Weihnachtsdegustation im Weingut Kaufmann am 26.11. und 3.12.2016

Weingut Kaufmann

An den beiden Samstagen 26. November und 3. Dezember finden die diesjährigen Weihnachtsdegustationen im Bioweingut Kaufmann statt. Von 13-21 Uhr können die Weine verkostet werden. Im Wein- und Probekeller kann man in gemütlicher Atmosphäre die Weine des Jahrgangs 2015 probieren.

Neu vorgestellt wird die 2015er Weißburgunder Spätlese und der 2015er Grauburgunder Maischegärung, dies ist eine traditionelle Ausbauart. Sohn Florian Kaufmann hat diese nun ausprobiert.

Im Hof wird das alte Brenngeschirr angeheizt und es werden „Tresterwürste“ zubereitet. Dies sind Bauemwürste, die im Trester heiß gemacht werden und dadurch ein besonderes Aroma bekommen. Außerdem gibt es Bauernbrot und Scharrwaie.

Piwi-Weinpreise 2016 für badische ECOVIN-Winzer

Piwi-Weinpreis

Gut abgeschnitten haben die badischen ECOVIN-Erzeuger bei der Prämierung des Internationalen Piwi-Weinpreises im November: Vier badische ECOVIN-Mitgliedsbetriebe erhielten 16 Auszeichnungen.

Besonders erfolgreich war das Hofgut Sonnenschein in Fischingen. Markus Bürgin erhielt neben dem Großen Gold in der Kategorie Weißwein in dieser Kategorie auch Gold und Silber. Bei den Rotweinen kam ein weitere Mal Gold hinzu, zweimal Silber. Das Staatsweingut Freiburg schnitt mit fünf Auszeichnungen ebenfalls sehr gut ab und erhielt zweimal Silber für Weißweine, je einmal für einen Rotweinen und einen Rosé.

Weitere Auszeichnungen gingen an das Weingut Dilger (Freiburg): Zweimal Gold und einmal Silber für Weißweine sowie je einmal Silber für einen Weißwein und einen Rosé. Das Weingut Zähringer (Heitersheim) erreichte bei den Weißweinen eine Goldmedaille.

Bei dem Qualitätswettbewerb für Weine aus pilzwiderstandsfähigen Reben wurden Ende Oktober mehr als 300 Weine aus 14 Ländern verkostet. Von den 308 eingereichten Weinen aus pilzwiderstandsfähigen Rebsorten wurden 15 mit Großes Gold, 105 mit Gold und 124 mit einer Silbermedaille prämiert. Besonders auffällig zeigte sich das hohe Qualitätsniveau der eingereichten Weißweine, sowohl im traditionellen Ausbau, als auch im modern-reduktiven.

Insgesamt wurden laut Pressemitteilung des Ausrichters Wine-System 105 der eingereichten PIWI-Weine mit Gold prämiert, weitere 124 mit Silber und 50 mit einer Empfehlung. Wie bereits im Vorjahr konnten nicht nur traditionsreiche Weinländer mit erstklassigen Qualitäten punkten; auch „Nordlichter“, wie Dänemark, Schweden, Belgien und die Niederlande sowie Polen waren wieder ganz oben dabei, berichtete Verkostungsleiter Martin Darting.

Auch sei 2016 deutlich ablesbar gewesen, dass die Erfahrungen der letzten Jahre bei vielen Erzeugern Früchte tragen.

Die pilzwiderstandsfähigen Rebsorten

Cabernet Jura, Regent, Solaris und Co. sind Rebsorten, denen im Weinbau großes Potential beigemessen wird, die beim Verbraucher aber immer noch recht unbekannt sind und oftmals mit Absatzschwierigkeiten zu kämpfen haben. Sie wurden als sogenannte PIWIs, pilzwiderstandsfähige Rebsorten, gezüchtet, um den beiden Pilzkrankheiten Peronospora und Oidium, auch Falscher und Echter Mehltau genannt, mit einem Minimum an Fungizid-Einsatz begegnen zu können. Auch als „starke Reben“ bezeichnet kommen sie weitgehend ohne Pflanzenschutz aus, was aus ökologischer und ökonomischer Sicht einen großen Gewinn darstellt. Besonders im aktuellen Weinjahr 2016, welches sich mit hohem Pilzbefall bei den konventionellen Rebsorten gezeigt hat, konnten die PIWI-Winzer deutlich entspannter und ökologischer im Weinberg agieren. Der Internationale PIWI Weinpreis trägt seit sechs Jahren zum Bekanntheitsgrad dieser Reben bei und zeigt, dass sie ebenso attraktive und qualitativ hochwertige Weine hervorbringen können, wie die gängigen Vertreter der Vitis Vinifera.

