Stilleben aus den winterlichen Rebbergen – freilich bei fast frühlingshaften Temperaturen. Klicken Sie auf das kleine Bild für eine größere Ansicht.
Rückblick: Grüne Woche, Berlin

Das Weingut Harteneck präsentierte sich als einer der Demonstrationsbetriebe für den ökologischen Weinbau auf der Internationalen Grünen Woche in Berlin. Am Stand des Bundesprogramms Ökologischer Landbau in der BioMarkt-Halle präsentierten sich vom 19. bis zum 28. Januar insgesamt 19 Betriebe des Netzwerks. Der Messeauftritt im Rahmen des Bundesprogramms stand unter dem Motto „BIO – Kommen. Erleben. Genießen.“
Im Bild: Weinprobe AprèsBIO mit Moderatorin Sylvia Acksteiner (Mitte) und Winzer Thomas Harteneck (rechts); zu Gast: die Deutsche Weinkönigin Katja Schweder (links).
Thomas Harteneck berichtet von der Messe, es gäbe sehr viele Kontakte mit Besuchern, die im Umgang mit bio unsicher sind, aber
gerne bio kaufen und geniessen möchten. Gerade dieses Publikum zeigte sich sehr dankbar für Informationen und Aufklärung. Sehr gut nachgefragt waren Proben: „Darüber entsteht ein guter Kontakt auf einer Vertrauensbasis zum Erzeuger.“
Das Programm für Messebesucher am Stand Bundesprogramm ökologischer Landbau war bestens garniert und vorbereitet durch die Agentur M&P mit Moderatorin Sylvia Acksteiner und Prominenten Gästen (Gerd Sonnleitner, Präsident Dt. Bauerverband, Kurt Beck Ministerpräsident Rheinland-Pfalz, Katja Schweder Dt. Weinkönigin, Sarah Wiener Berlins bekannteste Szeneköchin und bekannt aus Johannes B. Kerner´s Kochshow).
Das Interesse an Bio, so Thomas Hartenecks Resümée, war größer als im Vorjahr. Mit 400.000 Besuchern ist die Messe sehr groß und hat ein sehr vielfältiges Publikum.
Eiswein: Ausgefallen?

Eiswein ist eine Rarität: Die Temperatur bei der Lese muss mindestens minus 7 Grad betragen. Oft herrschen solch frostige Temperaturen selbst im kalten Januar nur in den Nacht- und frühen Morgenstunden. Der Frost bindet das Wasser, der Most ist deswegen sehr kontzentriert. Natürlich sind die Mengen, die der Winzer dafür an den Stöcken hängen lässt, sehr gering. Und die Ausbeute ist nach dem Eintrocknen der Beeren naturgemäß noch einmal viel geringer.
In diesem Jahr, so vermeldete das Deutsche Weinbauinstitut, sei die Eisweinlese ausgefallen. Tatsächlich kam es bislang im Januar nur vereinzelt an zwei oder drei Tagen zur Unterschreitung der erforderlichen Temperatur. Vielleicht gab es regional noch einen „Glückstreffer“, aber Eisweinfreunde werden sich aufs kommende Jahr freuen müssen. Auch die Winzer vermissen die oechslereiche Spezialität: Zwar ist der Aufwand riesig und die Ausbeute minimal. Aber solange es Kunden dafür gibt und die relativ hohen Preise für diese Spezialität akzeptiert werden, hat natürlich jeder Winzer gerne solche Kostbarkeiten in seinem Programm.
Klimawandel in Südbaden: Weinbau als Gewinner?

