Eschholzpark beheimatet. Die Kombination von Informationsveranstaltungen und kulturellen Events ist eine gelungene Sache, an der sich auch Biowinzer immer wieder gerne beteiligen: „Wir sehen mit Freude, dass die Aktivitäten der Agrikulturwochen vor allem auch bei jungen Menschen auf sehr großes Interesse stoßen.”

Paulin Köpfer sieht diese Kooperation als Auftakt für eine weitere Zusammenarbeit: „Wir werden im Gespräch bleiben und streben weitere gemeinsame Aktivitäten an.”

Die erste Veranstaltung zum Thema Bioweinbau ist eine Exkursion zum Thema „Wein, Diversität und Artenschutz” am 5. Juli in Eichstetten. Die Exkursion führt von 15 Uhr bis 18.30 Uhr in die Reben der ökologischen Weingüter Rinklin und Schmidt. Treffpunkt ist am Bahnhof Eichstetten, dort werden die Teilnehmer abgeholt und in die Weinberge der Biowinzer Martin Schmidt und Friedhelm Rinklin gefahren. Anmeldung unter schmidt@weingutkiefer.de.

„Farming for future” heißt es am 7. Juli 2019: Mitinitiator der Agrikulturwochen und ECOVIN-Winzer Andreas Dilger zeigt, welche Bedeutung robuste, also pilzwiderstandsfähige Rebsorten für den Bioweinbau haben. Dilger gilt als Pionier im Anbau von Piwi-Sorten und verwendet für seine Weine ausschließlich robuste Sorten. Die Fahrrad-Exkursion in die Weinberge mit Verkostung startet um 14 Uhr am Weingut Dilger in der Urachstraße 3 in Freiburg und führt in die biologisch bewirtschafteten Rebflächen von Andreas Dilger in St. Georgen. Für Interessenten in Freiburg eine gute Möglichkeit, auf kurzen Wegen den Bioweinbau in der Umgebung kennen zu lernen.

Ganz genussvoll zur Sache geht es am 9. Juli ab 19 Uhr im Restaurant Adelhaus. Der ECOVIN-Weinabend mit den Besten Bioweinen Baden-Württemberg umfasst ein vegetarisches Drei-Gänge-Biomenü mit begleitenden Weinen. Inklusive der sieben prämierten Besten Bioweine Baden-Württemberg zum Menü, Wasser und Kaffee beträgt der Beitrag 45 €. Anmeldung im Adelhaus, Adelhauserstr. 29-31, Freiburg und unter info@ecovin-baden.de.

TERMINE:
5.7.2019, 15-18:30 Uhr, Bahnhof Eichstetten: Biowein-Exkursion „Wein, Diversität und Artenschutz“
7.7.2019, 14 Uhr, Weingut Andreas Dilger, Urachstr. 3, Freiburg: Rad-Exkursion „Farming for Future” zu robusten Rebsorten im Bioweinbau
9.7.2019, 19 Uhr, Adelhaus, Adelhauserstr. 29-31, Freiburg: ECOVIN-Weinabend. Vegetarisches Drei-Gänge-Menü.

Die besten Bioweine Baden-Württemberg 2019

Landesweite Prämierung mit Biowinzern aller ökologischen Anbauverbände

ACHTUNG:
Hier finden Sie regional verfasste Pressemitteilungen mit den Ergebnissen zum Download als PDF.
Die komplette Ergebnisliste ist bei jedem PDF eingefügt.

Kaiserstuhl – Markgräflerland – Württemberg – Überregionaler Text

Download Pressbild-Auswahl in Druckqualität (4,5 MB

Download Gruppenfoto der Sieger in Druckqualität (4,5 MB)

Alle Pressebilder (20 MB)

 

Die Sieger der größten landesweiten Biowein-Prämierung in Baden-Württemberg wurden am 24. Mai 2019 in Freiburg ausgezeichnet. Die Siegerweine wurden von einer unabhängigen Jury am 30. April in Ihringen aus rund 200 Bio-Weinen und -Sekten ausgewählt. 

