25 Jahre Bioweinbau im Weingut Kaufmann

25 Jahre Ökologischen Weinbau feiert man im Bioweingut Kaufmann in Efringen-Kirchen

25 Jahre Ökologischen Weinbau feiert man im Bioweingut Kaufmann in Efringen-Kirchen

Mit einem Tag der offenen Tür begeht man im Bioweingut Kaufmann in Efringen-Kirchen 25 Jahre Öko-Weinbau:

Am Samstag, 13. Mai gestalten findet ein Weinabend mit Flammkuchen statt.

Am Sonntag 14. Mai findet von 11 bis 22 Uhr ein Tag der offenen Tür statt, mit Mittagessen, Kellerführungen, Weinprobe, Bauernhofeis und Weinbrunnen.

Einen Info-Flyer für das Jubiläum kann man hier als PDF herunterladen.

Jubiläumsfest im Hofgut Sonnenschein vom 5. bis 7.9.2014

Vom 5. bis 7. September begeht das biologisch-dynamische Hofgut Sonnenschein in Fischingen sein 25jähriges Bestehen. Am Freitag, 5.9., beginnt die Jubiläumsfeier um 18 Uhr mit dem Männerchor Fischingen. Um 20 Uhr findet eine festliche Weinprobe statt.

Am Samstag ab 18 Uhr Jubiläumsparty mit der Liveband Fashion Project, am Sonntag ab 11 Uhr Jubiläumsfest. Zum programm gehören Betriebsbesichtigungen, Informationen über ein neues Eriehungssystem im Weinbau und Minimalschnitt im Spalier.

Gutsfest Zähringer am 28. Juni 2014

Gutsfest Zähringer

Am 28. Juni feiert man im Weingut Zähringer mit dem Gutsfest auch das 170jährige Bestehen des Familien-Betriebes.

Neben dem geselligen Treiben im historischen Innenhof gibt es Weinbergs- und Kellerführungen. Außerdem werden Kinderbetreuung, und eine Aromabar angeboten. Mit Live Musik von Steven Bailey und im Anschluss „Rock in der Abfüllhalle“ wird bis tief in
die Nacht gefeiert. Beginn ist um 14 Uhr. Am Sonntag den 29. Juni ist das Weingut von 9 bis 13 Uhr zum Einkaufen geöffnet.

170 Jahre Weingut Zähringer

Mit einem Gutsfest feiert man im Weingut Zähringer am Samstag, 28. Juni das 170jährige Bestehen des Weingutes. Der historische Innenhof lädt mit Live-Musik und kulinarischen Angebote, außerdem gibt es Kellerführungen, eine Aroma-Bar, Rock in der Abfüllhalle und Weinberg-Wanderungen. Beginn 14 Uhr, open end.

Jahresbericht vom Beratungsdienst ökologischer Weinbau

Matthias Wolff vom Beratungsdienst ökologischer Weinbau hat anlässlich der Mitgliederversammlung zum 20jährigen Bestehen des Beratungsdienstes ein paar Infos zusammengefasst. Außerdem wurde als neuer Vorsitzender der Bahlinger Arno Adler gewählt.

Tätigkeitsschwerpunkte von Matthias Wolff und seiner Kollegen Johannes Hügle und Michael Baumann sind die Gruppenberatungen bei den regionalen Begehungsrunden vor Ort. Dazu kommen Einzebteriebsberatungen, weitere Gruppenveranstaltungen und Kontakte zu anderen Verbänden und Institutionen und schließlich auch die eigene Fortbildung.

Wie ein roter Faden zieht sich durch diese jährlichen Berichte auch der Hinweis auf die zu geringe personelle Ausstattung. Das Gebit der Berater reciht von Tauberfranken im Norden bis zur Nordschweiz im Süden. Die meisten der rund 200 Mitglieder finden sich schwerpunktmäßig in den Regionen Bodensee (55), Württemberg-Unterland und Remstal (je 40) sowie im Markgräflerland (35). Die stärkste Mitgliederzunahme in den vergangenen drei Jahren verzeichneten die Regionen Unterland und Remstal.

20 Jahre ECOVIN Baden

Rückblick auf erfolgreiche Arbeit für den Bioweinbau – Höhepunkt im Terminkalender: Die Prämierung der Besten Badischen Bioweine 2011

FREIBURG. Was am 31. Januar 1991 begann, das entwickelte sich in den vergangenen 20 Jahren zur Erfolgsgeschichte: Mit der Gründung des Regionalverbands ECOVIN Baden bekamen die engagierten Biowinzer im Südwesten nicht nur eine starke gemeinsame Stimme, sondern auch viel konkrete Hilfe für die Praxis. Auch wenn keine Feierlichkeiten zum Jubiläum geplant sind, wird sich der runde Geburtstag als roter Faden durch die badischen ECOVIN-Veranstaltungen 2011 ziehen.

Dass trotz der rasanten Entwicklungen und mancher Turbulenzen auch einiges gleich geblieben ist, das belegt der Vorsitzende des Regionalverbands Paulin Köpfer: Er nahm sein Amt mit der Gründung des Regionalverbands auf und übt es bis heute aus. 1991 gehörte er in Opfingen zu den 38 Gründungsmitgliedern, die zusammen rund 139 Hektar Rebfläche bewirtschafteten. Sie alle waren bis dahin Mitglieder beim Bundesverband mit Sitz in Oppenheim, stellten dort rund ein Drittel der Mitglieder. „Da lag es nahe, einen Regionalverband zu gründen, um die Arbeit vor Ort zu intensivieren”, erinnert sich Köpfer.