Bio-Weinlese 2016: Nur vorläufige Entwarnung

Erste Bilanz der badischen ECOVIN-Winzer 2016 fällt relativ gut aus – Nach extremer Witterung bleiben Forderungen der Bio-Winzer an die Politik

Freiburg. Nach den Katastrophenmeldungen der Biowinzer in diesem Sommer, hervorgerufen durch die anhaltende Nässe und eine rasche Ausbreitung der Pilzkrankheiten, brachten die warmen und trockenen Lese-Tage etwas Entspannung: Die Bioweinlese ist, was Qualität und Menge angeht, nicht so schlecht wie erwartet. Zurück bleiben dennoch verunsicherte Biowinzer, die sich von den Behörden allein gelassen fühlen.

„Was nach dem Sommer noch an den Rebstöcken hing, konnte sich zu gesunden und großen Trauben entwickeln”, freut sich Paulin Köpfer über die Kehrtwende. Nach der katastrophalen Ausbreitung der Pilzkrankheit falscher Mehltau (Peronospora) durch die zahlreichen Niederschläge gab es Ausfälle bis zu 100 Prozent in einzelnen Parzellen, berichtet der Vorsitzende des ECOVIN-Regionalverbands Baden. Das trockene und sonnige Herbstwetter sorgte dafür, dass die verbliebenen Trauben in ausreichender Menge und sehr guter Qualität gelesen werden konnten.

„Die Biowinzer haben häufig nicht mehr eine weitere Reifeentwicklung abgewartet”, berichtet Köpfer: Denn zu Beginn der Hauptlese Mitte September waren bereits relativ hohe Zuckergrade erreicht, auch die Säure und Relation der Inhaltsstoffe versprach bestens ausbalancierte Weine aus erfreulich gesunden Trauben. Dennoch sind die Winzer nicht zufrieden.

Was bleibt nach diesen turbulenten Wochen ist nicht nur ein mengenmäßiger Ausfall, der je nach Betrieb und Lage ganz unterschiedlich ausfällt. Es ist auch das Gefühl, von Behörden im Stich gelassen zu sein: Bewilligt wurde den ECOVIN-Winzern, die die freiwillige Verbandsregelung von drei Kilo Kupfer je Hektar anlässlich der besonderen Situation aufgegeben hatten, eine Obergrenze von „nur” vier Kilogramm. Die EU-Regelung sieht sechs Kilogramm vor, und diese Menge wird von den Kollegen in anderen Ländern auch ausgeschöpft.

Darüber hinaus wurde ein biologisch erprobtes und bewährtes Mittel, Kaliumphosphonat, für den Bio-Anbau wegen einer anderen Einstufung verboten: „Da haben wir zwar die Unterstützung einiger Politiker bekommen, die aber nichts ausrichten konnten”, beklagt Köpfer.

Zufrieden ist der badische ECOVIN-Vorsitzende, der auch Betriebsleiter in einem Markgräfler Weingut ist, mit der guten Zusammenarbeit in Krisenzeiten: „Es gab regelmäßige intensive Gespräche zwischen ECOVIN und Weinbau-Experten im Freiburger Weinbau-Institut”, berichtet er. Daraus hätten auch zahlreiche zeitnahe konkrete Empfehlungen resultiert, die aber angesichts der gesetzlichen Einschränkungen nur begrenzte Wirkung gehabt hätten.

„Die Gleichstellung innerhalb der EU mit der Zulassung von sechs Kilo Kupfer je Hektar wäre ein wichtiger Schritt gewesen”, meint Köpfer. Die Aberkennung des Bio-Status von Kaliumphosphonat stieß schlicht auf Unverständnis bei den Biowinzern. „So waren nicht nur alle badischen Regionen und Rebsorten betroffen, sondern alle deutschen Weinbaugebiete.” Und selbst die von den Bio-Winzern so geschätzten pilzwiderstandsfähigen Rebsorten konnten in diesem Jahr dem Pilzdruck nicht standhalten und wurden, wenn sie nicht gespritzt wurden, ebenfalls von der Peronospora befallen.

