
Auch am Kaiserstuhl hat die Lese schon begonnen, wie die jüngsten Aufnahmen auf der Website von Richard Schmidt in Eichstetten am Kaiserstuhl zeigen.
Über Biowinzer aus Baden und ihre Weine

Auch am Kaiserstuhl hat die Lese schon begonnen, wie die jüngsten Aufnahmen auf der Website von Richard Schmidt in Eichstetten am Kaiserstuhl zeigen.
Gute Voraussetzungen vom Markgräflerland bis zum Kraichgau – Badische ECOVIN-Erzeuger rechnen mit einem guten Herbst
FREIBURG. An einigen Orten hat die Biowein-Lese bereits begonnen, spätestens ab dem 23. September werden wohl überall in Baden Biotrauben gelesen. ECOVIN-Erzeuger vom Markgräflerland im Süden bis zum Kraichgau im Norden schätzen die Qualität als gut ein, auch wenn der Ertrag stellenweise leicht unterdurchschnittlich ausfallen wird. Die Voraussetzungen werden als so gut bewertet, dass viele Biowinzer in einigen Lagen riskieren wollen, relativ lange abzuwarten, um – bei anhaltend guter Witterung – Spitzen-Qualitäten zu erzielen.
Zufrieden sind sie alle, die befragten Biowinzer zwischen Heitersheim im Markgräflerland und Karlsbad im Kraichgau. Einige wagen sogar ganz vorsichtig den Vergleich zum Spitzenjahrgang 2003, allerdings mit vielen Vorbehalten: Dafür kommt es auf die Wetterentwicklung in den nächsten Tagen und Wochen an: Weiterhin milde Tage mit kühlen Nächten wünschen sich die Winzer.
Bislang verliefen Witterung und Vegetation zumindest nach den Vorstellungen der Biowinzer fast ideal, berichtet Paulin Köpfer, der Vorsitzende von ECOVIN Baden: „Ein sehr warmer Frühling mit Blüte der Reben schon Ende Mai legte hier im Markgräflerland den Grundstock für eine sehr frühe und üppige Vegetation.“ Nach den eher wechselhaften Monaten Juni und Juli überraschte der August mit durchgehend sonniger, trockener und heißer Sommerwitterung. „Ein Segen für die Trauben“, so Köpfer. So kam zum Vegetationsvorsprung seit dem Frühjahr die ungewöhnlich frühe Reife mit hohen Zuckergehalten der Trauben bereits Anfang September.
Als eher mittel bis niedrig schätzt Köpfer die Erträge in den Markgräfler ECOVIN-Weinbergen ein. Um den 10. September seien die Trauben mit Mostgewichten von knapp 90 Grad Oechsle bei den Burgundersorten im Grunde vom Zuckergehalt bereits reif gewesen. Erste Ansätze von Traubenfäulnis hätten sich auf Grund der trockenen Witterung nicht weiterentwickelt. Die hohe Reife bei gleichzeitig guter Traubengesundheit sieht Köpfer als beste Voraussetzungen für einen hervorragenden Jahrgang.
Biowinzer Hubert Lay aus Ihringen am Kaiserstuhl bestätigt diese Einschätzung auch für seine Region: Die Reben seien gesund, die Mostgewichte gut, auch die Voraussetzungen für einen durchschnittlichen Ertrag stimmen hier. Lay hofft noch auf etwas Regen für seine Bio-Reben, bevor ab dem 23. September die Lese mit Müller-Thurgau und Regent beginnen wird.
Eribert Benz vom Weingut Dr. Benz in Kenzingen-Bombach erwartet bei ebenfalls einen „sehr guten Jahrgang“: August und September verliefen aus seiner Sicht wie gewünscht. Der Entwicklungsvorsprung seiner Reben im Breisgau betrage noch immer etwa eine Woche, schon jetzt zeichnet sich für ihn eine sehr schöne Aromatik im Weißweinbereich ab. Zwar hat die Lese mit Müller-Thurgau und Regent hier schon begonnen, angesichts der guten Traubengesundheit will Benz aber bei seinen besten Lagen die Ernte lange hinausschieben, um beste Qualitäten zu bekommen.
Gerhard Neye vom Kuckuckshof in Karlsbad-Ittersbach rechnet mit besten Qualitäten, vor allem im Rotweinbereich. Sein Ertrag wird aber voraussichtlich durch Winterschäden je nach Sorte um bis zu 30 Prozent geringer ausfallen, befürchtet er. Auch hier wird die Lese ab dem 23. September beginnen.

Am Samstag und Sonntag, 12. und 13. September 2009 veranstaltet das Hofgut Sonnenschein ein Hoffest mit Besichtigung, Weinprobe, und Verköstigung. Gefeiert werden 20 Jahre biologisch-dynamischen Obst- und Weinbau und 10 Jahre Weingut im Hofgut Sonnenschein
Am Samstag gibts Betriebsbesichtigungen, Weinprobe (10 Jahre Weingut) und musikalische Unterhaltung, am Sonntag spielt die Jazzband And Many More, Betriebsbesichtigungen nach Ansage. An beiden Tagen Obst und Wein, Neuer Wein, und Saftverkauf.
Mit freundlichen Grüßen

