Biowinzer präsentieren sich in Freiburg in neuer Form

Die Sieger der Prämierung Beste Bioweine Baden-Württemberg 2017

Die Sieger der Prämierung Beste Bioweine Baden-Württemberg 2017

Siegerweine der Besten Bioweine Baden-Württemberg 2017 ohne steifen Rahmen

Auch künftig lockere Weinparty statt Präsentation?

Neue Wege gingen die Biowinzer bei der Vorstellung der prämierten Besten Bioweine Baden-Württemberg 2017: Statt einem festen Rahmenprogramm mit Vorstellung der Sieger und Tischpräsentation gabs eine lockere Weinparty, mit Musik und feinem Essen. Vor allem jüngere Weinkonsumenten wollte man mit diesem Konzept ansprechen. Ging die Rechnung auf?

Schon bisher waren die Biowinzer in Baden auf der Suche nach neuen Wegen: nicht nur in der Weinerzeugung, sondern auch in der Art, wie man auf Interessenten und Kunden zugeht. Die traditionelle ECOVIN Präsentation wurde in den letzten Jahren im Zwei-Jahres-Rhythmus abgelöst von einer einfacher Vorstellung der Siegerweine der Biowein-Prämierung.

Schließlich warf man auch bei der Prämierung der Besten Bioweine Baden-Württtemberg alte Regeln über Bord: Die Prämierung der ehemals „Besten Badischen Bioweine” wurde für alle ökologischen Anbauverbände geöffnet und es wurden auch die württembergischen Kollegen einbezogen.

Jetzt wollten vor allem die jüngeren Biowinzer neuen Wege gehen, berichtet Paulin Köpfer, der Vorsitzende von ECOVIN Baden. „Die Idee war, dem jüngeren Publikum einen passenden Rahmen zu bieten,” berichtet er. Unter der Federführung von Martin Schmidt und Eva Köpfer aus Baden sowie Frank Kayser aus Württemberg löste man sich von der klassischen Tisch-Präsentation der Bioweine. Ist das ein Weg, den man auch bei der bisher doch recht aufwändig gestalteten ECOVIN Präsentation gehen könnte, die bisher alle zwei Jahre im Historischen Kaufhaus in Freiburg stattfand?

„Das werden wir noch auswerten”, berichtet Paulin Köpfer. Der erste Eindruck der Weinparty am Samstag Abend im Restaurant Feinhaid sei jedenfalls positiv gewesen. Das Publikum war nach Köpfers Auskunft durchmischt, viele jüngere Besucher fanden sich ein. Genossen wurden Bioweine ebenso wie das gute Essen und die Musik sowie das Ambiente im verglasten Anbau im Solar Campus.

Sogar die Verleihung der Siegerurkunden für die 25 prämierten Bioweine hatte man auf kurz vor den offiziellen Beginn verlegt. So hatte das Publikum – das freilich zuallererst wegen der prämierten Bioweine gekommen war – keinerlei Ablenkung von einem genussreichen Abend und lockeren Gesprächen.

Auf www.biobest-suedwest.de und www.ecovin-baden.de finden sich alle Siegerweine und weiterführende Informationen, auch zu den ausgezeichneten Betrieben. Dort kann man auch das PDF mit den prämierten Weinen herunterladen (http://www.ecovin-baden.de/pdf/Siegerweine2017.pdf). Und man kann sich mit einer Bildergalerie einen Eindruck der ersten Weinparty der Biowinzer machen.

Bildimpressionen der Weinparty 2017

Hier einige Bildimpressionen der Weinparty 2017 mit der Prämierung der Besten Bioweine Baden-Württemberg 2017.

 

Die Besten Bioweine Baden-Württemberg 2017 – die Ergebnisse

Die Besten Bioweine Baden-Württemberg 2017

Die Besten Bioweine Baden-Württemberg 2017

Prämierte Wein aus allen baden-württembergischen Anbauverbänden

Die Besten Bioweine Baden-Württemberg stehen fest: Mehr als 250 Bioweine aus Baden und Württemberg wurden von einer fachkundigen Jury verkostet. Mit 25 Siegerweinen wurden gerade einmal zehn Prozent der angestellten Weine ausgezeichnet. Sie können bei einer Weinparty am 20. Mai in Freiburg in lockerer Runde verkostet werden.

Achtung: Die Liste mit den Siegerweinen können Sie hier als PDF herunterladen. 