In jedem Jahr gilt gibt es einen friedlichen Wettstreit zwischen den beiden größten Gruppierungen dieser Prämierung. In diesem Jahr haben die Biowinzer von Kaiserstuhl und Tuniberg mit 10 von 22 Auszeichnungen den Sieg eingefahren. Weitere neun Auszeichnungen gingen an die Biowein-Erzeuger im Markgräflerland. Und weitere drei Auszeichnungen gehen nach Württemberg. Aber auch die Zahl spiegelt in etwa den Anteil der angestellten Weine wieder. 

Insgesamt gehören die prämierten Weine zu 12 Betrieben. Und das bedeutet, dass einige Betriebe gleich mehrfach ausgezeichnet wurden. Jeweils drei Auszeichnungen erhielten die Weingüter Abril (Bischoffingen), Feuerstein (Heitersheim), Schaffner (Bötzingen) und Ruesch (Buggingen). Über je zwei Urkunden freut man sich in den Weingütern Landmann (Freiburg-Waltershofen) und Schäfer (Steinheim-Kleinbottwar). 

Fast 200 Weine hat die die unabhängige Fachjury am 30. April in Ihringen verkostet. Die Jury bestand aus Fachleuten der Weinwirtschaft, Önologen, Händlern, Gastronomen und Sommeliers, aber auch aus Vertretern der Presse und weinkundigen Verbrauchern, beispielsweise von Slow Food. Die angestellten Weine stammten von Mitgliedsbetrieben bei Ecovin und Demeter, Bioland und Naturland. Da Doppel-Mitgliedschaften bei ökologischen Anbauverbänden keine Seltenheit sind, lässt sich hier keine klare Vorherrschaft bei den prämierten Weinen feststellen. 

Bewertet wurden die prämierten Bioweine nach ihrer Eignung als Begleiter eines Menüs, die sieben Kategorien orientieren sich an den möglichen Gängen. Sie reichen vom Sekt als Aperitif, über leichte, trockene Weißweine und kräftige fruchtige Weißweine bis hin zu den Rotweinkategorien leicht und fruchtig sowie kräftig und schwer. Und schließlich sind edelsüssen Weine als Begleiter des Desserts noch dabei. Den Weinen der neuen pilzwiderstandsfähigen Rebsorten ist eine Sonderkategorie außerhalb gewidmet. Diese Bioweine liegen den Biowinzern aus Umweltgründen besonders am Herzen. 

Paulin Köpfer, der Vorsitzende von ECOVIN Baden und Ausrichter der Biowein-Prämierung, freut sich über das hohe Niveau der Weine und über die große Vielfalt der Weine. Sie gibt in seinen Augen auch die ökologische Vielfalt in den Bio-Weinbergen wieder. Köpfer betont, Paulin Köpfer betont, dass auch in diesem Jahr strenge Maßstäbe an eine Prämierung der Weine angelegt wurden: „Ausgezeichnet wurden wieder nur rund 10 Prozent der angestellten Weine”, berichtet er.

Die Siegerurkunden wurden am 24. Mai im Freiburger Restaurant Feinhaid überreicht von Hilmar Czwartek, dem Leiter der Prämierungs-Verkostung, und Paulin Köpfer.

Die Ergebnisse finden sich im Anhang und auf ecovin-baden.de. Dort finden Sie auch regionalisierte Fassungen des Pressetextes für die Regionen Markgräflerland, Kaiserstuhl und Württemberg.

