Videos von ECOVIN Baden

Das Thema Minimalschnitt stößt bei den ECOVIN Baden Besuchern auf das größte Interesse.

Das Thema Minimalschnitt stößt bei den ECOVIN Baden Besuchern auf das größte Interesse.

Zu den mit am besten angenommenen Angeboten von ECOVIN Baden in der jüngeren Zeit gehören die Videos. In den vergangenen zwei Jahren wurden jeweils zwei Videos produziert, die einen Einblick in die Arbeiten des Biowinzers geben.

Vor der Kamera steht immer ein Biowinzer, der erklärt, was er im Bioweinbau macht und warum er das gerade so macht. Dabei handelt es sich nicht um fachliche Abhandlungen. Alle Biowinzer haben nicht nur eine lange Praxiserfahrung. Sie sind es auch gewohnt, Besuchern und Verbrauchern ihre Arbeitsweise zu erklären, auf Fragen einzugehen und ihre Arbeitsschritte leicht verständlich zu erklären.

Da dies Themen sind, die nicht nur Verbraucher interessieren, lässt sich letztlich schlecht abschätzen, wieviele Verbraucher sich das angesehen haben, und wie viele Winzer oder Biowinzer.

Und natürlich geht es hier auch nicht um eine Rangliste der Popularität von Themen oder Winzern.

Aber vielleicht vermittelt ein kleiner statistischer Einblick auch, wo die Hauptinteressen der Besucher bislang liegen.

Deswegen hier ein kleiner Überblick:

  1. Die meisten Interessenten hat bislang das Thema Minimalschnitt im Bioweinbau gefunden. Thomas Harteneck erklärt, warum weniger mehr ist und wie die neue Arbeitsweise, die er versuchsweise und erfolgreich praktiziert hat, den Weinbau verändern könnte.
  2. Begrünung im Bioweinbau ist das zweit beliebteste Thema dieser Videos. Auch das ein Thema (wie Nr. 1), das im Grünen, im Bio-Weinberg erklärt und veranschaulicht wird, dieses Mal von Thomas Schaffner.
  3. Die Vorbereitung der Weinabfüllung, erklärt von Günter Kaufmann, liegt als Kellerthema hinter den beiden grünen” Themen.
  4. Vergleichsweise gering ist bislang das Interesse am Thema Weinausbau und Materialien. Es beschreibt den Ausbau der Bioweine im Holz, Edelstahl und im Beton-Ei, was Mathias Pfefferle anschaulich erklärt.

Alle Videos sind zwischen sieben und 10 Minuten lang. Generell scheint das Interesse eher an den Arbeiten im Weinberg zu liegen, was ja auch naheliegend ist. In den Kellerthemen sehen viele Verbraucher wohl nicht den Kernbereich biologischer Arbeit. Auch wenn die Biowinzer hier natürlich ebenfalls an der Qualität ihrer Weine arbeiten.

Gibt es den – abseits der schon dargestellten Themen – weitere Favoriten, für die sich Besucher dieser Webseite interessieren? Was sind aktuelle Fragen? Was ist Verbrauchern unklar, wo wünscht man sich mehr Aufklärung und Erklärung?

Rückmeldungen könnten wir bei den Videos und bei den Themen für die Pressearbeit berücksichtigen.

 

Bioweinbau-Videos von ECOVIN Baden

Bio-Weinbau-Videos

Bio-Weinbau-Videos

Auf große Resonanz stoßen die Videos zur Praxis des Bioweinbaus, die ECOVIN Baden in diesem und im vergangenen Jahr veröffentlichte. Die Abrufzahlen sind monatlich regelmäßig im dreistelligen Bereich. Bei Facebook werden sogar deutlich vierstellige Zugriffszahlen verzeichnet.

Wer sie noch nicht gesehen hat: Hier ist die Übersicht.

Begrünung im Bio-Weinbau – das ganze Video

Nach der ersten knapp einminütigen Vorschau nun also das ganze Video mit Bio-Winzer Thomas Schaffner vom Weingut Schaffner in Bötzingen am Kaiserstuhl. Das Video zeigt in etwa 10 Minuten, welche Arbeiten mit der Begrünung verbunden sind, welches System dahinter steckt und welchen Sinn die Begrünung erfüllt, die auch bei konventionell arbeitenden Winzern immer mehr Anklang findet.

