Flammkuchen oder Badischer Rahmkuchen

Flammkuchen oder Rahmkuchen

Der elsässische Flammkuchen hat es zu internationaler Bekanntheit gebracht. Aber natürlich gibt es diesseits des Rheins die badische Variante des beliebten Klassikers: den Rahmkuchen. In den Straußwirtschaften der badischen Biowinzer sind diese flachen, salzigen Kuchen, die ganz frisch und heiß aus dem Ofen verzehrt werden, die Favoriten.

Gute Flammkuchen selbst zu machen – auch aus biologischen Zutaten – ist nicht schwer. Der Trick ist ein guter Hefeteig und ein sehr, sehr heißer Ofen.

Hier die Kurzanleitung:
Hefeteig aus 600 g Mehl und einem halben Würfel Hefe (es geht auch Trockenhefe und / oder Pizzamehl) anrühren. Mit etwas Salz, Öl und 300 g Wasser verrühren, an einem warmen Ort gehen lassen (45 Minuten). Danach auswellen, auf ein Backblech legen (reicht für 2 Bleche) und noch mal 30 Minuten gehen lassen.

1 große Zwiebel ganz klein Würfeln, Speckwürfel (rund 300 g) bereit stellen und Reibekäse. 1 Becher Schmand (250 g) und 1 Becher Creme fraiche (150 g) verrühren, mit Salz und Pfeffer abschmeckern. Der Rahm kommt dünn auf den ausgewellten Teig, dann wahlweise kombiniert eine, zwei oder alle Zutaten, also Zwiebeln, Speck und Käse. Braucht im Ofen rund 10 Minuten, ich verzichte auf Umluft und nehme die höchste Temperaturstufe (250 Grad), gut vorgeheizt.

Dazu ein leckerer trockener badischer Bio-Weißwein – Gutedel, Riesling, Müller-Thurgau.

Erster Internationaler PIWI-Weinpreis 2011

Erster Int. Piwi-Weinpreis

Spätestens jetzt müssen sich Biowinzer sputen, die sich noch nicht angemeldet haben: Der Erste Internationale PIWI-Weinpreis wird von der Wine Systems AG zusammen mit Piwi International und Ecovin am 3. und 4. Dezember in Bad Dürkheim in der Pfalz ausgerichtet, Anmeldeschluss ist der 17. November 2011. Weitere Informationen gibt es auch unter piwi.wsag.de.

Ziel des Wettbewerbes sei es, Weine aus den noch fremd klingenden Rebsorten wie Solaris, Johanniter, Cabernet Jura u.a. darzustellen und die jahrelange Arbeit der Rebzüchter und Winzer zu honorieren. Die Zahl der anbauenden Betriebe nehme ständig zu, weil weniger Pflanzenschutz ökologisch wie auch ökonomisch sinnvoll sei.

Dies ist auch der Grund dafür, warum die Piwi-Sorten vor allem für die Erzeugung von Bioweinen eingesetzt werden: Die Biowinzer verpflichten sich ja bekanntlich zum Verzicht auf chemisch-synthetische Spritz- und Düngemittel. Hier also sind die ökologischen Vorteile der pilzwiderstandsfähigen Rebsorten besonders wichtig.

Ungewöhnlicher Herbst…

Herbst 2011

Ein ungewöhnlicher Herbst, dies bescheinigte auch Paulin Köpfer, der Vorsitzende von ECOVIN Baden jetzt wieder in der abschließenden Herbst-Pressemitteilung. Noch immer sind Mitte Oktober die Reben in vollem Laub, das sich erst allmählich verfärbt. Trauben hängen nur noch ganz vereinzelt, derweil lauschen die Biowinzer ihrem neuen Wein, der im Keller vor sich hin blubbert…

Biowinzer sind zufrieden mit Ertrag und Qualität

Nach dem Abschluss einer besonderen Weinlese 2011 in Baden: ECOVIN-Erzeuger freuen sich über einen guten Herbst bei perfektem Wetter

FREIBURG. „Überaus ungewöhnlich”, so bezeichnet Paulin Köpfer den Biowein-Jahrgang 2011 in Baden: Die Mengen liegen über dem langjährigen Durchschnitt und weit über dem vergleichsweise geringen Vorjahresergebnis, berichtet der Vorsitzende von ECOVIN Baden. Zudem lassen die Qualitäten keine Wünsche offen. Zwar habe der Witterungsverlauf fast überall den Arbeitsaufwand deutlich erhöht, doch durch die fast überall vorgenommene Vorlese und einem Herbstwetter, das keine Eile nötig machte, ernteten die Biowinzer vollreife und gesunde Trauben.

Nach einem ungewöhnlichem Witterungsverlauf folgte eine ungewöhnlich frühe Lese mit durchweg guten Ergebnissen – von lokalen Beeinträchtigungen durch Frost oder Hagel abgesehen. Vom Markgräflerland über Kaiserstuhl und Breisgau bis in den Kraichgau freuen sich die ECOVIN-Winzer auf gute Weine des Jahrgangs 2011, die ab dem Frühjahr (Weißweine) oder Spätsommer 2012 (Rotweine) in den Verkauf gelangen.