Die Besten Bioweine Baden Württemberg 2019

Sekt: Aperitif
2017er Johanniter Sekt Brut
Weingut Ruesch, Buggingen

2016er Pinot & Chardonnay Sekt Brut
Weingut Jürgen Landmann, Freiburg – Waltershofen

Leichte, trockene Weißweine

leichte Vorspeisen, Salat, Fisch & Meeresfrüchte
2018er Gutedel Kabinett trocken Dottinger Castellberg
Weingut Feuerstein, Heitersheim

2018er Weißburgunder trocken Eichstetter Herrenbuck
Weingut Schmidt, Eichstetten

2018er Grauburgunder trocken  Kabinett Heitersheimer Maltesergarten
Weingut Feuerstein, Heitersheim

2018er Grüner Sylvaner trocken „traditionell“
Weingut Helde, Jechtingen

2017er Sauvignon Blanc trocken „Melchisedec“
Weingut Heid, Fellbach

2018er Rosé trocken „FRUCHT“
Weingut Abril, Bischoffingen

Kräftige, fruchtige Weissweine

vegetarische Gerichte, Fisch, Geflügel und Kalb

2018er Weißburgunder trocken Kabinett Binzener Sonnhole
Weingut Aenis, Binzen

2018er Gewürztraminer trocken Spätlese
Weingut Ruesch, Buggingen

2016er Grauburgunder Barrique trocken Freiburger Kapellenberg
Weingut Jürgen Landmann, Freiburg – Waltershofen

Leichte, fruchtige Rotweine

Nudelgerichte, leichte Fleischspeisen, Käse

2017er Spätburgunder Rotwein trocken  Heitersheimer Maltesergarten
Weingut Feuerstein, Heitersheim

2015er Lemberger trocken
Weingut Schäfer, Steinheim-Kleinbottwar

Kräftige, schwere Rotweine
kräftiger Hauptgang, gegrillte Fleischgerichte, Braten, Wild

2016er Spätburgunder Rotwein trocken „STEIN Magmatit“
Weingut Abril, Bischoffingen

2016er Pinot Noir Rotwein Barrique trocken „ZEIT Bischoffinger Herrenbuck“
Weingut Abril, Bischoffingen

Edelsüsse Weine

Dessert, Süßspeisen, Käse

2015er Riesling Auslese
Weingut Schaffner, Bötzingen

2016er Trollinger Eiswein
Weingut Schäfer, Steinheim-Kleinbottwar

Sonderkategorie Pilzwiderstandsfähige Rebsorten

2018er Cabernet Blanc trocken Blansinger Wolfer
Weingut Günter Kaufmann, Efringen-Kirchen

2018er Johanniter trocken Kabinett
Weingut Ruesch, Buggingen

2016er Prior Rotwein trocken
Weingut Schaffner, Bötzingen

2016er Cabernet Cortis Rotwein trocken
Weingut Andreas Dilger, Freiburg

2015er Cabernet Carol „Edition SL” trocken im Eichenfass gereift
Weingut Schaffner, Bötzingen

Eine unabhängige Jury aus Fachleuten der Weinwirtschaft, Fachhändlern, Gastronomen und Weinfachjournalisten hat am 30. April 2019 in Ihringen – Blankenhornsberg knapp 200 württembergische und badische Weine aus biologischem Anbau verkostet und die Auswahl der Besten Bioweine Baden Württemberg des Jahres 2019 getroffen.

Die Besten Bioweine Baden-Württemberg wurden nach ihrer Eignung zur Begleitung eines Menüs kategorisiert und entsprechend bewertet. Die jeweiligen Empfehlungen sind mit aufgeführt. Außerdem wurden Sonderpreise für Weine neuer pilzwiderstandsfähiger Rebsorten vergeben.

Siegerweine 2019 – Impressionen

Hier einige Bildimpressionen der Prämierung der Besten Bioweine Baden-Württemberg am 24. Mai 2019 in Freiburg.

Bioweine regional kennen lernen

ACHTUNG:
Hier finden Sie regional verfasste Pressemitteilungen für die Ankündigung der Biowein-Prämierung zum Download als PDF:

Kaiserstuhl

Markgräflerland

Württemberg

Die 22 Besten Bioweine Baden-Württemberg

Die Vorstellung der Besten Bioweine Baden-Württemberg findet am 24. Mai im Restaurant Feinhaid in Freiburg statt. Sie ist auch dieses Jahr ideal für eine geschmackliche Reise durchs Ländle: Bei der Vorstellung der prämierten Weine kann man sich sowohl von der Eignung der Weine als Begleiter zu bestimmten Speisen leiten lassen. Oder man folgt den Winzern durch die Regionen des Landes. 