„Das alles führte zu einer Existenzbedrohung der Biowinzer, zu einem schier nicht bewältigenden Arbeitsaufwand und einer großen nervlichen Belastung aller Beteiligten”, fasst Köpfer das Weinbaujahr zusammen.

Selbst die Bedrohung durch die sich weiter ausbreitende Kirschessigfliege schien demgegenüber fast nebensächlich. Die Aussortierung der befallenen Trauben war eine weitere Arbeitsbelastung, brachte aber dank dem Ausbleiben anderer Krankheiten wie Botrytis oder Wespenfraß gute Ergebnisse. Auch die relativ rasche und frühe Weinlese aufgrund der guten Reife-Entwicklung minderte mögliche Schäden durch die Kirschessigfliege und anderer Probleme.

„Im Durchschnitt konnten wir den Verlust von etwa 25 Prozent, den wir durch die Witterung bis Ende Juli verzeichnet haben, halten”, so Köpfer. Die verbliebenen Trauben wurden durch ausreichend Wasser im Boden gut versorgt. Gute Assimilationsbedingungen sorgten für rasche Beerenver-größerung und kompensierten so teilweise den zuvor erfolgten Ausfall.

Gut abgeschnitten haben nach Köpfers Worten vor allem die pilzwiderstandsfähigen Rebsorten, wenn die Biowinzer rechtzeitig gespritzt haben, und im Markgräflerland der Gutedel. Doch auch wenn Qualität und Menge jetzt besser ausfallen als erwartet, gelte für die Biowinzer nicht das Motto „Ende gut, alles gut”, betont Köpfer.

Er fordert konkret mehr Flexibilität beim Kupfereinsatz im Bioweinbau: Berufsständische Entscheidungen auch über die Verwendung von mehr als vier Kilo je Hektar müssten möglich sein. Köpfer sieht keinen Grund, warum nicht auch in Deutschland die Kupfer-Regelung der EU mit sechs Kilo je Hektar zugelassen sein sollte. Auch die Wiederzulassung von Phosphonaten stehe ganz oben im Forderungskatalog der Biowinzer.

Zuständig seien das Bundesamt für Verbraucherschutz (für die Kupfer-Problematik) und die EU-Kommission (für die Phosphonate) mit denen jetzt zeitnah Gespräche geführt werden: „Wenn bis 2017 die Phosphonate nicht zugelassen sind”, so Köpfers Prognose, „wird es zu einer massiven Abkehr vom Bioweinbau nach den EU-Standards kommen.”

Die Bio-Weinlese in Baden hat begonnen!

Bio-Weinlese in Baden

Bio-Weinlese in Baden

Endlich ist es so weit: Nach den spannenden Entwicklungen wegen der lang anhaltenden Niederschläge und der Sorge um die Verbreitung der Kirsch-Essig-Fliegen starteten jetzt auch die badischen Bio-Winzer in die diesjährige Weinlese. Bei den Bio-Winzer von ECOVIN Baden überwiegen die glücklicheren Gesichter, auch wenn in Einzelfällen durchaus Verluste zu verzeichnen sind.

Bioweinbau in Baden: Vorbereitung der Weinabfüllung

Biowinzer Günter Kaufmann vom Bioweingut Kaufmann in Efringen-Kirchen zeigt, welche Arbeiten für das Vorbereiten der Weinabfüllung nötig sind. Zu der erstaunlich langen Vorbereitungszeit gehören neben der gründlichen Planung auch ein umfangreicher Einkauf und diverse Arbeiten im Keller.

Ebenfalls erstaunlich für all diejenigen, die mit den Kellerarbeiten nicht so vertraut sind: Gefüllt wird nicht nur einmal im Jahr nach der neuen Weinlese. Es gibt verschiedene Abfüll-Termine, je nach Rebsorte und der Lagerung im Holz- oder Edelstahlfass.

Bioweinbau in Baden: Minimalschnitt

Die ECOVIN-Winzer in Baden wollen und müssen innovativ sein: Der Verzicht auf chemisch-synthetische Spritz- und Düngemittel erfordert, neue Wege zu gehen. Auch bei der „Erziehung” der Reben machen einige Biowinzer – von Forschern begleitet – Versuche, der natürlichen Wuchsform der Rebe mehr entgegen zu kommen – mit erstaunlichen Ergebnisse.

