Jahresbericht der Bioweinbau-Berater

Matthias Wolff und seine Mitarbeiter beim Beratungsdienst Ökologischer Weinbau am Freiburger Weinbauinstitut haben jetzt ihren Jahresbericht 2012 vorgestellt. Die Zahl der Mitglieder hat demnach leicht abgenommen von 215 auf 198 Mitglieder. Außerdem wird akribisch aufgelistet, was welcher Berater mit welchem Zeitaufwand geleistet hat.

Auch wenn sich die Arbeiten ziemlich gleichmäßig auf verschiedene Schultern verteilen, sind doch Arbeitsschwerpunkte erkennbar: Bei Matthias Wolff stehen mit einem Anteil von 26 Prozent der Arbeitzeits die Gruppenberatungen / Begehungsrunden im Vordergrund. Bei Johannes Hügle sind es die Betriebsbesuche inklusive Gruppenberatung und Weiterbildungen / Fortbildungen. Und bei Michael Baumann nehmen Gruppenveranstaltungen /Exkusrionen den meisten Raum ein.

Aufgelistet sind auch die Fortbildungen, die die Berater selbst genutzt haben, von Fragen des Ökoweinbaus bis hin zum Coaching.

Aus dem abschließenden Punkt Schwerpunkte und Ausblick:

Schwerpunkt der Beratung wird weiterhin die Gruppenberatung in Form von Rebbe- gehungen sein. Die Zahl der Gruppen wird auf 23 erhöht werden. Bei den vielen Neumitgliedern (Umstellungsbetriebe) wird die eine oder andere Zusatzberatung vor Ort nötig sein werden.
Einzelbetriebsberatung wird sich weiterhin auf Umstellungsberatung konzentrieren und auf die Probleme in der Kellerwirtschaft, Pflanzenschutz und Pflanzenernäh- rung.

Ökoweine bei der Plaza Culinaria

Plaza Culinaria 2012

Auch bei der diesjährigen Plaza Culinaria, die vom 9. bis 11. November 2012 auf der Messe Freiburg stattfindet, werden wieder biologische Weinerzeuger dabei sein. Aus den Reihen der Mitglieder von ECOVIN Baden sind auf der Messe vertreten

  • der Badische Winzerkeller
  • das Weingut Andreas Dilger
  • das Weingut Hubert Lay und
  • das Staatsweingut Freiburg.

Die Öffnungszeiten, Eintrittspreise sowie weitere Infos zum Rahmenprogramm gibts auf der Website der Plaza Culinaria.

Ein sehr schwieriges Jahr mit besten qualitativen Ergebnissen

Ein eher wechselhaftes Frühjahr und kühl-feuchter Frühsommer brachten gleich zu Beginn der Vegetation einige Herausforderungen. Knapp einer Spätfrostkatastrophe am 18. Mai entgangen fiel die Blüte der Reben ab Anfang Juni in eine weitere feuchte Phase. Ein entsprechend schlechter Fruchtansatz (Verrieselung) war nur eine Folge, denn diese Witterung führte gleichzeitig zu einem bisher nie erlebten Druck von Pilzkrankheiten. Weitere
Ertragsschäden durch falschen Mehltau waren auch bei sorgfältiger Arbeit nicht in allen Lagen und Sorte zu vermeiden. Zuletzt haben Hagelschläge am 24. Mai am östlichen Kaiserstuhl sowie am 30. Juni und 29. August fast im
gesamten Markgräflerland massive bis teilweise 100%ige Verluste hinterlassen.

Die sonnig-heiße Witterung im August sorgte für eine sehr gute Entwicklung der Reben und insbesondere vor dem Hintergrund der geringeren Erträge zu eine hervorragenden Reife der Trauben.

„Ausgezeichnet aber wenig”, fasst Jürgen Güntert vom Weingut Abril am Kaiserstuhl zusammen. Die Lese der hochreifen gesunden Trauben mit tollem Aromenspektrum bei den weißen und perfekter Durchfärbung bei den roten
Sorten, mache richtig Spaß.

