Rückblick Herbst 2014

Die Biowinzer in Baden sind nach Auskunft von Paulin Köpfer sehr zufrieden mit dem Ergebnis der Lese 2014. Der Vorsitzende des ECOVIN-Regionalverbands Baden bilanzierte jetzt, dass der Herbst 2014 den Biowinzern sehr viel Aufwand und Arbeit bescherte: Der Witterungsverlauf, beginnende Fäulnis und auch die Kirschessigfliege führten zu erhöhten Belastungen. Andererseits konnten die Biowinzer in Baden nach zwei schwachen Jahren jetzt wieder einen guten Ertrag verzeichnen: „Die Keller sind gefüllt”, berichtet Köpfer, „und die Ergebnisse sind gut.”

Verbraucher können sich nach der Abfüllung der ersten 2014er-Weine auf sehr fruchtige, gut balancierte Weine freuen. Spitzenqualitäten wie Auslesen sind seltener als in anderen Jahrgängen, Bio-Weine für den täglichen Bedarf dagegen gebe es in guter Qualität und ausreichender Menge.

Hauptlese in vollem Gange

Die Hauptlese in Baden ist in vollem Gange! Generell überwiegt bei den Winzern der Optimismus: Die Einbußen, witterungsbedingt oder auch durch die Kirschessigfliege, können meistens durch viel Handarbeit und den mengenmäßig größeren Ertrag nach zwei schwächeren Jahren ausgeglichen werden. Spannend bleiben die letzten Tage des Herbstes, mit der Lese des Spätburgunders – und dem Hoffen auf weitere sonnige Lese-Tage.

2014 wird ein guter Jahrgang

Dieses Resümée zieht die Badische Zeitung in einem aktuellen Artikel. Demnach werden in Baden – trotz des ersten Schocks durch die Kirschessigfliege, gute Erträge erwartet. Auch Minister Alexander Bonde informierte sich bei den badischen Winzern und sprach am Tuniberg von einem guten Jahrgang, der erwartet werde.

Beginn der Hauptlese: 15. September

Nachdem schon zu Beginn des Monats in vielen ECOVIN-Betrieben die Trauben für den neuen Wein gelesen wurden, ist mit der Hauptlese in den meisten Betrieben nun ab Mitte September zu rechnen. Bislang sieht es in fast allen Regionen nach einer guten Lese mit guten Qualitäten und einem zufriedenstellenden Ertrag aus.

Rest-Trauben

Weintraube

Viele Trauben hängen nicht mehr in den Bioweinbergen der badischen ECOVIN-Betriebe, jetzt Mitte November. Und was draus werden mag, kann noch niemand genau sagen. Aber irgendwie sind diese Rest-Trauben eine schöne Reminiszenz an den Herbst, seine eifrige Betriebsamkeit und die Traubenmengen, die mit großen Aufwand geerntet wurden.

Weinlese in Baden: Das meiste ist weg…

Herbst 2013

Die Weinlese in Baden ist noch nicht komplett abgeschlossen, aber der größte Teil ist vorüber. Vereinzelt hängen noch Trauben, zum Beispiel vom Spätburgunder. Aber die Wettervorhersage Regen und milden Temperaturen machte das Abwarten zu einem großen Risiko: Gewinnen einzelne Trauben durch die Reifung oder breiten sich Pilze so rasant aus, dass der Schaden größer ist als der Nutzen?

Wie immer werden die Biowinzer in Baden nach dem Hauptteil der Lese erst einmal tief durchatmen und dann schauen und bewerten, was ihnen der Herbst eingebracht hat. Mengenmäßig sind wohl auf jeden Fall Einbußen zu erwarten, die Qualität je nach Ort und Rebsorte individuell betrachtet werden.

Die Weinlese hat begonnen

Weinlese

Die Weinlese hat auch bei vielen ECOVIN-Betrieben in Baden bereits begonnen, allerdings vorerst nur für die frühen Sorten und für Neuen Wein. Mit dem Beginn der Hauptlese wird erst Ende September / Anfang Oktober gerechnet.

Ein sehr schwieriges Jahr mit besten qualitativen Ergebnissen

Ein eher wechselhaftes Frühjahr und kühl-feuchter Frühsommer brachten gleich zu Beginn der Vegetation einige Herausforderungen. Knapp einer Spätfrostkatastrophe am 18. Mai entgangen fiel die Blüte der Reben ab Anfang Juni in eine weitere feuchte Phase. Ein entsprechend schlechter Fruchtansatz (Verrieselung) war nur eine Folge, denn diese Witterung führte gleichzeitig zu einem bisher nie erlebten Druck von Pilzkrankheiten. Weitere
Ertragsschäden durch falschen Mehltau waren auch bei sorgfältiger Arbeit nicht in allen Lagen und Sorte zu vermeiden. Zuletzt haben Hagelschläge am 24. Mai am östlichen Kaiserstuhl sowie am 30. Juni und 29. August fast im
gesamten Markgräflerland massive bis teilweise 100%ige Verluste hinterlassen.

Die sonnig-heiße Witterung im August sorgte für eine sehr gute Entwicklung der Reben und insbesondere vor dem Hintergrund der geringeren Erträge zu eine hervorragenden Reife der Trauben.

„Ausgezeichnet aber wenig”, fasst Jürgen Güntert vom Weingut Abril am Kaiserstuhl zusammen. Die Lese der hochreifen gesunden Trauben mit tollem Aromenspektrum bei den weißen und perfekter Durchfärbung bei den roten
Sorten, mache richtig Spaß.

Von einer optimalen Reife bei moderaten Mengen spricht auch Johannes Hügle vom Weingut Gallushof aus dem Bereich Breisgau. Er freut sich vor allem über das ausgewogene Verhältnis von Zucker und Säure. Ausgezeichnete Ergebnisse
erwartet er besonders bei Chardonnay und Spätburgunder, von denen er sich eine wunderbare Fruchtigkeit im Wein verspricht.

Weniger erfreulich sind die Ergebnisse in den Hagelgebieten des Markgräflerlandes. „Problematisch ist nicht nur der Ertragsverlust sondern auch die verstärkte Fäulnis der Trauben nach dem Hagelschlag Ende August” erläutert Fabian Zähringer vom gleichnamigen Weingut in Heitersheim. Dies erhöhe massiv den Aufwand für die Traubenlese. Gleichwohl seien die Qualitätserwartungen sehr hoch: die Weißweine versprechen feine Frucht, bei den Rotweinen ist es vor allem die Harmonie, die sich jetzt schon in ersten Partien zeigt.

In Nordbaden ist durch lange Trockenheit im August und September die Ertragsmenge begrenzt, dafür ist die Begeisterung über die Ausreife und das Aromenpotenzial sehr hoch.