Biowein-Präsente im Dezember

Biowein zu Weihnachten, das ist eine gute Geschenkidee. Wer Freunden und Bekannten eine Freude machen möchte, der sollte folgendes beachten.

1. Einige ECOVIN-Betriebe haben für die Festtage ansprechende Weinpakete geschnürt. Oft sind das Zusammenstellungen der beliebtesten Weine, mit denen man als Geschenk nichts falsch macht.

2. Weinpakete für die Festtage sind auch eine gute Möglichkeit, Geld zu sparen – ganz egal, ob man sie verschenkt oder selbst nutzt. Wenn Betriebe keine speziellen Paketangebote haben gibts manchmal dennoch Aktionen wie reduzierte Versandpreise oder nette Dreingaben zur Weinbestellung.

3. Beachten Sie die Paket-Laufzeiten. Die sind je nach Betrieb und Versender unterschiedlich. Sie sollten so rechtzeitig bestellen, dass noch ein bißchen Luft ist, falls es bei den manchmal überlasteten Paket-Zustellern vor Weihnachten hakt.

Biowein-Menü in Stuttgart am 13. Juni 2015

Am 13. Juni 2015 findet im Stuttgarter Restaurant Lässig in der Rückertstraße ein Genussmenü statt mit den ECOVIN-Weinen badischer und württembergischer Biowinzer. Zu vier Gängen werden acht Bioweine angeboten, darunter auch Weine der badischen Biowinzer Klumpp, Köpfer und Zähringer.

Moderiert wird der Abend von Elke Ott und Joachim Latsch. Pro Person kostet das Genussmenü 77 € inklusive Menü, Wein und Wasser.

Osterpakete mit Bioweinen frühzeitig bestellen

Der Frühling naht mit Riesenschritten. Zeit, schon jetzt an die Osterfeiertage zu denken: Fast alle ECOVIN-Betriebe in Baden haben ihre neuen Weißweine schon abgefüllt und die Preislisten und Wein-Shops ihrer Internetseiten aktualisiert. Bis Ostern (Ostersonntag ist am 20. April 2014) ist es zwar noch ein Weilchen hin. Aber die noch rund vier Wochen reichen dann nicht nur für eine frühzeitige Lieferung, sondern auch für ausgiebiges Probieren der Weine und für das Testen verschiedener Kombinationen von Festtags-Essen und Wein.

Gute Biowein-Qualitäten bei geringerer Menge

Herbstaussichten der ECOVIN-Winzer in Baden für den Herbst 2013 – Der wechselhafte Witterungsverlauf beschert den Biowinzern eine kleinere Ernte

IHRINGEN. Die Voraussetzungen für eine gute Qualität der badischen Bioweine des Jahrgangs sind gut, doch die Menge wird wohl 2013 um etwa 10 Prozent geringer ausfallen, als im Durchschnitt. Betroffen sind dabei vor allem die Burgundersorten und hier wiederum die Grauburgunder. Müller-Thurgau und vor allem auch die pilzwiderstandsfähigen Rebsorten (Piwi) dagegen sollten auch mengenmäßig zufriedenstellende Erträge bringen.

2013 war für die Biowinzer in Baden zwar kein extremes aber ein ungewöhnliches Jahr, so Paulin Köpfer in seiner Bilanz im Ihringer ECOVIN-Weingut Hubert Lay. Der Vorsitzende von ECOVIN Baden führte vor allem die späte, erst Mitte Juni einsetzende Rebenblüte nach einem kühlen nassen Frühjahr als Grund für die derzeitige Lage an. Die wechselhafte Witterung während der Blüte verursachte vor allem bei den klassischen Rebsorten Verrieselungen und damit einen eher mässigen Beerenansatz. Den späten Blütezeitpunkt, als Dreh- und Angelpunkt für den Vegetationsverlauf, konnte die Anfang Juli einsetzende wunderbare Hochsommerphase nur teilweise wieder wettmachen.

Perfekt für die Bioreben war dagegen die wochenlange Hochdruck- und Nordwindlage im Juli ohne die für die Oberrheinebene häufige Schwüle. Sonne und trockene Hitze sorgten ebenso wie die gute Wasserversorgung aus den Vormonaten für Wachstum.