Von einer optimalen Reife bei moderaten Mengen spricht auch Johannes Hügle vom Weingut Gallushof aus dem Bereich Breisgau. Er freut sich vor allem über das ausgewogene Verhältnis von Zucker und Säure. Ausgezeichnete Ergebnisse
erwartet er besonders bei Chardonnay und Spätburgunder, von denen er sich eine wunderbare Fruchtigkeit im Wein verspricht.

Weniger erfreulich sind die Ergebnisse in den Hagelgebieten des Markgräflerlandes. „Problematisch ist nicht nur der Ertragsverlust sondern auch die verstärkte Fäulnis der Trauben nach dem Hagelschlag Ende August” erläutert Fabian Zähringer vom gleichnamigen Weingut in Heitersheim. Dies erhöhe massiv den Aufwand für die Traubenlese. Gleichwohl seien die Qualitätserwartungen sehr hoch: die Weißweine versprechen feine Frucht, bei den Rotweinen ist es vor allem die Harmonie, die sich jetzt schon in ersten Partien zeigt.

In Nordbaden ist durch lange Trockenheit im August und September die Ertragsmenge begrenzt, dafür ist die Begeisterung über die Ausreife und das Aromenpotenzial sehr hoch.

Weinlese bei bestem Herbstwetter

Weinlese

Bei schönstem Herbstwetter holten heute zahlreiche Winzer und Biowinzer ihre Trauben. Fast überall ist die Stimmung entspannt und gelöst. Nach teilweise schwierigem Witterungsverlauf scheinen doch fast alle zufrieden mit dem, was nun in den Steigen und Bottichen landet – auch wenn der Ertrag deutlich geringer ist, als im Vorjahr.

Weinlese

Weinlese in Baden

Weinlese in Baden

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Die Weinlese in Baden ist im vollen Gange. Viele Betriebe haben bereits am 10. September mit der Lese der Trauben für Federweißen begonnen, allmählich rücken auch die frühen weißen Rebsorten ins Blickfeld. Mit der Lese der Spätburgundertrauben wird voraussichtlich erst Ende September / Anfang Oktober begonnen werden.

Ernteaussichten für den Jahrgang 2012 im Markgräflerland

Die Aufnahme entstand am Mittwoch, dem 29. August 2012 – dem gleichen Tag, an dem das Markgräflerland von einem heftigen Unwetter mit schwerem Hagel heimgesucht wurde. Seither hat sich die Situation in manchen Bereichen verändert, auch wenn der äußerste Südwesten des Landes nicht so stark betroffen ist, wie andere Teile des Markgräflerlandes.

Int. Bioweinpreis: Medaillen für badische ECOVIN-Winzer

Int. Bioweinpreis 2012

Zahlreiche Medaillen gab es für die badischen ECOVIN-Erzeuger beim diesjährigen Int. Bioweinpreis: Acht Betriebe erhielten 9 Goldmedaillen, 20 Silbermedaillen und 8 Empfehlungen.

Am erfolgreichsten war der Betrieb von Gerd Köpfer in Staufen / Markgräflerland: er erhielt 3 x Gold, 5 x Silber, 2 Empfehlungen. Mehrfach ausgezeichnet wurden auch die Betriebe Mißbach (3 x Gold, 2 x Silber), Bürgin (2 x Gold, 4 x Silber), Zähringer (1 x Gold, 5 x Silber), Burgunderhof (1 x Gold, 3 Empfehlungen), sowie der Badische Winzerkeller (2 x Silber, 1 Empfehlung), das Staatsweingut Freiburg (1 x Silber, 2 Empfehlungen) und Harteneck (1 x Silber).

„Ein guter Jahrgang“, so nannten es die ausgebildeten Verkoster laut Pressemittelung des Veranstalters WINE Systems. Insgesamt 17 Mal vergaben sie jetzt die Bestnote „Großes Gold“. Mehr als jeder vierte Wein wurde zudem für Gold-würdig befunden. Im Vergleich zum Vorjahr lag die durchschnittliche Bewertung auf der 100-Punkteskala deutlich höher.
429 Medaillen oder Empfehlungen bei 505 angestellten Weinen gab es, 51 Weine dagegen schafften es gar nicht erst in die Punktewertung. Mehr als 100 Erzeuger und Händler hatten ihre Produkte eingesandt.

Alle Ergebnisse und Profile können auf der Website des Wettbewerbs www.bioweinpreis.de eingesehen werden.