Im Markgräflerland begann die Lese schon am 25. August, berichtet Paulin Köpfer. Extreme Wetterwechsel und Trauben mit Sonnenbrand gestalteten die Lese aufwändig, berichtet er. Auch die gerade bei Burgundersorten aufgetretene Fäulnis machte viel Sorgfalt bei den Vorlesen nötig. Aber jetzt stimmen nicht nur Qualität und Menge im Markgräflerland, wie er berichtet: „Gerade bei unseren Weinen im Weingut Zähringer passen auch die relativ geringen Säurewerte ideal zum Charakter unserer Weine.” Gegenüber dem Vorjahr erntete man hier in Heitersheim fast 50 Prozent mehr und liegt damit noch immer rund 10 Prozent über dem langjährigen Durchschnitt.

Der eher durchwachsene Sommer, wie ihn viele Verbraucher wahrgenommen hätten, spiele bei den Winzern keine so bedeutende Rolle, wie der prächtige Herbst: Die warme Hochdruckphase ab August bis in den Oktober erleichterte den Biowinzern nicht nur die Arbeit. Er „schenkte” ihnen mit jeder Woche vor der Lese auch weitere Oechslegrade ohne die Gefahr von Fäulnis und Verlusten.

Auch Richard Schmidt aus Eichstetten berichtet über den Kaiserstuhl von besten Bedingungen: Müller-Thurgau, Grau- und Weißburgunder hätten von der Witterung besonders profitiert. Glücklich ist der Biowinzer mit den Qualitäten, auch wenn man oft auf einen möglichen Ausbau von Spätleseweinen verzichtet habe: „Unsere Kundschaft schätzt vor allem gute Kabinettweine im mittleren Preissegment”, berichtet er. Erste Essigschäden seien durch kühlere Nächte rechtzeitig gebremst worden, durch arbeitsaufwändige Vorlesen erreichte man optimale Qualitäten.

Nach dem ersten Abstich zeigten sich seine Weine schon sehr reif, mit viel Frucht und ausgeglichen. Auch wenn die Säurewerte seien vergleichsweise niedrig sind, sieht Richard Schmidt keinen Handlungsbedarf: „Unsere Weine sind noch immer säurebetont”. Nach dem geringeren Ergebnis aus dem Vorjahr freut man sich hier über rund 20 Prozent Zuwachs und besonders auf die Qualitäten der Weißweine. Noch vor Weihnachten werden die ersten Weißweine gefüllt, da die Vorräte der kleineren Ernte 2010 bereits zur Neige gehen und Kunden nachfragen.

Im Breisgau, so berichtet Johannes Hügle vom Gallushof in Teningen-Heimbach, begann die Lese am 7. September, für den Breisgau immer noch sehr früh. Die Mengen seien mit einem Plus von etwa 30 Prozent gegenüber dem Vorjahr sehr gut, die Qualitäten reichen bis in den Spitzenbereich. Die Bedingungen bei der Lese bezeichnet er als eher etwas zu warm, die Moste wurden gekühlt, damit sie nicht sofort vergären. Auch hier gab es in den ganz frühen Lagen Essigschäden, die aber durch Vorlesen ausgeglichen wurden.

Johannes Hügle, der neben der Arbeit im Weingut auch als Berater für den Ökoweinbau tätig ist, freut sich in diesem Jahr besonders auf anspruchsvolle Weißweine wie Weißburgunder, Grauburgunder und Chardonnay. Auch bei ihm stimmen die Säurewerte noch und machen kein Eingreifen nötig.

Ein Wermutstropfen in einem ansonsten durchweg erfreulichen Herbstbericht taucht erst in Nordbaden auf: Ulrich Klumpp aus Bruchsal ist selbst zwar nicht betroffen, macht aber darauf aufmerksam, dass durch Frost- und Hagelschäden in Nordbaden, insbesondere Tauberfranken, bei einzelnen Kollegen teilweise Ernteausfälle von bis zu 100 Prozent auftreten.

In seinem Weingut im Kraichgau dagegen stimmen Qualität und Menge, die Lese 2011 betrachtet er als 100prozentig, nachdem 2010 die Menge um ein Drittel reduziert war. Auch hier machte Fäulnis in den Burgundersorten teilweise Vorlesen nötig, die dann aber qualitativ beste Ergebnisse hervorbrachte. Das schöne Herbstwetter genoss ein bestens aufgestelltes Leseteam, das nach ersten Vorlesen am 30 August ab 10. September voll im Einsatz war.

Er hat für den Jahrgang gleich zwei Favoriten und freut sich besonders auf den Auxerrois, der goldgelb und gesund geerntet werden konnte, und die Rotweinsorte St. Laurent, die schon jetzt eine tolle Frucht aufweise.