Die meisten der prämierten Bioweine kommen in diesem Jahr vom Kaiserstuhl mit elf ausgezeichneten Bioweinen. Dicht dahinter liegen die Biowinzer aus dem Markgräflerland, die insgesamt acht der begehrten Auszeichnungen erhielten. Aus Württemberg schließlich wurden insgesamt sechs der angestellten Weine ausgezeichnet.

Die unabhängige Fachjury aus Fachleuten der Weinwirtschaft, Fachhändlern, Gastronomen und Weinfachjournalisten, die am 2. Mai in Freiburg die Weine verkostet hatte, lobte das durchgängig hohe Niveau der Weine. Dennoch gab es einige Ausreißer – im besten Sinne: Mit gleich drei prämierten Bioweinen hat das Weingut Richard Schmidt (Eichstetten) besonders gut abgeschnitten. Auch Andreas Stutz (Heilbronn) kann am nächsten Freitag bei der Weinparty mit Verleihung der Urkunden drei Prämierungen mit nach Hause nehmen. Jeweils zwei Bioweine auf der Siegerliste platzieren konnten die Weingüter Aenis (Binzen), Pix (Ihringen) und Schneider-Pfefferle (Heitersheim).

Mit jeweils einem Wein in der Bestenliste vertreten sind das Weingut Helde (Jechtingen), die Weingärtner Stromberg-Zabergäu (Brackenheim), sowie die Weingüter Trautwein (Bahlingen), Zähringer (Heitersheim), Höfflin (Bötzingen), Weinreuter (Leingarten), Schaffner (Bötzingen), Abril (Bischoffingen), Rieger (Buggingen-Betberg), Doreas (Remshalden), Ruesch (Buggingen) und Kaufmann (Efringen-Kirchen).

Mehr als 250 württembergische und badische Weine aus biologischem Anbau wurden verkostet. Die Siegerweine wurden nach ihrer Eignung zur Begleitung eines Menüs in sieben Kategorien bewertet: vom Sekt als Aperitif, über leichte Weißweine bis zum edelsüssen Wein zum Dessert. Außerdem gab es vier Sonderpreise für Weine neuer pilzwiderstandsfähiger Rebsorten.

Wichtig für den Initiator dieses landesweiten Biowein-Wettbewerbs: „Insgesamt wurden nur 25 der mehr als 250 angestellten Bioweine prämiert, also nicht einmal 10 Prozent”, berichtet Paulin Köpfer. Der Vorsitzende von ECOVN Baden kommt damit Kritik zuvor, die in jüngerer Zeit an vielen  Prämierungen geäußert wird: Zu viele Weine würden dort prämiert, manchmal sind es 50 bis 90 Prozent der angestellten Weine, die eine Auszeichnung erhalten.

Vorgestellt werden die prämierten Bioweine mit einer Weinparty unter dem Motto #haidenspass am Samstag, 20. Mai im Restaurant Feinhaid (Munzinger Str. 10). Im Vordergrund steht der Weingenuss in lockerer Runde. Neben den Siegerweinen kann jeder Betrieb, der an der Prämierung teilgenommen hat, einen weiteren Wein stellen. Die Gäste der Weinparty können somit für den Eintritt von Euro 20 € (ermässigt Euro 15 €)  50 Weine verkosten.

Der Vorverkauf der Eintrittskarten erfolgt über Reservix (www.reservix.de) und in den Geschäftsstellen der Badischen Zeitung. Studenten, Auszubildende und Inhaber der BZ-Card zahlen den ermäßigten Preis. Zur #haidenspass-Weinparty werden im Restaurant Feinhaid (Munzinger Str. 10) im Freiburger Solar Campus auch kulinarische Leckerbissen geboten. Für die Musik sorgt DJ Titus. Die open end Weinparty beginnt um 20 Uhr und kann leicht mit dem ÖPNV (Linie 3 vom Hauptbahnhof )erreicht werden. Karten können auch unter info@ecovin-baden.de bestellt werden oder unter Tel. 07634-552818. Auf www.biobest-suedwest.de finden sich alle Siegerweine und weiterführende Informationen.

Siegerweine aus Baden und Württemberg

Die Besten Bioweine Baden-Württemberg wurden verkostet

Die Besten Bioweine Baden-Württemberg wurden jetzt ermittelt. Mitte Mai werden sie bekannt gegeben und bei einer Weinparty am 20. Mai werden sie öffentlich vorgestellt und können in lockerer Runde verkostet werden.. 