Thomas Harteneck vom Weingut Harteneck in Schliengen im Markgräflerland berichtet über seine Versuche mit dem Minimalschnitt im Spalier, einer Alternative zu der in Baden weit verbreiteten Flachbogen-Erziehung.

Infos aus den Bio-Reben eines ECOVIN-Winzers

Biowinzer Thomas Harteneck

Biowinzer Thomas Harteneck

Biowinzer Thomas Harteneck aus Schliengen im Markgräflerland hat etwas zu sagen zum Thema Bioweinbau: In einem der ersten Videos für ECOVIN Baden erklärt er in seinen Reben, was er anders macht und warum. Mit einer Serie von neuen Beiträgen für die ECOVIN-Baden-Website sollen Verbraucher noch mehr Informationen aus erster Hand erhalten. Es geht um die Arbeiten im Weinberg, es gibt aber auch Einblicke in die Keller der ECOVIN-Erzeuger.

Die ersten Video-Beiträge werden noch in den Sommermonaten veröffentlicht.

Beats & Öxle meets AgriKultur Woche 2016


160706_beatsAm 21. Juli 2016 findet von 20 bis 2 Uhr im „Waldsee” die Veranstaltung „Beats & Öxle meets AgriKultur Woche 2016
” statt. Mit dabei sind die ECOVIN-Weingüter Andreas Dilger (Freiburg)
und Gallushof (Teningen-Heimbach) sowie die 
DJs Hendrik Vogel & Jago (Fettschmelze, Karlsruhe)
 und Rainer Trueby (Compost Records, Freiburg)
Eintritt: € 7 inkl. Apero. Waldseestr.84, 79117 Freiburg



Die Agrikultur Woche vom 15. – 22. Juli ermöglicht das Genießen von lokal und fair produziertem Essen und Trinken sowie das Kennenlernen von Themen, Hintergründen, Menschen und Organisationen – dezentral über Freiburg verteilt. Während sich Andreas Dilger auf pilzresistenten Rebsorte konzentriert werden bei Johannes Hügle jene noch von den klassischen Burgundersorten in weiss, grau & rot, wie auch durch den Müller-Thurgau ergänzt.

Hendrik Vogel & Jago sind die Gast-DJ ́s aus Karlsruhe an den Plattenspielern. Ihr Spektrum reicht von Krautrock über Jazz, Soul, Funk, Disco bis hin zu House und Elektronik. Auch Gastgeber Rainer Trueby wird „mitmischen“. 

Für das kulinarische Wohl sorgt das Waldsee-Küchenteam mit regionalen und internationalen Tapas.

Gutedel Cup 2016

Beim diesjährigen Gutedel-Cup haben auch zwei Mitglieds-Betriebe von ECOVIN Baden gut abgeschnitten: Das Weingut Feuerstein in Heitersheim belegte mit seinem 2015 Heitersheimer Maltesergarten Gutedel Kabinett trocken den 3. Platz in der Kategorie Kabinett trocken. Das Weingut Kaufmann in Efringen-Kirchen erreichte mit seinem 2015 Efringen Kirchener Ölberg in der Kategorie QbA trocken Markgräflerland den 6. Platz.

Der 20. Gutedel Cup hat im April 2016 im Kurhaus von Badenweiler stattgefunden. Mit mehr als 200 Anstellungen aus dem Markgräflerland, aus Saale-Unstrut und der Schweiz ist der Gutedel Cup eine der größten Gutedelprämierungen. Er wird jährlich in den vier Kategorien „Qualitätswein trocken“, „Kabinett“, jeweils im Wechsel „Edelsüße Gutedel“ bzw. „Spätlese/Auslese“ sowie „Gutedel trocken international“ vergeben. Prämiert werden jeweils die zehn besten Weine in einer Kategorie.

Eine 30-köpfige fachkundige Jury aus Journalisten, Fachhändlern, Gastronomen und Önologen aus Deutschland und der Schweiz verkostet im Vorfeld der Preisverleihung beim Badischen Weinbauverband in Freiburg die angestellten Weine. Die Bewertung erfolgt dabei nach einem 20 Punkte umfassenden Kriterienkatalog.