Die Anliegen der badischen Biowinzer waren ganz konkret: Sie mussten die Kontrollen der biologischen Arbeit sicherstellen – eine Aufgabe, die erst wenig später ausgelagert werden konnte. Sie kümmerten sich um die Beratung der immer zahlreicher werdenden Interessenten, für die ein Beratungsdienst gegründet wurde, der heute ebenfalls auf eine erfolgreiche Geschichte und steigende Mitgliederzahlen zurückblicken kann. Und sie wollten Fortbildungen anbieten, um die Praxiserfahrungen der Pioniere an ihre Kollegen weiterzugeben, ebenso wie die neusten Ergebnisse aus der Forschung. Auch dieser Bereich wird bis heute erfolgreich gepflegt.

Für Forschung und Politik war der Regionalverband schon früh ein wichtiger Ansprechpartner, die Zusammenarbeit mit dem Freiburger Weinbauinstitut war von Beginn an gegeben. Aber ebenso wichtig wie das Wissen um die neusten Forschungsarbeiten war für die Biowinzer schon immer, ihre Position zu vertreten: Die Mitgliedschaft im Badischen Weinbauverband war dafür ebenso wichtig wie die in der Arbeitsgemeinschaft Ökologischer Landbau Baden-Württemberg und natürlich auch der enge Kontakt zum ECOVIN-Bundesverband in Oppenheim.

Um Vorurteile gegenüber den biologisch erzeugten Weinen anzugehen, richtete der Regionalverband bereits 1992 die erste Präsentation seiner Weine in Freiburg aus. Heute ist diese erfolgreiche Veranstaltung längst etabliert und findet inzwischen im Zwei-Jahres-Rhythmus statt. Aufmerksamkeit bei Fachleuten und Verbrauchern erregte man auch mit der Prämierung der Besten Badischen Bioweine, die 2001 erstmals stattfand. Und auch hier wählte man eigene Schwerpunkte: Statt einer Besten-Wahl nach Rebsorten werden die Weine nach ihrer optimalen Eignung als Begleiter zu den Speisen eines Menüs prämiert: Ein sehr alltagstauglicher Ansatz, der vor allem den Verbrauchern entgegenkommt.

Neuland betrat man auch mit der Schaffung eines eigenen Internetauftritts, als das Internet noch in den Kinderschuhen steckte. Die badischen Biowinzer gingen vor 16 Jahren gleich mit mehreren Mitgliedsbetrieben und zahlreichen Infos zum Bioweinbau ins Netz. Und sie boten auch ihren Wein auf dieser neuen Plattform an, woraus sich bis heute zahlreiche gute Vertriebsmöglichkeiten entwickelt haben.

Heute ist der Regionalverband ECOVIN Baden stark gewachsen: Die Zahl der Mitglieder hat sich mit 75 fast verdoppelt, die ökologisch bewirtschafteter Rebfläche hat sich mit 350 Hektar weit mehr als verdoppelt. Vorsitzender Paulin Köpfer sieht den Regionalverband heute vorrangig als Netzwerk: Die Verbindungen zwischen den ökologischen Anbauverbänden sind bestens ausgebaut, ebenso zu den berufsständischen Vertretungen der Winzer-Kollegen. Und längst sind dort nicht nur die Arbeitsweisen der Bio-Erzeuger akzeptiert, mehr noch: Es werden auch die Ergebnisse der Biowinzer und des rührigen Verbands geschätzt.

Zwar gab es in den vergangenen 20 Jahren auch Auseinandersetzungen und ein Auf und Ab in der Entwicklung des Regionalverbands, was sich auch in den Mitgliederzahlen niederschlug. Unterm Strich aber präsentiert sich der Verband heute als Erfolgsgeschichte mit hoher Anerkennung, mit stark gestiegenen Mitgliederzahlen und Anbauflächen sowie hoher Akzeptanz bei Politik und Behörden.

„Wir werden auch in Zukunft unseren Beitrag leisten zu einer individuellen Weinkultur, die den regionalen Aspekt ebenso fördert wie den spezifischen Einfluss der Böden,”, meint Köpfer, „und wir werden nach außen hin noch stärker die Standards unserer ökologischen Richtlinien kommunizieren und unser Nachhaltigkeits-Konzept weiterentwickeln”.

Bei allen Erfolgen ist dem Vorsitzenden der badischen Biowinzer aber auch klar: Ein Massenprodukt wird Biowein trotz des großen Engagements nicht werden: „So lange der Kunde zu wenig bereit ist, für guten Wein auch mehr zu bezahlen als die Discount-Preise, die bei uns 50 Prozent des Weinabsatzes ausmachen, werden Bioweine keine Massenware”. Richtig traurig ist man aber auch darüber nicht: Die Bioweingüter definieren sich nach Köpfers Worten in erster Linie über die Qualität ihrer Weine, selbst die Öko-Labels spielen nicht eine gleich große Rolle, wie die Weinqualität.

Herausforderungen sehen die Bio-Erzeuger auch in Zukunft noch genügend, ihnen stünden aber auch große Zukunftschancen gegenüber, so Paulin Köpfer: „Die Zeit arbeitet für uns.” Die Konsumenten seien mehr und mehr überzeugt vom Bioanbau als nachhaltiges Konzept. „Es resultieren daraus auch individuelle und charaktervolle Weine mit hohen geschmacklichen Eigenschaften.” Dies sei ein weiterer Grund, mit dem sich die steigende Nachfrage nach ECOVIN-Weinen begründen lasse, meint Köpfer und betont: „Wir sind damit auf einem guten, sehr guten Weg auf die nächsten 20 Jahre”.