Am 2. Mai wählte in Freiburg eine unabhängige Jury aus Fachleuten der Weinwirtschaft, Fachhändlern, Gastronomen und Weinfachjournalisten die Besten Bioweine Baden Württemberg des Jahres 2017. Mehr als 250 württembergische und badische Weine aus biologischem Anbau wurden dazu verkostet. Die Siegerweine wurden nach ihrer Eignung zur Begleitung eines Menüs in sieben Kategorien bewertet: vom Sekt als Aperitif, über leichte Weißweine bis zum edelsüssen Wein zum Dessert. Außerdem gab es Sonderpreise für Weine neuer pilzwiderstandsfähiger Rebsorten.

Wichtig für den Initiator dieses landesweiten Biowein-Wettbewerbs: „Insgesamt wurden nur 25 der mehr als 250 angestellten Bioweine prämiert, also nicht einmal 10 Prozent”, berichtet Paulin Köpfer. Der Vorsitzende von ECOVN Baden kommt damit Kritik zuvor, die in jüngerer Zeit an vielen  Prämierungen geäußert wird: Zu viele Weine würden dort prämiert, manchmal sind es 50 bis 90 Prozent der angestellten Weine, die eine der begehrte Auszeichnung erhalten. „Diese 25 prämierten Weine sind wirklich die Spitzenweine aus Baden und Württemberg”, betont Köpfer.

Regional sind die Siegerweine recht gleichmäßig verteilt: Von den 25 prämierten Bioweinen und Sekten stammen zehn vom Kaiserstuhl, neun aus dem Markgräflerland und sechs aus Württemberg. Die gleichmäßige Verteilung der Siegerweine auf 18 Betriebe zeigt auch das durchweg hohe Niveau der angestellten Bioweine. Nur zwei Betriebe (jeweils einer aus Baden und einer aus Württemberg) konnten gleich drei Weine untrer den Siegern platzieren. Immerhin drei Betriebe brachten es auf zwei Siegerweine.

Vorgestellt werden die prämierten Bioweine mit einer Weinparty unter dem Motto #haidenspass am Samstag, den 20. Mai im Restaurant Feinhaid (Munzinger Str. 10). Im Vordergrund steht dabei der Weingenuss in lockerer Runde. Neben den Besten Bioweinen Baden-Württembergs kann jeder Betrieb, der erfolgreich an der Prämierung teilgenommen hat, einen weiteren Wein stellen. Damit können die Gäste der Weinparty für den Eintritt von Euro 20 € (bzw. ermässigt Euro 15 €  rund 50 Weine verkosten.

Der Vorverkauf der Eintrittskarten erfolgt ab sofort über Reservix (www.reservix.de) und in den Geschäftsstellen der Badischen Zeitung. Studenten, Auszubildende und Inhaber der BZ-Card zahlen den ermäßigten Preis. Zur #haidenspass-Weinparty werden im Restaurant Feinhaid im Freiburger Solar Campus auch kulinarische Leckerbissen geboten. Für die Musik sorgt DJ Titus. Die open end Weinparty beginnt um 20 Uhr und kann leicht mit dem ÖPNV erreicht werden: Die Linie 3 vom Hauptbahnhof bringt Besucher in wenigen Minuten hin und zurück.

Karten können auch per Email bestellt werden (info@ecovin-baden.de) oder telefonisch (Tel. 07634-552818). Auf http://www.biobest-suedwest.de finden sich ab dem 20. Mai alle Siegerweine und weiterführende Informationen.

Die besten Bioweine Baden-Württemberg 2017

#haidenspass mit den baden-württembergischen Top-Bioweinen

Mit der Weinparty unter dem Motto #haidenspass werden die Biowinzer aus Baden-Württemberg die Besten Bioweine Baden-Württemberg 2017 in Freiburg vorstellen. Im Mittelpunkt steht der Genuss in lockerer Runde.

Die ECOVIN Sieger-Weinparty beginnt am 20. Mai 2017 im Restaurant Feinhaid (Munzinger Str. 10) mit der Vorstellung der Besten Bioweine Baden-Württemberg 2017. Sie werden landesübergreifend für Baden und Württemberg prämiert. Die besten Bioweine kommen von Betrieben, die Ecovin, Demeter, