
Auch im Weingut Richard Schmidt sind die meisten Weine des neuen Jahrgangs gefüllt, ein Blick auf die neue Preisliste lohnt sich.
Über Biowinzer aus Baden und ihre Weine

Auch im Weingut Richard Schmidt sind die meisten Weine des neuen Jahrgangs gefüllt, ein Blick auf die neue Preisliste lohnt sich.

Bis gestern lief das dreitägige Fachseminar „Biodynamische Verfahren im ökologischen Weinbau“, zu dem der Beratungsdienst Ökologischer Weinbau, der ECOVIN-Regionalverband Baden und die Katholische Landvolkshochschule St. Ulrich eingeladen hatte.
Ein schönes Erlebnis, denn die Teilnehmer, die ich kurz vor dem Abschluss antraf, waren hochmotiviert, ja fast schon euphorisch. Ein gutes Zeichen. Das Programm war sehr gut, die Referenten hochqualifiziert, die Organisatoren erfahren und routiniert. Auf Anhieb hatten sich 60 Teilnehmer angemeldet, weitere standen auf der Warteliste.
Für Paulin Köpfer, einer der Organisatoren und Vorsitzender von ECOVIN Baden eine Bestätigung dafür, dass die Biowinzer in Bewegung bleiben: Alleine mit der Umstellung sei es nicht getan, es schließt sich vielmehr eine ständige Weiterbildung an. Dynamisch eben, oder – zumindest in diesem Wortsinne – biodynamisch.
Ein besonderes Angebot gibt es im März 2006 von der WG Haltingen: Unter den aktuellen Weinen des Monats werden jetzt auch zwei Bioweine zu besonderen Konditionen angeboten: Einen Weißburgunder und einen Spätburgunder gibt es dort jetzt besodners günstig.
Die meisten, aber nicht alle Biowinzer vermarkten ihre Weine selbst. In Baden, wo Genossenschaften eine lange Tradition haben, gibt es Bioweine auch schon mal in der WG. In der WG Haltingen erzeugt Biowinzer Hans-Jörg Sprich die Weine, die von der WG Haltingen ausgebaut und mit dem ECOVIN-Warenzeichen vermarktet werden.
Weitere Infos über die Bioweine der WG Haltingen gibt es hier .
Auch im Weingut Harteneck sind Weine des neuen Jahrgangs abgefüllt:
„Feine Fruchtaromen und eine dezente Würze kitzeln die Nase beim Erschnuppern des neuen Jahrgangs 2005.“
Ab sofort kann man neue Auswahllisten und Probepakete „Frühlingsweine 2005“ per Email dort bestellen.
Neue Veranstaltungen, Angebote und Termine gibt es jetzt auch im Weingut Sonnenbrunnen. Und: Die Straußensaison vor den Toren Freiburgs beginnt bei Jörg Scheel am 17. März!

Rundum zufrieden können die badischen ECOVIN-Winzer mit der Teilnahme sowohl an der BioFach-Messe als auch am Bioweinpreis 2006 sein: Dreimal großes Gold, vier Mal Gold, 13 Mal Silber und 9 Empfehlungen stellen eine gute Bilanz dar. Kein anderer Verband oder Regionalverband hat in seinen Reihen soviele Prämierungen zu verzeichnen.
Hier eine Übersicht:
Goßes Gold:
Drei Auszeichnungen erhielt das Weingut Zähringer für die 2003er Editionswein-Auslesen mit den Nummern 33 (Spätburgunder), 34 (Weißburgunder) und 35 (Grauburgunder).
Gold:
Silber:
Empfehlungen
Gab es für die Weingüter Klumpp, Dr. Benz, Vorgrimmler, Harteneck und Mißbach

Die badische Biowein-Messe wird international: Bei ECOVIN- und Bioland-Winzern sind in diesem Jahr elässische Kollegen zu Gast
FREIBURG. Bei der 14. ECOVIN-Präsentation, die am 20. Mai von 14 bis 22 Uhr im Historischen Kaufhaus in Freiburg stattfindet, werden neben den badischen Biowinzern erstmals die biologisch arbeitenden Winzerkollegen aus dem Elsass mit dabei sein. Ansonsten wird das bewährte Konzept der größten badischen Biowein-Messe fortgesetzt: Voraussichtlich mehr als 30 Aussteller werden rund 150 Bioweine- und Sekte vorstellen (Eintritt 9 Euro). Dazu gibt es ein interessantes Rahmenprogramm und erstmals werden hier öffentlich die „besten badischen Bioweine des Jahres 2006“ vorgestellt.
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So titelte die Badische Zeitung gestern, zur Eröffnung der BioFach-Messe, in ihrem Wirtschaftsteil. Klingt zunächst besorgniserregend, ist es aber nicht wirklich. Zuerst die gute Nachricht: Bioweine werden immer wieder mal knapp, wenn der alte Jahrgang ausverkauft und der neue noch nicht gefüllt ist. Aber eine Knappheit, wie sie in der BZ befürchtet wird, steht vorläufig nicht zu erwarten.
Dort geht es nämlich darum, dass der Umsatz des Handels mit Bioware noch viel stärker wachse, als die Ausweitung der Bio-Anbaufläche. Ursachen dafür seien unter anderem bürokratische Hürden, bei der Umstellung auf Bio-Produktion. Neue Jobs entstünden in der Biobranche vor allem deswegen, weil Lebensmitteldiscounter jetzt Bioware „entdecken“.
Die von der BZ befragten Experten vertreten allerdings manchmal auch, naja, seltsam anmutende Meinungen. Ein befragter Trendforscher rate Biobauern, nicht zu zaudern. Zwar gäbe es die Gefahr, dass Discounter heute Bioware bewerben und morgen den Gartengrill, aber: Die Boombranche müsse fusionieren. Seine Vision sei „eine Kombination von Bio und Macdonalds ohne Kompromisse bei der Produktqualität“.
Da kann man manchmal doch froh sein, dass selbst die innovationsfreudigen Biowinzer im Grunde ihres Herzens meist eher konservative Menschen sind. Bewährte und qualitätsorienterte Konzepte werden da nicht von jetzt auf nachher über den Haufen geworfen, weil man auf einen Platz im Discounterregal schielt. Und Bioweine werden meistens auch nicht plötzlich knapp, weil „mein“ Winzer gerade seine Jahresproduktion zum Schleuderpreis in einen Tankwagen gefüllt hat.
Inwiefern die anderen Branchen den Spagat zwischen Massenmarkt und gerechten Preisen schaffen, ist schwer zu beurteilen. Beim deutschen Biowein Wein wird es wohl im deutschen Markt zumindest keine revolutionären Veränderungen geben.
Die Menschen, mit denen man im Internet zu tun hat sind genauso gut oder schlecht, normal oder verrückt wie die, die man im richtigen Leben trifft. Das sage ich zumindest immer jenen, die Skrupel haben angesichts irgendwelcher Berichte Dinge im Netz anzubieten.
Was mich jetzt über ECOVIN-Winzer Thomas Schaffner erreichte, ist allerdings doch recht unverfroren. Da fragt einer nach den Bedingungen für einen Geschenkgutschein. Diese Konditionen soll man ihm zufaxen, die Vorwahl sei (0 90 05). Nun wissen aufmerksame Zeitungleser zwar, dass 0900-Nummern gebührenpflichtig sind. Wer angesichts der Schreibweise aber an eine Vorwahl im bayrisch-fränkischen Raum denkt und seinen Brief aufs Fax legt, der sei locker mal 30 Euro los, berichtet Thomas Schaffner, der prompt seine Kollegen warnte. Gut so.

Die ersten neuen ECOVIN-Weine des Jahrgangs 2005 werden derzeit fast überall abgefüllt. 2005er Weine ersetzen zum Beispiel auch im Weingut Richard Schmidt die ausverkauften 2004er.
Und Thomas Harteneck vom Wein- und Sektgut Harteneck im Markgräflerland schreibt dazu:
Der neue Jahrgang wird in den nächsten Wochen abgefüllt. Die Jungweine haben ihre Jugendreife abgeschlossen und versprechen einen fruchtigen neuen Jahrgang – wir sind mit Ihnen gespannt!
Seine derzeit liebsten Winterweine als Weinempfehlung empfiehlt er auf seiner Website.
ECOVIN Baden ist der südlichste Regionalverband von Ecovin, dem Bundesverband Ökologischer Weinbau. Unter seinem Dach arbeiten rund 100 Mitgliedsbetriebe nach den Richtlinien des ökologischen Weinbaus.
ECOVIN Regionalverband Baden e.V.,
Vereinsregister Freiburg VR 2435
Vorsitzender: Paulin Köpfer, Poststr. 17, 79423 Heitersheim, Tel. 07634-552818 und Fax 07634-552819.
Email info@ecovin-baden.de.
Über diese Prämierung, die verbands- und landesübergreifend für Bio-Betriebe aller ökologischen Anbauverbände in Freiburg stattfindet, informieren wir Sie hier, sobald neue Daten feststehen.
Die Ergebnisse der letzten Bioweinprämierung finden Sie hier.