Fast 200 Bioweine und Bio-Sekte haben die Juroren der Prämierungsverkostung am 30. April in Ihringen am Kaiserstuhl verkostet. Prämiert werden bei der Veranstaltung 22 Beste Biowein Baden-Württemberg von 13 Betrieben. Sie verteilen sich – gemessen an der Zahl der angestellten Weine  – ziemlich gleichmäßig auf Regionen wie den Kaiserstuhl, das Markgräflerland und Württemberg. 

Die angestellten Weine stammen aus Baden und aus Württemberg, von Mitgliedsbetrieben von Ecovin und Demeter, von Bioland und Naturland. Bewertet wurden die Siegerweine nach ihrer Eignung als Begleiter eines Menüs. Die sieben Kategorien reichen also vom Aperitif bis zum Dessert. Eine eigene Kategorie gilt wie jedes Jahr den Weinen der neuen pilzwiderstandsfähigen Rebsorten, die den Biowinzern aus Umweltgründen besonders am Herzen liegen. 

Paulin Köpfer, der Vorsitzende von ECOVIN Baden und Initiator der Prämierung, hebt das hohe Niveau der ausgezeichneten Weine hervor. Die Vielfalt der ausgezeichneten Weine spiegelt in seinen Augen auch die ökologische Vielfalt in den biologisch bewirtschafteten Weinbergen wider. 

Zwar wird die genaue regionale Verteilung erst bei der Prämierung bekannt. Allerdings sind traditionell die Betriebe aus dem Markgräflerland und vom Kaiserstuhl besonders stark vertreten. Hier ist auch die Wahrscheinlichkeit am höchsten, dass ein Betrieb zwei oder gar drei Urkunden mit nach Hause nehmen kann.

Ganz ohne Ansehen von Personen und Regionen können sich Besucher auf frische, meist  Weißweine freuen, vor allem aus dem Jahrgang 2018. Die Rotweine dagegen stammen wegen der längeren Reifezeit aus den Jahren 2015 bis 2017.

Das Restaurant Feinhaid (Munzinger Str. 10, Freiburg) hat sich in den vergangenen Jahren sowohl wegen seiner Lage am Solarcampus als auch wegen der lichten und offenen Architektur bei Besuchern und Winzern bewährt. Die Prämierungsveranstaltung beginnt um 18 Uhr mit der Verleihung der Urkunden durch Hilmar Cwartek. Der Leiter der Prämierungs-Verkostung zeigt zusammen mit Paulin Köpfer die Spannweite der Ergebnisse und auch die mehrfach ausgezeichneten Biowinzer.  Ab 18.30 Uhr können die Weine von den Besuchern verkostet werden. 

Zur Präsentation werden auch kleine Speisen angeboten. Das Restaurant kann leicht mit dem ÖPNV erreicht werden (Linie 3 vom Hauptbahnhof).

 

Die Bio-Siegerweine 2019 des Landes

Eine Bestenauswahl auf hohem Niveau stellen die Biowinzer des Landes am 24. Mai in Freiburg vor. 22 Siegerweine wurden von einer unabhängigen Jury am 30. April in Ihringen prämiert. Die Besten Bioweine Baden-Württemberg 2019 werden im Restaurant Feinhaid präsentiert und können dort verkostet werden.

Die prämierten Erzeuger der Besten Bioweine Baden-Württemberg verteilen sich auf viele Landesteile und ökologischen Anbauverbände. Rund 180 Weine und Sekte aus Baden und aus Württemberg waren von Mitgliedsbetrieben von Ecovin und Demeter, von Bioland und Naturland angestellt worden.