Das berichten Thomas und Daniela Harteneck :
„Bei herrlich sonnigem Wetter ernten wir hier im Markgräflerland die ersten vollreifen Tafeltrauben der Sorten Palatina und Muscat Bleu in bio-dynamischer DEMETER – Qualität.
Das hervorragende warme und sonnige Wetter der letzen Wochen könnte für einen qualitativ überdurchschnittlichen Jahrgang 2009 sorgen. Die Rebstöcke in unseren bio-dynamischen Weinbergen fühlen sich sichtlich wohl und zeigen eine hohe Vitalität…. Optimale Voraussetzungen für beste Weine des Jahrganges 2009.“

Im Weingut Gallushof in Teningen-Heimbach hat die Strauße ab sofort wieder geöffnet. Außerdem haben der Öko-Weinbauberater Johannes Hügle und seine Frau Angela Mink-Hügle anlässlich des 1250jährigen Bestehens vom Heimbach einen Jubiläumswein mit Künstleretikett aufgelegt.
Der baden-württembergische Landwirtschaftsminister hat eine verbesserte Förderung für ökologischen Landbau angekündigt. Mehr 100.000 Hektar werden im Land ökologisch bewirtschaftet, heißt es dazu in einer Pressemitteilung. Jetzt soll die Unterstützung für den ökologischen Landbau „deutlich angehoben“ werden: Je nach Kulturart erhalten die Landwirte zwischen zehn und 25 Prozent höhere Fördersätze.
Mit dieser Förderung im Rahmen des baden-württembergischen Agrarumweltprogramms MEKA würden die Umweltleistungen des Ökologischen Landbaus noch stärker honoriert. Ein entsprechender Änderungsantrag sei der EU zur Genehmigung zugeleitet worden. Die Flächenförderung für Acker und Grünland wird von 150 auf 190 Euro, für Gemüse von 500 auf 550 Euro und für Dauerkulturen von 600 auf 700 Euro angehoben.
In den letzten zehn Jahren hat sich die Zahl der ökologisch wirtschaftenden landwirtschaftlichen Betriebe von circa 3.000 auf
über 5.700 fast verdoppelt. Die gesamte ökologisch bewirtschaftete Fläche hat sich in diesen zehn Jahren von über 57.000 Hektar auf beinahe 103.000 Hektar erhöht. „Derzeit werden etwa sieben Prozent der landwirtschaftlichen Nutzfläche in Baden-Württemberg ökologisch bewirtschaftet. Es zeigt sich, dass diese Wirtschaftsweise im Land gut verankert ist“, ergänzte Agrarminister Hauk.
Ein Sommerweinpaket hat man im Weingut Gallushof geschnürt: Frisch aus dem Fass kommt der Gallushof Rosé, in trockener und lieblicher Variante .
Die Beschreibung der Hügles: „Ein fruchtig, spritziger Sommerwein mit Erdbeer/Cassisaromen. Bei einer Trinktemperatur von 6-8° C ist er ein erfrischender Begleiter von Seafood, Salaten und Geflügelgerichten.“
Das 6er-Paket gibts aktuell für 36 statt 39 Euro (zzgl.Versandkosten)

Dass sich die Tätigkeit der Auszubildenden in einem Bio-Weingut von der ihrer Kollegenin konventionellen Betrieben unterscheidet, das belegt ein kurzer, aber schön bebilderter Bericht aus dem Weingut Zähringer : 1-Zimmer-Appartements in der Heitersheimer Sonnhohle.
Offensichtlich sind die Bio-Lehrlinge, die den Bericht selbst verfasst und bebildert haben, ganz angetan von ihrer Arbeit.

Auf bestebioweine.de ist im Rahmen der Sommerwein-Vorstellungen mal wieder ein badischer Wein an der Reihe: Der 2007 Spätburgunder Selection Harteneck trocken ist als Rotwein zwar eine Ausnahme unter den hier besprochenen Sommerweinen, aber Biowinzer Harteneck beschreibt recht ausführlich, warum der frische Rote gut in die Reihe passt.

Von einem Neuling in badischen Rebanlagen berichten Gertrud Wegner-Kiss und Michael Breuer vom Staatlichen Wieinbauinsitut in Freiburg: Seit 2007 trifft man den Asiatischen Marienkäfer in badischen Rebanlagen an. Welche Bedeutung ihm zukommt, ob und wieviel Schaden er anrichten kann, das alles ist noch unsicher. Eine erste Übersicht gibt der i, „Der Badische Winzer“ veröffentlichte Fachartikel der beiden Wissenschaftler, den man hier als PDF herunterladen kann: „Der Neuling breitet sich aus.“
ECOVIN Baden ist der südlichste Regionalverband von Ecovin, dem Bundesverband Ökologischer Weinbau. Unter seinem Dach arbeiten rund 100 Mitgliedsbetriebe nach den Richtlinien des ökologischen Weinbaus.
ECOVIN Regionalverband Baden e.V.,
Vereinsregister Freiburg VR 2435
Vorsitzender: Paulin Köpfer, Poststr. 17, 79423 Heitersheim, Tel. 07634-552818 und Fax 07634-552819.
Email info@ecovin-baden.de.
Über diese Prämierung, die verbands- und landesübergreifend für Bio-Betriebe aller ökologischen Anbauverbände in Freiburg stattfindet, informieren wir Sie hier, sobald neue Daten feststehen.
Die Ergebnisse der letzten Bioweinprämierung finden Sie hier.