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Fachseminar Bioweinbau und Qualität

Das Fachseminar Bioweinbau und Qualität in St.Ulrich stößt in jedem Jahr auf so großes Interesse, dass es früh ausgebaucht ist. Auch die Veranstaltung in diesem Jahr vom 6. – 8. März 2017 wird wieder zahlreiche Besucher aus dem Bundesgebiet, der Schweiz, Österreich und Italien anziehen.

Die Weinbaufachleute informieren sich über biodynamische Verfahren im Bioweinbau, zahlreiche Experten geben hier Ihr Wissen weiter. Für den Praxisbezug sorgt stets die integrierte Fachexkursion, bei der die angesprochenen Themen besichtigt und diskutiert werden können.

Ohne Kaliumphosphonat fürchten die Biowinzer 2017 um ihre Existenz

„Unterstützung ohne Konsequenzen” – ECOVIN-Erzeuger sehen sich im Regelwerk gefangen – mit dem Rücken zur Wand

Freiburg. Eine geradezu paradoxe Situation der Biowinzer beklagt der ECOVIN-Baden-Vorsitzende Paulin Köpfer, nach dem „katastrophalen” Sommer: Noch nie war die Unterstützung für ein Anliegen der Biowinzer so breit und einhellig gewesen, berichtet er, aber wir kommen trotzdem keinen Schritt weiter.”

Die anhaltende Nässe dieses Sommers und die rasche Ausbreitung der Pilzkrankheiten hatte die Biowinzer in diesem Jahr an die Grenze ihrer Belastungsfähigkeit gebracht. Nach dem Verbot des Pflanzenbehandlungsmittels Kaliumphosphonat fehlte den Biowinzern eine wichtige Stütze zur Existenzsicherung. Im Kampf gegen Peronospora (falscher Mehltau) hatten sie bislang auf dieses bisherige Pflanzenstärkungsmittel gesetzt und auf Kupfer.
Für die Anwendung von Kupfer wurde zwar in diesem Ausnahmejahr die Mengenbegrenzung auf vier statt drei Kilo je Hektar erhöht. Aber das reichte in den meisten Fällen nicht aus: Nach jeder der zahlreichen Niederschlagsperioden nahm der Traubenbefall vor den Augen der Biowinzer zu.

Die Unterstützung für das Anliegen der Biowinzer ist so einhellig wie selten zuvor. Bei Gesprächen in Brüssel mit dem zuständigen Direktor Diego Canga Fano vom EU-Kommissariat für Landwirtschaft vertrat nicht nur Peter Hauk, Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, die Forderungen nach einer Zulassung von Kaliumphosphonaten im Bioweinbau. Teilnehmer aus Deutschland, Österreich, Luxembourg und Tschechien betonten ebenso die Notwendigkeit dieses Schritts. Neben allen deutschen ökologischen Anbauverbänden sprachen sich Vertreter des Deutschen und Badischen Weinbandes dafür aus. Auch der Bund Ökologischer Lebensmittelwirtschaft BÖLW forderte stellvertretend für die gesamte Bio-Branche die Wiederzulassung des Mittels für die Biowinzer.

Einziges Ergebnis der Gespräche, so Paulin Köpfer, sei das Angebot einer wissenschaftlichen Tagung Anfang 2017 gewesen. Dort soll – ein weiteres Mal – die Wirksamkeit und Umweltverträglichkeit von Kaliumphosphonat diskutiert werden. Damit wird eine Zulassung des Mittels für die nächste Vege-tationsperiode Anfang Mai 2017 immer unwahrscheinlicher.

Als „kafkaesk” hat Paulin Köpfer jetzt die Situation in einem Mitgliederbrief beschrieben: Eine so starke Phalanx an Unterstützern gefunden zu haben sei ein unglaublicher Erfolg, schreibt er. Um so unverständlicher dagegen, dass damit nichts auszurichten sei. Am 25 Oktober traf er EU-Kommissar Oettinger zu einem Gespräch in Straßburg. Am 11. November sprach er mit Staatssekretär Peter Bleser vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft. Und am 16. November schließlich fand das Gespräch mit Direktor Fano von der EU-Kommission auf Initiative von Minister Peter Hauk statt.

