Lesebeginn Mitte September 2016

Gutedeltrauben im Markgräflerland

Gutedeltrauben im Markgräflerland

100 Tage, so lautet eine Faustregel der Winzer, dauert es von der Rebblüte bis zum Lesebeginn. Keine Regel ohne Ausnahme, und jede Rebsorte reagiert je nach Lage und Kleinklima auch ein bißchen anders. Erst recht, wenn wie in diesem Jahr lange kühle und regnerische Phasen das Wachstum beeinflussen.

Zu rechnen ist mit einem Beginn der Lese in Baden etwa Mitte September, also in etwa einem Monat.

Wetter-Kapriolen: auch 2015

Das neue Jahr beginnt in Baden, wie das alte geendet hatte: viel zu warm. Während auf den Schwarzwaldhöhen noch gelegentlich weiße Flecken beobachtet werden können, hat die Temperatur heute in der Rheinebene bei strahlendem Sonnenschein bereits zweistelliger Werte erreicht. Und auch in der kommenden Woche soll es ein weiteres Mal zweistellig bleiben.

Vielerorts sind die Reben geschnitten, noch immer zeigt sich die Vegetation in Baden an vielen Stellen ziemlich grün. Die Biowinzer in baden sehen die – eigentlich angenehm milde Witterung – nicht ganz so gerne: Die Reben verlangen eher nach einer „richtigen“ Vegetationspause mit niedrigeren Temperaturen.

Wetter-Rückblick 2014: zu warm

Das Jahr ist noch nicht zu Ende, doch in einem sind sich die Wetterkundler schon einig: 2014 war ungewöhnlich warm, zu warm. Es gab gleich etliche Monate, die zu warm waren, auf der anderen Seite fehlen die kälteren Phasen fast völlig. Alleine der Herbst soll als der zweitwärmste in die Geschichte der Wetterkundler (nach 2006) eingehen, heißt es.

Wer jetzt im Geiste die Schönwetter-Erlebnisse durchgeht und auf erhebliche Lücken stößt, der versteht die Meteorologen falsch: Zu warm heißt nicht automatisch zu sonnig, und schon gar nicht zu trocken. Auch in den kommenden Tagen scheinen frostige Wintertage nicht möglich.

Sonniger Spätsommer verwöhnt die badischen Bio-Trauben

Trauben im Markgräflerland

Die Sonnenscheindauer im Juli und August hat ebenso wie die Temperaturkurve gute Bedingungen dokumentiert für die badischen Reben: Viel Sonne und Hitze. Gelegentlich hat den Reben aber auch die Trockenheit etwas zu schaffen gemacht. Auf jeden Fall werden die Bedingungen allgemeine als gut eingeschätzt, bevor es jetzt im September sozusagen zum Endspurt geht: Mit einem Beginn der Hauptlese wird Ende September / Anfang Oktober gerechnet.

Mai-Fazit: zu nass – und es wird noch nasser

Reben

Wie in anderen Regionen auch verzeichneten die Biowinzer in Baden einen außergewöhnlich kühlen und nassen Mai. Auch wenn jetzt gerade wenige Sonnenstrahlen die verwöhnte Südwestecke des Landes verwöhnen, bleibt eine etwas ernüchternde Bilanz. Weitere und noch stärkere Regenfälle sind allerdings für die nächsten Tage angekündigt – bevor der Juni hoffentlich nicht nur den Reben die erwünschte sommerliche Wärme bringt.

Weinberge im Januar ohne Schnee

Der Kaiserstuhl im Januar

Skifahrer warten sehnlichst drauf, Biowinzer können drauf verzichten: Schnee. Er ist in Baden im Januar 2013 (zumindest zum Jahresbeginn noch) Mangelware. Hier am Kaiserstuhl fehlt er ganz, auf den Schwarzwaldhöhen ist es wohl zu wenig, um richtig Freude am Skifahren aufkommen zu lassen oder schöner Winterlandschaft.

Schnee und Eis in Baden

Schnee und Eis in badischen Weinbergen

Und dazu sonniges Wetter, das lockt viele für einen Spaziergang durch die Reben. Einige Trauben sind wie immer hängen geblieben. Ob daraus Eiswein wird entscheidet der Winzer meistens eher spontan nach Kältegraden und Restmengen.

Wetter und Aussichten

Reben in Südbaden

Nicht überall in Baden war und ist das Wetter so, dass die Biowinzer ihre reine Freude daran hätten. Einzelne Regionen hatten bereits mit Halgelschäden und deren Folgen zu kämpfen. Anhaltende Niederschläge sorgen vereinzelt auch dafür, dass biologische Spritzmittel gegen Pilzerkrankungen häufiger zum Einsatz kommen, als geplant.