Internationaler PIWI-Weinpreis 2015: 8 Sieger von ECOVIN Baden

Der Internationale PIWI Weinpreis 2015 war nach Auskunft des Veranstalters Weinsystem der Erfolgreichste aller Zeiten. Bei einer Rekordbeteiligung von 120 Winzern mit 272 gemeldeten PIWI-Weinen aus 12 Ländern konnte die unabhängige Jury 231 Weine mit einer Medaille auszeichnen.

Die Siegerliste ist jetzt online unter http://www.piwi-international.de/de/ergebnisse-2015.html.

Von ECOVIN Baden konnten gleich acht Betriebe zahlreiche Auszeichnungen mit nach Hause nehmen, hier die Medaillen:

– Hofgut Sonnenschein: 1 Gold, 2 Silber
– Weingut Andreas Dilger: 2 Gold, 3 Silber
– Weingut Mißbach: 1 Gold
– Staatsweingut Freiburg: 2 Gold, 1 Silber
– Weingut Kaufmann: 2 Silber
– Weingut Köpfer: 2 Gold
– Weingut Ruesch: 1 Gold, 4 Silber, 1 Empfehlung
– Weingut Zähringer: 1 Silber

ECOVIN Baden auf der Plaza Culinaria vom 6. bis 8.11.2015

Vom 6. bis 8. November findet auf dem Freiburger Messegelände wieder die Genussmesse Plaza Culinaria statt. Mit dabei sind in diesem Jahr gleich 6 Mitgliedsbetriebe von ECOVIN Baden, die ihre Weine präsentieren: Die Weingüter Abril, Andreas Dilger, Hubert Lay und Zähringer sind ebenso dort vertreten wie der Badische Winzerkeller und das Staatliche Weinbauinstitut Freiburg.

Geöffnet ist die Messe am Freitag, 6. November von 14 bis 23 Uhr, Samstag, 7. November von 10-23 Uhr und am Sonntag, 8. November von 10 bis 20 Uhr. Der Eintritt beträgt an der Tageskasse 12 Euro, im Vorverkauf und ermäßigt 9 Euro.

„Das könnte 2015 große Weine geben…”

Herbstaussichten der badischen ECOVIN-Winzer 2015 – Ein außergewöhnlicher Sommer beschert den Biowinzern reife und gesunde Trauben

Freiburg. Der Sommer war außergewöhnlich, nicht nur für die ECOVIN-Winzer in Baden: heiß und trocken, zumindest ab dem Siebenschläfertermin 27. Juni. Paulin Köpfer, der Vorsitzende von ECOVIN Baden, ist kurz vor dem Beginn der Hauptlese am 14. September optimistisch, was den neuen Jahrgang betrifft. Die Trockenheit habe den Reben fast nirgendwo geschadet, Probleme mit Pilzkrankheiten oder der Kirschessigfliege gibt es ebenfalls nicht. Sein Fazit: Kein Jahrgang mit der großen Menge, dafür aber mit viel Potenzial für beste Qualität.

„Die Trauben hängen schön und sie sind gesund”, fasst Köpfer zusammen, was er auch von seinen Kollegen aus dem Markgräflerland, vom Kaiserstuhl und aus dem Breisgau erfahren hat. Nach der anhaltend guten Wetterlage sind die Reben dem durchschnittlichen Entwicklungsstand der vergangenen Jahre rund 14 Tage voraus. Doch je nach Standort, so berichtet Thomas Harteneck aus Schliengen, gebe es noch große Unterschiede hinsichtlich Ertrag und Reife. Ausschlaggebend dafür seien der Zustand der Anlagen und die Wasserversorgung.

Einen rund 25 Prozent geringeren Ertrag in diesem Jahr erwartet Rolf Mißbach in Ebringen: Die Trockenheit habe zu kleineren Beeren geführt. Das gilt generell für junge Anlagen und für Betriebe in Nordbaden. Wo nach langer Trockenheit Niederschläge auftraten, kam es stellenweise auch zum Aufplatzen der Beeren. Am Kaiserstuhl sorgte lokal begrenzter Hagel teilweise für geringere Erträge. Für ganz Baden gesehen aber, so Köpfer, halten sich die Beeinträchtigungen in sehr engen Grenzen.