Bewertet wurden die Siegerweine nach ihrer Eignung als Begleiter eines Menüs. Die sieben Kategorien orientieren sich an möglichen Gängen. Da gibt es Sekt als Aperitif, leichte, trockene Weißweine und kräftige fruchtige Weißweine. Die beiden Rotweinkategorien sind leicht und fruchtig sowie kräftig und schwer. Und schließlich gibt es die edelsüssen Weine, bevorzugt zum Dessert. Die alljährliche Kategorie der Sonderpreise ist Weinen der neuen pilzwiderstandsfähigen Rebsorten vorbehalten, die den Biowinzern aus Umweltgründen besonders am Herzen liegen.

Paulin Köpfer ist Vorsitzender von ECOVIN Baden, der Regionalverband richtet diese Prämierung seit etlichen Jahren aus. Köpfer freut sich in diesem Jahr besonders über das hohe Niveau der ausgezeichneten Weine und über die große Vielfalt der Weine, die in seinen Augen auch die ökologische Vielfalt widerspiegelt: „In allen Kategorien gab es eine große Bandbreite von Weincharakteren.” Die 22 prämierten Weine stammen von 13 Betrieben, die im Markgräflerland und am Kaiserstuhl angesiedelt sind, sowie im Raum Stuttgart und dem württembergischen Unterland.

Erst bei der Verleihung der Urkunden wird bekannt gegeben, an wen die Urkunden gehen. So viel verrät Paulin Köpfer allerdings schon jetzt: Die Verteilung ist ziemlich gleichmäßig deckt fast alle Regionen ab. Das spricht für das hohe Niveau der Betriebe im Land. Aber wie in jedem Jahr gibt es auch 2019 wieder Betriebe, die zwei oder gar drei Auszeichnungen entgegen nehmen dürfen.

Freuen dürfen sich die Besucher der Prämierung auf frische Weißweine, die vor allem 2018 erzeugt wurden. Die Rotweine stammen aufgrund der längeren Reifezeit aus den Jahren 2015 bis 2017. Paulin Köpfer betont, dass auch in diesem Jahr strenge Maßstäbe an eine Prämierung der Weine angelegt wurden: „Ausgezeichnet wurden wieder nur rund 10 Prozent der angestellten Weine”, berichtet er. Und er freut sich, dass die Verkosterrunde der Prämierungsverkostung breit gefächert war. Vertreten waren in der Jury Fachleute der Weinwirtschaft, Önologen, Händler, Gastronomen und Sommeliers, aber auch Vertreter der Presse und weinkundige Verbraucher, beispielsweise von Slow Food.

Am Freitag, 24. Mai beginnt die Prämierungsveranstaltung im Restaurant Feinhaid (Munzinger Str. 10, Freiburg Solarcampus) um 18 Uhr mit der Übergabe der Urkunden durch Hilmar Cwartek, dem Leiter der Prämierungs-Verkostung, und Paulin Köpfer. Ab 18.30 Uhr können die Weine von den Besuchern verkostet werden.

Zur Präsentation werden auch kleine Speisen angeboten. Das Restaurant kann leicht mit dem ÖPNV erreicht werden (Linie 3 vom Hauptbahnhof).

Terminvorankündigung: Weinabend mit den Besten Bioweinen Baden Württtemberg 2019

Das Bio Restaurant Adelhaus bietet am Dienstag, 9. Juli.2019 um 19 Uhr ein vegetarisches Bio-Menü in drei Gängen mit begleitenden Weinen, die zu den Besten Bioweinen Baden-Württemberg 2019 gehören. Der Preis beträgt 45 € pro Person inklusive Wein, Wasser & Kaffee. Anmeldung über das Restaurant Adelhaus (Adelhauserstraße 29-31a, 79098 Freiburg, Tel.0761 38388191) oder bei info@ecovin-baden.de.

Die Besten Bioweine Baden-Württemberg 2019

Am 24. Mai sollen sie erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt werden: Die Besten Bioweine Baden-Württemberg 2019. Sie stammen von Bio-Betrieben in Baden und Württemberg. Erzeugt wurden sie von Biowinzern, die den Anbauverbänden ECOVIN, Bioland, Naturland oder Demeter angehören. Von 18 bis 21 Uhr können die 24 Siegerweine im Restaurant Feinhaid (Solarcampus, Munzinger Str. 10) verkostet werden. 

