Wetter: Freud und Leid

Wir Normalverbraucher sehen das Wetter immer aus einer ganz speziellen Sicht: Regnet auf dem Weg zum Büro, wie wird die Fahrradtour am Wochenende, wie wirds in den Ferien?

Der Winzer tut das sicher auch, hat aber immer auch noch „seine“ Reben im Blick. Paulin Köpfer, der Vorsitzende von ECOVIN Baden und Betriebsleiter im Heitersheimer Weingut Zähringer berichtet aus seiner Sicht über die Wetterentwicklung:

Für das Wachstum der Reben gab es ideale Bedingungen, Wärme, viel Sonne und seit vier
Wochen ausreichende gute Niederschläge: Die Trauben wachsen zügig ohne Wasserstreß heran und kommen je nach Sorte bereits in die Reifephase. Damit liegen wir insgesamt ein paar Tage vor dem langjährigen Durchschnitt. Das lässt auf ausgezeichnete Qualitäten hoffen, zumal jetzt gute Wasserreserven gegeben sind.

Klingt gut, für uns Verbraucher und Weintrinker. Auf die Winzer kommt freilich noch jede Menge Arbeit zu:

Sorgfältiges Entblättern der Traubenzone als Vorsorgemassnahmen gegen eine zu frühe
Fäulnis sowie das „Ausdünnen“, d.h. das Ausschneiden von überzähligen Trauben bereitet in den nächsten Tagen und Wochen noch viel Handarbeit in den Weinbergen.

Freilich sind die meisten Winzer froh, die jetzt anstehenden Arbeiten im Endspurt vor der Lese erledigen zu können. Schwerer haben es da viele Winzer im Markgräflerland, denen es buchstäblich die Ernte verhagelt hat: Die Unwetter vom 30.7. haben im oberen Markgräflerland zu großen Schäden bei ECOVIN-Winzern geführt.

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