Trockenes Wetter mit kühlen Nächten im August und September kamen der Gesundheit der Bioreben zugute, so Köpfer: „Die sorgsame Pflege der Weinberge durch die ECOVIN-Winzerinnen und Winzer hat dazu ebenfalls beigetragen.” Jetzt freuen sich die Biowinzer auf eine langsame Reife und Erntezeit, die in diesem Jahr später als in vergangenen Jahren sein wird.

Doch die Auswirkungen der Witterung während der Blütezeit bleiben: „Wir erwarten in den ECOVIN Anlagen Erträge in Höhe von 50 bis 60 Hektoliter und damit mindestens 10 Prozent unter dem Durchschnitt”, so Köpfer. Erfreulich sind nach seiner Auskunft die Bestände der PIWIs, den pilzresistenten Neuzüchtungen, insbesondere Regent und Johanniter. Auch die Müller Thurgau Anlagen deuten auf zufriedenstellende Erträge hin. Eher mittel bis schwach werden die Erntemengen bei den Burgundersorten, vorweg dem Grauburgunder sein. Mit Ergebnissen unter dem Durchschnitt wird auch bei der Markgräfler Spezialität, dem Gutedel, gerechnet.

Eine Prognose zum Jahrgang 2013 wagte der badische ECOVIN-Vorsitzende nicht, aber: „Wir erwarten einen guten bis sehr guten und mit hoher Voraussicht auch charaktervollen Jahrgang.” Die Lese bei den ganz frühen Sorten und für den Neuen Wein bereits begonnen, der Lesebeginn von Müller-Thurgau wird Ende September erwartet, die Hauptlese im Oktober. Damit ist eine Entwicklung gestoppt, die in den vergangenen Jahren immer frühere Ernten mit einem Lesebeginn im September verursacht hat: „Erst seit den 1990er Jahren ist der Lesetermin dauerhaft auf den September vorgerückt”, so Köpfer. Die relativ späte Lese in diesem Jahr sei indes für die Biowinzer nicht problematisch.

Generell, so Köpfer, zeichneten sich die Erträge der Biowinzer durch eine höhere Konstanz aus. „Wir erreichen in guten Jahren sicher nicht die Höchstmengen. Aber die über lange Jahre aufgebaute Bodengesundheit und -struktur sorgen mit der guten Wasserversorgung auch dafür, dass in kritischeren Jahren unsere Mengenerträge nicht so stark zurückgehen. Uns fehlen die Extreme.”

ECOVIN macht Boden gut

Am Rande der Herbst-Pressekonferenz ging der badische ECOVIN-Vorsitzende Paulin Köpfer auch auf die Verbandssituation ein: Fünf neue Mitglieder und eine kontinuierliche Zunahme der ökologisch bewirtschaftete Rebfläche seien ein Zeichen dafür, dass die ökologische und die ökonomische Seite des ECOVIN-Konzepts aufgehen. Ein Flächenzuwachs ergebe sich auch dann, wenn die Mitgliederzahlen stagnieren, so die Erfahrung Köpfers: „Die Biowinzer sind auch wirtschaftlich erfolgreich und bauen demzufolge ihre Flächen aus.”

Seit 2008 ist die ECOVIN Fläche in Baden von 255 auf derzeit 289 Hektar angestiegen. Dennoch mache die Öko-Rebfläche in Baden zusammen mit den nach EU-Standards und anderen Bioverbänden gepflegten Rebflächen einen Bio-Anteil von nur etwa fünf Prozent der gesamten Rebflächen in Baden aus – immerhin mehr als in allen anderen Regionen. Auch die öffentliche Beachtung der Bioweine sei größer als es dem Anteil im Anbau entspricht. Dies gelte auch für den Anteil der Bioweine an Prämierungen, wo bis zu 10 Prozent der ausgezeichneten Weine aus dem Bio-Segment keine Seltenheit sind.

Kritische Worte fand Köpfer für die auch in den Medien oft wiedergegebenen Äußerungen konventioneller Erzeuger, sie würden biologisch arbeiten, sich aber aus Kostengründen nicht zertifizieren lassen. „Naturnah“ oder „Bio soweit als möglich“ ist nicht Bio, betonte er: „Nur konsequentes und überprüftes Arbeiten nach nationalen und internationalen Standards kann für den Verbraucher eindeutig Bio sein”, so der badische ECOVIN-Vorsitzende.