Die Auswahl der Siegerweine trifft eine Fachjury, die in verdeckter Verkostung rund 250 biologisch erzeugte Weine probiert und bewertet. Die Besten Bioweine Baden-Württemberg 2019 wurden nach ihrer Eignung zur Begleitung eines Menüs in sieben Kategorien bewertet: vom Sekt als Aperitif, über leichte und kräftige Weißweine, leichte und kräftige Rotweine bis hin zum edelsüssen Wein zum Dessert. Außerdem gibt es Sonderpreise für Weine neuer pilzwiderstandsfähiger Rebsorten.

Die Veranstaltung beginnt um 18 Uhr mit der Überreichung der Urkunden an die ausgezeichneten Winzerinnen und Winzer. Prämiert werden insgesamt 24 Weine und Sekte – ein für Prämierungen vergleichsweise geringer Anteil, der für strenge Bewertungen spricht.

Alle Siegerweine der Besten Bioweine Baden-Württemberg 2019 können in der Zeit von 18 bis 21 Uhr probiert werden. Weil die Prämierung nicht nur landesweit für Baden-Württemberg sondern auch mit den Erzeugern der vier wichtigsten ökologischen Anbauverbänden erfolgte (ECOVIN, Bioland, Naturland, Demeter), ergibt sich sich für die Besucher ein rundes Bild des Leistungsspektrums des Bioweinbaus im Lande.

Zur Präsentation der Siegerweine werden im Restaurant Feinhaid im Freiburger Solarcampus auch kleine Speisen angeboten. Die Präsentation der Besten Bioweine Baden-Württemberg 2019 kann leicht mit dem ÖPNV erreicht werden: Die Linie 3 vom Hauptbahnhof bringt Besucher in wenigen Minuten von der Innenstadt hin und zurück.

Der Eintritt beträgt 10 €, Studenten und Auszubildende zahlen 5 €. Karten gibt es an der Abendkasse. Vorbestellungen sind möglich per Email (info@ecovin-baden.de) oder telefonisch (Tel. 07634-552818).

Vorschau:

Im Rahmen der Freiburger Agrikulturwochen wird es am Dienstag, den 9. Juli ab 19 Uhr einen ECOVIN-Weinabend geben mit den Besten Bioweinen Baden-Württemberg 2019. Im Bio-Restaurant Adelhaus (Adelhauserstr. 29-31a) wird ein vegetarisches Drei-Gänge-Menü mit begleitenden Weinen serviert. Preis 45 € inkl. Wein, Wasser und Kaffee. Anmeldung im Adelhaus oder bei ECOVIN Baden.

V-Label für ökologische Weingüter

190220_veganDie Weingüter im Bundesverband Ökologischer Weinbau ECOVIN können ab sofort vegane Weinerzeugung mit dem V-Label kennzeichnen. Dies teilt der ECOVIN-Bundesverband nun in einer Pressemitteilung mit. ECOVIN und V-Label haben gemeinsam die Kriterien für die Lizenzierung des gesamten Herstellungsprozesses erarbeitet. Der offizielle Startschuss der Kooperation fiel auf der Biofach in Nürnberg.

Ob ein Wein vegan ist, kann der Verbraucher nicht an der Flasche erkennen. Denn Hilfsstoffe tierischen Ursprungs, die bei der Herstellung eingesetzt werden, müssen nicht auf dem Etikett deklariert werden. Weine mit dem V-Label dagegen zeigen, dass das Produkt rein pflanzlich hergestellt wurde.

ECOVIN Weingüter können ab sofort ihren gesamten Herstellungsprozess als vegan kennzeichnen. Möglich macht das eine Kooperation, die ECOVIN, der Bundesverband Ökologischer Weinbau, und ProVeg (vergibt das V-Label in Deutschland).

Weitere Informationen und die Pressemitteilung von ECOVIN gibt es hier: www.ecovin.de
Ergänzende Infos bei www.v-label.eu und https://proveg.com/de/.