Umwelt und die Veränderung des Klimas sind wieder ein Thema in deutschen Medien. Nachdem man lange Zeit geglaubt hatte, alle haben sich an das Unvermeidbare gewöhnt, widmen sich Zeitungen und Zeitschriften erneut dem Klimawandel – dieses Mal allerdings meist mit einer anderen Betonung. Es ist nicht mehr die Frage, ob man diese Entwicklung noch stoppen kann, die im Vordergrund steht. Vielmehr geht es in den meisten Artikeln jetzt darum, wie man sich auf die bevor stehenden Änderungen einstellen kann.
Etwas konkreter wurde die Berichterstattung jetzt zumindest für Baden-Württemberg mit der regionalen Klima-Analyse, die Umweltministerin Tanja Gönner am Samstag vorstellte. Und vielleicht liegt darin auch der Schlüssel zur Aufmerksamkeit der Leser und Zuschauer: Konkrete, auch regionale Vorhersagen lassen die Entwicklung doch realer erscheinen, als düstere, allgemein gehalten Szenarien.
Die Aussichten sind nichtsdestotrotz erschreckend: Südbaden werde von der Klimaveränderung besonders hart betroffen, berichtete beispielsweise die Badische Zeitung in Freiburg, und im verlagseigenen Sonntagsblatt heißt es:
„Was Bewohner und Touristen derzeit noch als beliebtes mediterranes Wetter im Gunstraum Oberrheingraben genießen, soll sich in den nächsten drei, vier Jahrzehnten zu gesundheitsbelastenden Extremklima mit negativen Folgen für den Menschen verändern.“
Auswirken wird sich das auch auf die Wirtschaft, etwas weniger auf die Landwirtschaft und umso mehr auf das Wohlbefinden jedes Einzelnen: Die Durchschnittstemperaturen sollen demnach um etwa 1,5 Grad steigen und damit auch die sommerliche Hitzebelastung weiter steigen. Die Sommer werden heißer und trockener, die Niederschlagssummen verschieben sich vom Sommer in den Winter, Starkniederschläge und Überschwemmungen nehmen zu, so die Prognose.
Nur bei der Landwirtschaft hielten sich Vor- und Nachteile die Waage, für den Weinbau würden sich die Bedingungen sogar verbessern. Aber: Südbaden werde zum klimatischen Krisengebiet und sei deutschlandweit am stärksten gefährdet. Ob Weinbau und Winzer von solchen Entwicklungen wirklich profitieren darf bezweifelt werden: Schon jetzt kömpfen die Winzer gegen die Folgen des Klimawandels, zu denen unter anderem auch Starkregen und Hagel gehören, das „Einwandern“ von Schadinsekten aus südlicheren Regionen oder aktuell das Ausbleiben des Januarfrosts, in dem traditionell die Eisweinlese stattfindet.
Badische Biowinzer auf der BioFach-Messe vom 15. bis 18. Februar
Mindestens drei badische Biowein-Erzeuger von ECOVIN-Baden werden auf der BioFach-Messe 2007 vertreten sein, die vom 15. bis zum 18. Februar in Nürnberg stattfinden wird. Die nach eigenen Angaben „größte Bio-Weinfachmesse der Welt“ richtet sich ausschließlich an Fachpublikum.
Die badischen Biowinzer trifft man ECOVIN-Gemeinschaftsstand in Hallr 8-413, wo insgesamt 10 ECOVIN-Betriebe versammelt sein werden. Verkostet werden können rund 40 badische Bioweine und Sekte sowie zahlreiche Piwi-Weine.
Aus Baden werden folgenden Bio-Winzer teilnehmen:
- Weingut Dr. Benz
- Weingut Klumpp
- Weingut Zähringer
Biodynamischer Weinbau

Auf unserer Partner-Website www.bestebioweine.de gibt es aktuell einen Dreitteiler über Grundlagen zum Thema Bioweinbau:
Vor allem zum Thema biologisc-dynamischer Weinbau findet man auch hier einige Beiträge.
Für Winzer interessant sein dürfte vor allem auch das Fachseminar „Biodynamie im Weinbau und Weinqualität“, das vom 5. bis 7. März in der katholischen Landvolkshochschule in St. Ulrich / Bollschweil stattfindet.
Infos und Anmeldung: Katholische Landvolkshochschule St. Ulrich, 79283 Bollschweil/St. Ulrich, Tel.: 07602/9101-0, Fax.: 07602/9101-90, e-mail: info@St-Ulrich-LVHS.de
„Bio find‘ ich Kuh-l“ – Dem Öko-Landbau auf der Spur