Generell seien die Reifeunterschiede zwischen den einzelnen Rebsorten nach Köpfers Worten in diesem Jahr eher gering. Das bedeutet, dass mit Einsetzen der optimalen physiologischen Reife sehr zügig gelesen werden muss, weil viele Sorten fast gleichzeitig reif sein werden. Die ECOVIN-Mitglieder wollen das Aromapotenzial dieses besonderen Jahrgangs voll ausschöpfen und eine späte Lese vermeiden, damit die Alkoholwerte nicht wie 2003 über das normale Maß ansteigen.

Aus dem Breisgau berichtet Johannes Hügle von besten Aussichten für Rotweine: Die Durchfärbung sei bereits erreicht, die jetzt noch kommenden kühleren Tage können sich nur positiv auswirken. Fazit des Biowinzers und Weinbau-Beraters: „Das könnte in diesem Jahr ganz große Weine geben.” Diese Ansicht teilen auch seine Kollegen. Sie schwanken zwischen zurückhaltendem Optimismus (Mißbach: „Noch ist alles offen”) und Begeisterung (Thomas Harteneck: „Wir werden in diesem Jahr sowohl schlanke, fruchtige Weine als auch kräftige Weine mit großem Potenzial gewinnen können.”)

Im Moment haben die Biowinzer fast Wunschbedingungen, so Köpfer: „Kühl und sonnig und windig ist ideal, auch weitere Niederschläge sind kein Problem”. Schon jetzt seien die Trauben je nach Rebsorte außergewöhnlich reif. Den Lesebeginn für Müller-Thurgau und frühe Sorten erwartet er für den 7. September, den Beginn der Hauptlese für den 14. September. Dann sei das Geschick der Winzer gefragt, um das Möglichkeiten, die dieser außergewöhnliche Jahrgang biete, optimal auszureizen.

Schmidt-Weine beim Int. Grauburgunderpreis 2015 ausgezeichnet

In dem bedeutendsten internationalen Preis der Region landete der 2013 Grauburgunder Herzstück trocken aus dem Weingut Schmidt in Eichstetten auf dem dritten Platz in der Kategorie 3, der Klasse der Premiumweine.
„Der 2013 Grauburgunder Herzstück trocken wurde spontan mit einer Gärdauer von einem halben Jahr im Barrique vergoren und überzeugt mit seiner Fülle und Komplexität”, berichtet Martin Schmidt.

Piwi-Weinpreis: Urkundenübergabe am 5. Juli

Am 5. Juli findet um 14 Uhr im Frankfurter Hof in Mainz die Urkundenübergabe des PIWI-Weinpreises statt. Bislang waren hier die badischen ECOVIN-Erzeuger mit ihren Bioweinen stets stark vertreten. Wer sich einen Überblick über die besten PIWI-Weine verschaffen will, kann für 10 Euro an der Verkostung teilnehmen. Auch badischen Bioweine werden dort voraussichtlich wieder stark vertreten sein.

PIWI International rpäsentiert zusammen mit ECOVIN die Gewinner der Prämierung bei einer offiziellen Urkundenübergabe mit anschließender Verkostung im Rahmen des 38. Weltkongresses für Rebe und Wein in Mainz. Die Veranstaltung wird von der Deutschen Weinkönigin Janina Huhn moderiert. Erwartet werden Gewinner aus insgesamt 9 Ländern – darunter auch Winzer aus Schweden, Ungarn und den Niederlanden. Diese werden nicht nur bei der Urkundenvergabe durch die rheinland-pfälzische Staatsministerin Ulrike Höfken sowie die hessische Staatssekretärin Dr. Beatrix Tappeser und den Leiter des baden-württembergischen Referats für Garten-, Obst- und Weinbau Dr. Konrad Rühl geehrt – ihre Siegerweine stehen im Anschluss auch zur offenen Verkostung bereit.