Positiv vermerkte er, dass ab dem letzten Jahrgang nun auch die Deklaration „Biowein“ auf den Etiketten möglich ist. Die Umsetzung der neuen Kellerwirtschaftlichen Bestimmungen der EU sei für die ECOVIN Mitgliedsbetriebe keine Herausforderung gewesen: Seit 1985 bestünden schließlich bereits enge Verbandsregeln. Lediglich die zunehmende Bürokratisierung im Bereich der Bioüberprüfung bereite den Biowinzern Sorge.

Spargelzeit

Auch wenn das Frühjahr nicht so richtig in Schwung kommt: Die Spargelsaison hat in Baden begonnen und trotz kühler Witterung ist man fast überall gut versorgt mit dem edlen Gemüse. Dazu passen bestens die aktuellen 2012er Bioweine aus Baden, die jetzt abgefüllt wurden. Wer nach Biospargel – passend zum Biowein – sucht, der wird im ECOVIN-Weingut Vorgrimmler fündig am Tuniberg und bei ECOVIN-Betrieb Fritz Lampp in Heitersheim. Letzterer bewirtet sogar eine Straußenwirtschaft, in der man Wein und Spargel in Bioqualität noch bis zum 23. Juni frisch serviert bekommt.

Sommer-Tipps: Kühler Rotwein und Rezepte

Haltinger Winzer: Eco Noir auch gekühlt

Die Haltinger Winzer gehen mit ihrem Bio-Rotwein neue Wege: Der bisherige Haltinger Stiege Spätburgunder Rotwein soll unter der neuen Bezeichnung Eco Noir wohl eher ein jüngeres Publikum ansprechen, das sich bislang auch an ausländischen Weinen orientierte. Und: Kellermeister Markus Büchin empfiehlt den Rotwein vor allem jetzt im Sommer auch gut gekühlt zum Genuss.

Auf der Website der Haltinger Winzer wird er denn auch zu gegrilltem Fisch mit mariniertem Gemüse empfohlen, womit gleich zwei bisher gültige Wein-Tipps auf den Kopf gestellt werden: Weißwein zu Fisch, Rotwein bei Zimmertemperatur – beides muss wohl nicht sein.

Bioweine aus der WG Wolfenweiler – ein Porträt

Immer mehr Winzergenossenschaften haben Mitglieder, die Trauben für Weine nach biologischen Richtlinien erzeugen. Zwar vermarkten nicht alle Winzergenossenschaften die Weine aus diesen Trauben auch als Bioweine, weil der Aufwand für eine lückenlose Produktion nach Bio-Kriterien nicht unerheblich ist.

Die WG Wolfenweiler hat mit Albert Schelb einen Biowein-Erzeuger, dessen Trauben auch zu Bioweinen ausgebaut und erfolgreich vermarktet werden. Albert Schelb ist Biowinzer und Landwirt, ECOVIN- und Bioland-Mitglied.

„Biowein” statt „Wein aus ökologisch erzeugten Trauben”

Wie der ECOVIN-Bundesverband heute in einer Pressemitteilung schreibt, wurden nun die EU Durchführungsbestimmungen für Biowein verabschiedet. Der Ständige Ausschuss für ökologischen Landbau (SCOF) hat demnach heute am 8. Februar 2012 die Durchführungsbestimmungen für die ökologische Weinerzeugung verabschiedet. Diese würden nach einem kurzen Verwaltungsverfahren im Amtsblatt der Europäischen Union als eine Änderung der Verordnung (EG) Nr. 889/2008 veröffentlicht, schreibt Ecovin. Die neuen Regeln seien das Ergebnis eines sehr langen Verfahrens, das im Frühjahr 2009 begann.

Nach zahlreichen Gesprächen und mehreren Überarbeitungen hatte EU-Kommissar Cioloş im Juni 2010 den ersten Entwurf für einen Vorschlag zurückgezogen, weil kein Konsens zwischen den Mitgliedstaaten gefunden werden konnte. Ein Jahr später widmete sich die Kommission erneut dem Thema. Schließlich wurden die Regeln heute im SCOF verabschiedet.