Seit September vergangenen Jahres läuft der bundesweite Schüler-Wettbewerb Bio find‘ ich Kuh-l | Dem Öko-Landbau auf der Spur des Bundesministeriums für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz:
Zum fünften Mal können Schülerinnen und Schüler der Klassen 3 bis 11 auf Entdeckungsreise im ökologischen Landbau und rund um Bio-Lebensmittel gehen. Natürlich können Kinder und Jugendliche auch außerhalb des Unterrichts mit Freunden, Jugendgruppen oder alleine teilnehmen.
Das Motto des aktuellen Wettbewerbs lautet „Dem Öko-Landbau auf der Spur“. Die Schülerinnen und Schüler sollen Forscher- und Abenteuergeist beweisen und herausfinden, was „öko“ am Öko-Landbau ist! Mitmachen können auch die, die schon einmal teilgenommen haben und gerade in Baden dürfte die Auswahl an Biobetrieben breit genug sein. Auch wenn der Genuss der Bioprodukte in diesem Fall verwehrt sein sollte: Der eine oder andere Biowinzer hätte bestimmt auch nichts dagegen, sich und seinen Betrieb unter die Lupe nehmen zu lassen. Und die meisten Biowinzer produzieren selbstverständlich auch Traubensaft, so dass auch etwas verkostet werden kann.
Abgabetermin ist der 18. April 2007.
Internationale Erfolge und Termine 2007
Etliche Auszeichnungen beim BioFach Weinpreis 2007 – Auch 2007 Kooperationen mit Bioland-Winzern und Slow Food
FREIBURG. Noch arbeitet in den Kellern der badischen ECOVIN-Erzeuger der neue Jahrgang 2006, da gibt es bereits Grund genug, optimistisch nach vorne zu schauen – und zufrieden zurück zu blicken. Die gerade bekannt gegebenen Ergebnisse des Internationalen Weinpreises 2007 der BioFach Nürnberg bestätigen die badischen Biowein-Erzeuger einmal mehr in ihrer Arbeit: Die Winzer von ECOVIN Baden haben hervorragend abgeschnitten, die Auszeichnungen werden auf der BioFach-Messe in Nürnberg verliehen. [Weiterlesen…]
Sensorik-Seminar im Weingut Klumpp

Das Weingut Klumpp in Bruchsal bietet 2007 eine Reihe interessanter Veranstaltungen an. Den Auftakt macht am 27. Januar ein Seminar in der Reihe „wein basics“: Ein Sensorik Seminar.
Aus dem Angebot:
Sie erlernen die Grundlagen der Weinsensorik, wie z.B. die Arbeitsweise unserer Sinnesorgane, rebsortentypische Weinaromen, die richtige Degustationstechnik, Sie erhalten aber auch allgemeine Informationen rund um den Wein, wie z.B. zur Herstellung oder Lagerfähigkeit von Weinen.
Im Preis von 35 Euro enthalten sind ein ca. 3-4stündiges Programm, ein Degustationsteller mit ausgefallenen Köstlichkeiten zum Wein, Brot, Wasser sowie ein Leitfaden zum Nachlesen. Anmeldung über die Homepage des Weingutes, dort stehen auch weitere Termine.
Ein Spätburgunder-Barrique im Angebot

Das neue Jahr beginnt für Rotweinliebhaber vielversprechend: Auf www.bestebioweine.de gibt es als Wein des Monats im Januar einen 2004er Blansinger Wolfer Spätburgunder Rotwein trocken Barriqueausbau 0,5 l aus dem Weingut Kaufmann im Markgräflerland. Der Sonderpreis für 6 Flaschen frei Haus beträgt 52 Euro, für 100 Euro gibts das 12er-Paket frei Haus. Die Weinbeschreibung gibts bei bestebioweine.de.

ECOVIN Baden ist der südlichste Regionalverband von Ecovin, dem Bundesverband Ökologischer Weinbau. Unter seinem Dach arbeiten rund 100 Mitgliedsbetriebe nach den Richtlinien des ökologischen Weinbaus.