Insgesamt 234 PIWI-Weine aus elf Herkunftsländern wurden zum vierten Internationalen PIWI Weinpreis im November 2014 eingereicht. Neben der deutlich angestiegenen Sortenvielfalt, stellte PAR®-Verkostungsleiter Martin Darting einen beachtlichen Qualitätszuwachs bei den Sorten Cabernet Cortis, Solaris und Johanniter fest, die er auf einer Ebene mit bekannten Burgundertypen sieht.

Die pilzwiderstandsfähigen Rebsorten, kurz PIWIs, gelten als besonders wirtschaftlich, da sie es dank ihrer Resistenz gegen den Falschen und den Echten Mehltau erlauben, weitestgehend auf Pflanzenschutzmittel zu verzichten. Diese Eigenschaft spart dem Winzer nicht nur Zeit und Geld, sie hat auch für das Ökosystem Weinberg einen positiven Effekt. Nicht zuletzt ersparen die PIWIs den empfindlichen Weinbergsböden zusätzliche Traktorfahrten, was einen wichtigen Beitrag zu deren Schutz und Erhaltung leistet. Zu den pilzwiderstandsfähigen Rebsorten zählen bekannte Vertreter wie Solaris, Johanniter, Regent und Cabernet Blanc, aber auch zahlreiche unbekanntere Sorten wie Staufer, Rondo, Souvignier und Baco Noir. Der Internationale PIWI Weinpreis hat seit seiner Gründung im Jahr 2011 maßgeblich zur Steigerung des Bekanntheitsgrades dieser bemerkenswerten Reben beigetragen.

Der reguläre Eintrittspreis zur Verkostung beträgt 10 Euro pro Person.

Weinprämierung in Freiburg: Die Besten Badischen Bioweine Baden-Württemberg 2015

Rund sechs Stunden lang wurde intensiv verkostet, verglichen, diskutiert: Die fachkundige Jury der Biowein-Prämierung traf sich im Freiburger Weinbauinstitut und probierte rund 250 Weine. Dann standen die 26 Siegerweine fest, die am 16. Main in Freiburg auf dem Kartoffelmarkt vorgestellt werden.

Minister Alexander Bonde wird gegen 10.45 Uhr zur Eröffnung des 2. Öko-Aktionstages die Urkunden an 16 Bio-Betriebe aus Baden und Württemberg verleihen.

Beim 2. Öko-Aktionstag in Freiburg werden auch die Siegerweine vorgestellt

Plakat zum 2. Öko-Aktionstag in Freiburg am 16. Mai 2015

Plakat zum 2. Öko-Aktionstag in Freiburg am 16. Mai 2015

Bio- und Genussthemen im Fokus: Die Besten Bioweine Baden-Württemberg 2015

Eine Bühne für Bio-Produkte und Informationen bietet der zweite Öko-Aktionstag in Baden-Württemberg, der am 16. Mai 2015 von 10 bis 17 Uhr auf dem Freiburger Kartoffelmarkt stattfindet. Den Auftakt bilden die Begrüßung der Besucher durch Freiburgs Bürgermeisterin Gerda Stuchlik und dem Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz Alexander Bonde, die zusammen die Besten Bioweine Baden-Württemberg 2015 auszeichnen werden.

Der Öko-Aktionstag fand im vergangenen Jahr erstmals in Stuttgart statt und stieß dort auf großes Interesse. Veranstaltet von der MBW (Marketinggesellschaft Baden-Württemberg) und den Verbänden des Öko-Landbaus rückt der Öko-Aktionstag Bio-Produkte in den Blickpunkt. 20 Teilnehmer aus Baden-Württemberg laden unter dem Motto „Bunte Vielfalt aus dem Südwesten mit allen Sinnen erleben“ zum Schmecken, Riechen, Erleben und Verweilen ein.