Weinlese 2011 in Baden ist abgeschlossen

Weinlese 2011 im Markgräflerland

Die Weinlese 2011 in Baden kann als abgeschlossen betrachtet werden. Sicher gibt es noch einige Nachzügler in einzelnen Lagen, aber der größte Teil der Trauben wurde bei prächtigem Herbstwetter gelesen und versetzte die badischen Biowinzer in große Zufriedenheit.

Impressionen der Weinlese 2011 kann man auf etlichen Websites der badischen ECOVIN-Erzeuger ansehen. Die Aufnahmen oben stammen von den Haltinger Winzern, die ebenfalls Bioweine anbieten und hier einen kurzen Bilder-Rückblick anbieten.

Ein ausführlicherer Rückblick auf die Weinlese der ECOVIN-Erzeuger in Baden folgt an dieser Stelle in Kürze.

Weinlese im „goldenen” September

Große Zufriedenheit über die Weinlese 2011

Alles spricht beim Thema Weinlese vom „goldenen Oktober”. In diesem Jahr ists wohl ein goldener September: Die Winzer zeigen sich sowohl mit dem Wetter als auch mit der Lese zufrieden, Menge und Qualität scheinen fast überall in Baden die Erwartungen zu erfüllen.

Ein guter Herbst in Baden

Weinlese 2011 in Baden

Weinlese 2011 in Baden

Nachdem die Weinlese nun schon in allen Gebieten Badens eine Zeit lang in vollem Gange ist, sind auch erste Urteile über den Jahrgang 2011 im Umlauf. Ohne irgendwelchen offiziellen Äußerungen vorgreifen zu wollen, zeigen sich die meisten Biowinzer in baden recht zufrieden.

Impressionen der Weinlese in Baden

Weinlese im Weingut Zähringer

Weinlese im Weingut Zähringer

In Baden ist die Weinlese in vollem Gange und allerorten sieht man zufriedene Gesichter: Sowohl die Menge als auch die Qualität der Trauben sorgt bei den Winzern für Zufriedenheit und weckt Erwartungen auf einen guten Herbst 2011.

Im Weingut Zähringer findet man ein Lese-Tagebuch, das traditionell von den Auszubildenden geführt wird, von dort stammt auch das obige Bild. Und auf bestebioweine.de gibt es ein weiteres Video mit Impressionen der Weinlese 2011, ebenfalls aus Baden.

In anderen Regionen stimmen die Berichte noch nicht so optimistisch, zumal dort der Witterungsverlauf des Jahres teilweise mit Frost und Hagel bereits frühzeitig die zu erwartenden Mengen reduziert hat.

ECOVIN: Ökologische Weinkultur Aktionstage 2011

Vom 15. September bis 15. Oktober finden im Rahmen des Projekts „Ökologische Weinkultur“ Aktionstage statt. Viele Weingüter öffnen dann ihre Weinberge, Betriebe und Keller für interessierte Besucher. Nicht nur ausgewiesene Weinkenner kommen so in den Genuss, ökologische Weinkultur mit ihren gebiets- und betriebsspezifischen Ausprägungen und Besonderheiten live kennen zu lernen.

Die am Projekt teilnehmenden Winzerbetriebe bieten ein breit gefächertes Erlebnisprogramm „von der Rebe bis ins Glas“. Alle Sinne werden angesprochen, natürlich auch und vor allem der Gaumen. Ob Straußwirtschaft, Weinbergswanderungen oder Aktionen rund um den Dürkheimer Wurstmarkt und zum Rotweinfest in Ingelheim – die Angebote reichen von der aktiven Teilnahme an der Weinlese über Hofführungen bis zur Degustation regionaltypischer und lagenspezifischer Weine in gemütlicher Runde.

Die Weinerzeugung im Einklang mit der Natur zu präsentieren, steht im Mittelpunkt der Aktionstage wie des gesamten Projekts „Ökologische Weinkultur“. Ökologisch arbeitende Winzerbetriebe gibt es in allen klassischen deutschen Weingebieten. Wein wird von ihnen nicht nur als traditionelles Kulturgut erhalten, sondern auch als Teil einer facettenreichen Lebenskultur erlebbar gemacht. Dies zu vermitteln gelingt am besten dort, wo die Reben wachsen und der Wein reift.

ECOVIN wurde 1985 als größter Zusammenschluss ökologisch arbeitender Weingüter in Deutschland gegründet. Rund 215 Mitgliedsbetriebe bewirtschaften derzeit 1.400 Hektar Rebfläche in 11 deutschen Anbaugebieten. Die Aktionstage sind Teil von „Ökologische Weinkultur“, einem von ECOVIN initiierten verbandsübergreifenden dreijährigen Projekt (2011-13).

Die Veranstaltungsreihe „Ökologische Weinkultur“ wird gefördert vom Bundesministerium für Ernährung, Landwirtschaft und Verbraucherschutz im Rahmen des Bundesprogramm Ökologischer Landbau und andere Formen nachhaltiger Landwirtschaft.

Quelle: Pressemitteilung Ecovin