Die Fronten scheinen klar: Deutsche Bundes- und Landesbehörden verweisen – trotz des Einsatzes mehrerer Abgeordneter für eine befristet höhere Kupfergrenze – auf die Drei-Kilo-Grenze und die Ausnahmeregelung für bis zu vier Kilogramm. Mehr sei aus Umweltgründen nicht drin, auch würden Verbraucher keinen erhöhten Kupfereinsatz wünschen. Dass die EU sechs Kilo Kupfer je Hektar gestattet und dies auch in Nachbarländern so praktiziert wird, spielt dabei keine Rolle. Die Kupfer-regelung wäre die schnellste und einfachste Methode, um 2017 für ähnliche Witterungsverhältnisse gerüstet zu sein.

Beim Kaliumphosphonat ist es die EU-Kommission in Brüssel, die jede Möglichkeit blockiert, das Mittel im Bioweinbau einsetzen – sei es auch nur regional oder in Notsituationen.

Kaliumphosphonat habe sich als für Mensch und Umwelt unbedenklich erwiesen, betont der ECOVIN-Bundesverband in einem Positionspapier. Mit der Einstufung als Pflanzenschutzmittel muss es jetzt vor einer möglichen Wieder-Zulassung für den Bioweinbau erst ein komplexes Listungsverfahren durchlaufen. Und das dauert.

Jahre wie 2016 stellen Biowinzer auf eine harte Probe: Existenzbedrohend sei die Situation nicht nur in Baden sondern in allen Anbaugebieten gewesen, so Köpfer. Für eine Anhebung der Kupfergrenze sieht der Bioweinbau-Experte keine Chance. Und an der Zulassung des Kaliumphosphonats durch die EU hätten zumindest die Südländer in der Gemeinschaft kein Interesse, ist sein Eindruck: Dort ist der Pilzdruck klimabedingt nicht so hoch wie in Deutschland.

Auch seine Erwartungen an die wissenschaftliche Tagung Anfang 2017 zum Thema Kalium-phosphonat sind nicht besonders hoch, nachdem das Mittel bereits über lange Jahre entwickelt und erforscht wurde. Ersatzmittel, die von Behördenseite vorgeschlagen werden, hätten sich in der Bioweinbau-Praxis als unzureichend erwiesen.

Katastrophal ist diese Situation nach Köpfers Ansicht aus zweierlei Gründen: Zum Einen werde es keine weitere Entwicklung im Bioweinbau geben, so lange sich diese Vorgaben nicht ändern. Nach der Erfolgsgeschichte des Bio-Anbaus wäre das ein harter Schlag, für die Verbände, aber auch für die Politik, die den Bio-Anbau fördert.

Zum anderen stünden die Biowinzer nach einer vergleichbaren Vegetationsperiode 2017 mit dem Rücken zur Wand. Die „Aussetzung” des Bioweinbaus in einem Jahr mit dem Durchlaufen der dreijährigen Umstellungsfrist zum Bioweinbau im Anschluss sei für die Biobetriebe keine praktikable Lösung.

Auf einer Klausurtagung des ECOVIN-Bundesverbands haben die Biowinzer deswegen jetzt nach einem neuen Umgang mit dem Mittel Kaliumphosphonat und der EU-Verordnung gesucht. Ein Ziel ist es, nach einem neuen, einem zweiten Standard zu suchen, der sich an die bisherige Bio-Klassifizierung der ECOVIN-Erzeuger anlehnt und dennoch die Verwendung von Kaliumphosphonat erlaubt: „Das wäre ein zweiter Level, zusätzlich zu unserem Bio-Standard”, berichtet Paulin Köpfer. „Wir dürften es nicht mehr „bio” nennen und wir müssten es dem Verbraucher sehr genau erklären”.

In schwierigen Jahren könnten Produkte mit diesem anderen Standard die Existenz der Biowinzer sichern. Und weil in diesem Jahr alle Weinbaugebiete von der Problematik betroffen waren, ist die Unterstützung für diese Pläne groß. „Wenn die EU-Standards nicht angepasst werden, kommen wir nur so aus dieser Notsituation heraus,” erklärt Köpfer.

Aus seiner Sicht lässt sich derzeit noch kein halbwegs realistisches Szenario für 2017 entwerfen: „Die bestehenden Regelungen verhindern eher den Bioweinbau”, urteilt er. Und der Verband könne den Biowinzern kaum helfen: Die wirtschaftliche Verantwortung trage schließlich jeder Erzeuger für seinen Betrieb selbst.