Ein super Sommer für die Weinreben

ECOVIN-Winzer in Baden schauen auf einen beeindruckenden Herbst zurück, den alle Winzer als außergewöhnlich bezeichnen. Der heiße Sommer bescherte ihnen wenig Konflikte mit Pilzkrankheiten, eine trotz Trockenheit gute Wasserversorgung ihrer Reben und schließlich eine frühe Lese mit guten Qualitäten und guten Erträgen.

Das Bild in den badischen Weinbaubereichen ähnelt sich stark. Hier eine Übersicht von erfahrenen Bio-Winzern aus ihrer Region.

Markgräflerland

Der Jahreswitterungsverlauf war für die Reben perfekt, berichtet Paulin Köpfer. Der Vorsitzende von ECOVIN Baden und Betriebsleiter des Heitersheimer Weingutes Zähringer beschreibt den Austrieb als erst noch zögerlich. Es gab im Markgräflerland keinen Spätfrost wie im Vorjahr, danach eine frühe Blüte und den Temperaturen entsprechend eine zügige Entwicklung der Trauben.
Das viele Wochen andauernde Hochdrucksystem über Nord- und Mitteleuropa mit fast durchgehender Nordwindlage (trocken aber nicht zu heiß) war nach seinen Worten „ein großer Segen für die Weinberge”. Zum Beginn des Sommers waren viele ECOVIN-Weingüter auf Grund des frühen und schnellen Zuwachses arbeitsmässig einige Wochen völlig überfordert, berichtet er.
Nach der Anfang Juni kritischen feuchten Phase (Schafskälte) war die trockene Witterung in Bezug auf die Rebengesundheit optimal. Die folgende Trockenheit war zum Glück nur für Junganlagen oder aussergewöhnliche flachgründige Lagen eine Herausforderung. Insbesondere die höheren Humusgehalte und gute Bodenstruktur im Weinbau nach ECOVIN-Standards stellten sicher, dass auch in einem extremen Jahr wie 2018 die Wasserversorgung der Reben gesichert werden kann. „Der Bioweinbau zeigt hier entscheidende Vorteile”, urteilt er.
Die Traubenlese noch im August war ein Rekord. Der unglaublich gesunde Traubenzustand und die großartige Witterung im September gab den ECOVIN Winzerinnen und Winzern viel Spielraum, ihre Trauben der Reife- und dem Produktionsziel entsprechend gestaffelt zu ernten.

Qualitativ waren „nach oben“, also was Mostgewichte und Konzentration betrifft, keine Grenzen gesetzt. Dennoch seien die meisten ECOVIN Weine im mittleren Alkoholbereich gelesen worden, berichtet Köpfer: „So, wie es auch die Konsumenten wünschen.”

Die Erntemengen übertrafen die Schätzungen aus dem Sommer und waren gut bis sehr gut. Probleme mit Übermengen gab es dabei keine, weil die Ertragshöhe im Bioweinbau niedriger ist als bei herkömmlicher Bewirtschaftung und die ECOVIN-Betriebe qualitätsorientiert arbeiten. Zugegeben: einen Wunschherbst!

Die Weißweine des Jahrgangs 2018 zeigen nach seinem Urteil schon jetzt schöne Frucht, nicht zu üppige Aromen aber viel Dichte. Gewinner in diesem Jahr sind seiner Ansicht nach die Rotweine mit hoher Reife und großer Konzentration.

Kaiserstuhl

Aus Eichstetten am Kaiserstuhl berichtet Martin Schmidt. Er bewirtschaftet im Weingut Kiefer Bio-Reben und weitere Flächen in einem weiteren Bioweingut. Er berichtet, dass er in diesem Ausnahmejahr Anfang September sogar für einer Erhöhung der Höchstertragsmenge von 90 auf auf 100 L/ar gestimmt hatte.

„Die Mengen waren ein Geschenk der Natur”, berichtet er: „Drei Wochen zuvor hat noch keiner geglaubt, dass wir über 90 L kommen, auch ich nicht.” Die Winzer hätten diese hohen Erträge nicht angestrebt, und ein Marktausgleich bestehe, weil nach dem voran gegangenen Frostjahr die Keller leer waren. „Die Qualitäten sind trotz der Mengen hervorragend,” urteilt er für den Kaiserstuhl.