An 20 Ständen von Herstellern und Vermarktern ökologischer Lebensmittel sowie Verbänden und Einrichtungen rund um die Bühne gibt es Informationen über die Arbeit und Besonderheiten des Bio-Anbaus. Ziel der Veranstaltung ist die Information über den ökologischen Landbau in Baden-Württemberg und über das Bio-Zeichen Baden-Württemberg.

Natürlich kann man Bio-Produkte an diesem Tag auch genießerisch kennen lernen: Verköstigen können sich Besucher in Bio-Qualität mit Bratwurst, Bier, Wein, Limo oder Kaffee. Drei Mal wird Adelheid Andruschkewitsch vom Bioland-Restaurant Rose auf der Bühne leckere Bio-Gerichte kochen, mit denen die Gäste das Motto „Schmeck den Süden. Baden-Württemberg“ erleben und probieren können.

Auf einer Spielstraße haben Kinder die Gelegenheit, in die Rolle von Bio-Landwirtinnen und -Land-wirten zu schlüpfen. An den Mitmachstationen erfahren sie zum Beispiel, welches Bio-Getreide auf dem Acker wächst, wie Bio-Mehl gemahlen wird oder wie man eine Kuh melkt.

Mit zahlreichen Interviews von Ausstellerinnen und Ausstellern wird viel Wissenswertes über die Besonderheiten des Bio-Landbaus und die Vorzüge biologisch erzeugter Lebensmittel vermittelt. Für musikalische Unterhaltung sorgen die Musiker Anselm Nadj und Steffen Münster.

Einen besonderen Platz haben die Besten Bioweine Baden-Württemberg, die zum Auftakt vorgestellt werden: Rund 300 Bioweine aus etwa 50 Betrieben werden Anfang Mai durch eine unabhängige Fachjury prämiert. Paulin Köpfer, der Vorsitzende von ECOVIN Baden und Initiator der Verkostung, freut sich über die rege Beteiligung von Bio-Betrieben aus Baden und Württemberg – in der Weinszene eine bislang eher ungewöhnliche Kooperation, die Betriebe von ECOVIN, Bioland, Demeter und Naturland umfasst.

Prämiert werden die Weine nach ihrer Eignung als Begleiter zu den Speisen eines Menüs in fünf Kategorien plus einer Sonderkategorie für Weine aus pilzwiderstandsfähigen Rebsorten (Piwi-Weine). Zu erwarten sind junge, frische Weißweinen des Jahrgangs 2014, in dem der Gutedel, aber auch bei die Burgundersorten gute Qualitäten erreichten. Hinzu kommen Weine älterer Jahrgänge vor allem bei Rotweinen und Dessert-Weinen, sowie Sekte und Seccos.

Die Siegerweine können pauschal für fünf Euro Gebühr verkostet werden, andere Bioweine werden am Info-Zelt von ECOVIN Baden glasweise verkauft. Dort erhalten auch die Jungwinzer des Verbands die Möglichkeit, sich und ihre Bioweine vorzustellen.

Das Plakat zum 2. Öko-Aktionstag in Freiburg finden Sie hier als PDF:
http://www.ecovin-baden.de/pdf/Plakat_Oekoaktionstag_2015_kl.pdf

Fotos vom 1. Öko-Aktionstag in Stuttgart 2014 können Sie auf der ECOVIN-Baden Website herunterladen (54 MB)

Wetter-Kapriolen: auch 2015

Das neue Jahr beginnt in Baden, wie das alte geendet hatte: viel zu warm. Während auf den Schwarzwaldhöhen noch gelegentlich weiße Flecken beobachtet werden können, hat die Temperatur heute in der Rheinebene bei strahlendem Sonnenschein bereits zweistelliger Werte erreicht. Und auch in der kommenden Woche soll es ein weiteres Mal zweistellig bleiben.

Vielerorts sind die Reben geschnitten, noch immer zeigt sich die Vegetation in Baden an vielen Stellen ziemlich grün. Die Biowinzer in baden sehen die – eigentlich angenehm milde Witterung – nicht ganz so gerne: Die Reben verlangen eher nach einer „richtigen“ Vegetationspause mit niedrigeren Temperaturen.