Bioweinbau in Baden: Vorbereitung der Weinabfüllung

Biowinzer Günter Kaufmann vom Bioweingut Kaufmann in Efringen-Kirchen zeigt, welche Arbeiten für das Vorbereiten der Weinabfüllung nötig sind. Zu der erstaunlich langen Vorbereitungszeit gehören neben der gründlichen Planung auch ein umfangreicher Einkauf und diverse Arbeiten im Keller.

Ebenfalls erstaunlich für all diejenigen, die mit den Kellerarbeiten nicht so vertraut sind: Gefüllt wird nicht nur einmal im Jahr nach der neuen Weinlese. Es gibt verschiedene Abfüll-Termine, je nach Rebsorte und der Lagerung im Holz- oder Edelstahlfass.

Bioweinbau in Baden: Minimalschnitt

Die ECOVIN-Winzer in Baden wollen und müssen innovativ sein: Der Verzicht auf chemisch-synthetische Spritz- und Düngemittel erfordert, neue Wege zu gehen. Auch bei der „Erziehung” der Reben machen einige Biowinzer – von Forschern begleitet – Versuche, der natürlichen Wuchsform der Rebe mehr entgegen zu kommen – mit erstaunlichen Ergebnisse.

Thomas Harteneck vom Weingut Harteneck in Schliengen im Markgräflerland berichtet über seine Versuche mit dem Minimalschnitt im Spalier, einer Alternative zu der in Baden weit verbreiteten Flachbogen-Erziehung.

Auch die badischen Rotwein-Trauben zeigen Reife

Dunkle Trauben sind das bevorzugte Ziel der Kirschessigfliege.

Dunkle Trauben sind das bevorzugte Ziel der Kirschessigfliege.

Die Biowinzer in Baden haben anstrengende Wochen und Monate hinter sich: Wegen der häufigen Niederschläge, die längere Trockenphasen nicht möglich machten, breitete sich der Falsche Mehltau (Peronospora) relativ schnell aus. Die Folge war, dass die umweltfreundlichen Spritzmittel der Biowinzer noch häufiger ausgebracht wurden als bisher.

Die nächste Sorge der Biowinzer galt der Kirschessigfliege, die vor allem dunkle, reife Beeren befällt. Aber hier scheint die Gefahr zumindest geringer zu sein als in den Vorjahren. Doch auch dieser Situation können die Biowinzer nur mit erhöhtem Aufwand begegnen.

Die Ratschläge der Fachleute, wie man der Ausbreitung der Kirschessigfliege am besten ohne den Einsatz von Spritzmitteln begegnet:

– Begrünung kurz halten
– Unterstock frei halten
- Entblätterung der Traubenzone bei gefährdeten Rebsorte
- Abhärtung der Trauben mit z.B. Wasserglas in der letzten Spritzung
- Schäden an den Beeren vermeiden
– rechtzeitig und vollständig ernten

Da die Kirschessigfliege vorrangig dunkle Beeren befällt und auch im Obstbau verbreitet ist, lautet ein weiterer Ratschlag, Pflanzen wie Brombeersträucher möglichst aus der Nähe der Weinberge zu entfernen.

Bioweine aus der WG Wolfenweiler – ein Porträt

Immer mehr Winzergenossenschaften haben Mitglieder, die Trauben für Weine nach biologischen Richtlinien erzeugen. Zwar vermarkten nicht alle Winzergenossenschaften die Weine aus diesen Trauben auch als Bioweine, weil der Aufwand für eine lückenlose Produktion nach Bio-Kriterien nicht unerheblich ist.

Die WG Wolfenweiler hat mit Albert Schelb einen Biowein-Erzeuger, dessen Trauben auch zu Bioweinen ausgebaut und erfolgreich vermarktet werden. Albert Schelb ist Biowinzer und Landwirt, ECOVIN- und Bioland-Mitglied.

Haltingers Öko: Info vom Biowinzer

Die Bioweine der Haltinger Winzer stehen im Mittelpunkt der morgigen Veranstaltung: Haltingers Öko. Sie beginnt am Dienstag, 22. Mai 2012, um 17.30 Uhr. Es gibt Infos vom Haltinger ECOVIN-Winzer Hansjörg Sprich über die Besonderheiten des ökologischen Weinbaus und anschließend eine Weinprobe mit Vesper.
9,00 EURO/pro Person (Anmeldung erbeten unter Tel. 07621-62449)