Es sei aber auch wie 2003 deutlich geworden, dass durch  eine gute Bodenbewirtschaftung und vor allem durch das mechanische Freihalten des Unterstockbereichs die Reben sehr gut mit Klimaextremen zurecht kommen. Im einzelnen führt er hier besonders den Humusaufbau durch Kompost und Begrünung auf und den Verzicht auf mineralische Düngung. Die Trockenheit war selbst in Junganlagen in solch bewirtschafteten Parzellen kein Problem.

Breisgau

In Kenzingen-Bombach zeigt sich Dr. Eribert Benz vom Weingut Dr. Benz genauso zufrieden mit dem neuen Jahrgang, wie die meisten seiner Kollegen. „Die Qualität ist gut und der Ertrag ist ebenfalls gut”, beschreibt er die Situation im Breisgau. Und hat auch für sich selbst schon ein Resümée gezogen: „Die gute Humusversorgung und die Wasserhaltefähigkeit hat meiner Ansicht nach bei den ECOVIN-Weingütern dafür gesorgt, dass unsere Reben trotz der Trockenheit besser mit Wasser versorgt wurden”, meint er. „Allerdings hatten wir hier zumindest minimale Niederschläge in der Zeit vor der Lese”, fügt er an.

Bei Temperaturen über 30 Grad bewältigte seine Lese-Mannscaft die Handlese in der Zeit von Anfang bis Ende September. Bei den Rebsorten sieht er zwar keine besonderen Gewinner der Witterungsverhältnisse, aber: „Für typisch südländische Rebsorten wie Cabernet Sauvignon oder Merlot waren das schon ideale Verhältnisse”, berichtet er. Auch rote Piwi-Sorten und natürlich der Spätburgunder kamen mit den Verhältnissen ausgezeichnet zu recht.

Die Mostgewichte waren durchgängig überdurchschnittlich. Als Lehre aus dem heißen Sommer 2003 wurde sehr darauf geachtet, dass früh geerntet und gefüllt wurde, um die Trauben im richtigen Reifezustand zu ernten.

Seine Weine werden jetzt lange auf der Hefe liegen bleiben und frühestens im März oder April abgefüllt werden.

Kraichgau

Auch im Kraichgau betrachtet Ulrich Klumpp vom Weingut Klumpp in Bruchsal die Ergebnisse dieses Jahres als außergewöhnlich gut. „Am wichtigsten für uns sind ja trotz des heißen und trockenen Sommer die letzten drei Wochen vor der Lese”, berichtet er. Und weil in diesem Zeitraum die Nächte kühler waren, konnten die Trauben mehr Aromastoffe in der Beerenhaut bilden, als wenn es durchgängig warm geblieben wäre.

Hinzu kam, dass auch in dieser Region kurz vor der Lese minimale Niederschläge verzeichnet wurden. Auch das habe dazu betragen, dass die Trauben ganz ausreifen konnten, berichtet er. Die noch jungen Rotweine zeigen tolle Farben, reife Tannine und schmecken bereits sehr ausgereift.

Bei der Lese wurde auch in seinem Betrieb darauf geachtet, beim Erreichen der „passenden” Mostgewichte zu lesen: Bei rund 90 Grad Oechsle haben die fertigen Weine einen Alkoholgehalt, der nicht höher als 13 %vol ist. Und dies ist seiner Erfahrung nach eine wichtige Schwelle für den Verbraucher, der keine zu alkoholreichen Weine sucht.

Seiner Ansicht nach kam die Rebsorte Chardonnay am besten mit der Hitze zurecht. Auch die Weißweine erlebten weder Pilzbefall noch Frost, sind qualitativ und quantitativ außergewöhnlich gut: „Ich bin jetzt seit 35 Jahren Winzer und habe noch nie einen so guten Herbst erlebt”, urteilt er.