Durch die neuen Durchführungsbestimmungen für die ökologische Weinerzeugung kann jetzt offiziell „Bio-Wein“, auch mit dem neuen EU-Bio-Logo gekennzeichnet werden (ab Ernte 2012). Bisher gab es lediglich Wein aus Trauben aus dem ökologischen Weinbau. Da die Kellerrichtlinien nicht existierten, war die Verwendung des Logos bei Wein untersagt. Nun herrscht Klarheit in dieser Frage.

Die jetzt vorliegenden Richtlinien erlauben eine klare Differenzierung zwischen „Bio-Wein“ und „Nicht Bio-Wein“. Sie ermöglichen es das positive Image des „Bio-Weines“ als gewachsen auf gesundem, fruchtbarem Boden, nach ökologischen Regeln erzeugt und mit deutlich geringeren zugelassenen Hilfsstoffen und oenologischen Verfahren sowie ohne Gentechnik vinifiziert, herauszustellen.

Die Biowinzer aus dem nördlichen Mitteleuropa waren mit den Ideen für die Begrenzung von Schwefel jedoch unzufrieden. Hier bestand der größte Dissens. Der vorliegende Vorschlag ist jedoch ein akzeptabler Kompromiss zwischen den verschiedenen traditionellen önologischen Verfahren. Jedoch wird es in dieser Frage die größten Herausforderungen für einige Bio-Wein-Produzenten in Mittel-Europa geben. Vor allem werden die hochwertigen Rot-Wein-Produzenten, die das positive Image von Bio-Wein in den letzten zehn Jahren erhöht haben, unter Umständen Probleme mit mikrobiellen und sensorischen Stabilisierung ihrer Weine bekommen.

Um zu bewerten, wie die Regeln funktionieren und um eine wissenschaftliche Grundlage für eine Neubewertung zu haben, schlagen wir ein obligatorisches Monitoring in allen Mitgliedsstaaten vor, um die Verwendung von SO2, aber auch anderer Zusatzstoffe und önologischen Verfahren bei Bio-Weinen zu bewerten.

Sommerrezepte zum Biowein

Das Biokisten Kochbuch

Das Biokisten Kochbuch

Das Biokisten-Kochbuch

Das überbordende Angebot an frischer Bioware auf den Märkten ist immer auch ein Anreiz, neue Rezepte auszuprobieren und um neue Gerichte mit badischen Bioweinen zu kombinieren. Hilfreich ist da natürlich die Bestenauswahl der Besten Badischen Bioweine 2011, deren Weine ja nach der Eignung als Begleiter zu den Speisen eines Menüs kategorisiert und prämiert wurden.

Hilfreich ist aber auch, immer neue Anregungen für Bio-Rezepte mit frischen, regionalen Zutaten zu erhalten. Ideal ist da das „Biokisten-Kochbuch“ aus dem Kosmos-Verlag, das gerade erst auf testschmecker.de vorgestellt wurde.

Frühstück, Brunch oder doch ein Vesper zum Biowein?

Rezepte zum Biowein auf testschmcker.de

Kommt drauf an, was man daraus macht. Damit hat immer die Beton-Industrie geworben. Der Spruch – hat man ihn erst einmal verinnerlicht – lässt sich aber auf so gut wie alles anwenden: Zum Beispiel auch auf einige der Frühstücks-Rezepte, die ich gerade für eine Mini-Serie auf testschmecker.de verwendet habe.

Denn ob man zum Beispiel die herzhaften Rezept-Vorschläge fürs Frühstück macht oder für den Brunch oder gar für ein herzhaftes Vesper mit Bio-Weinen, das bleibt natürlich jedem selbst überlassen.

Meine Empfehlung für die ersten Mahlzeiten im Garten oder Picknicks im Grünen, mit einem leckeren Rivaner oder Gutedel: Das Chorizo-Tomaten-Omelett lässt sich schnell und leicht zubereiten, die gefüllten Teigtaschen passen gut in den picknick-Korb und schmecken auch kalt hervorragend.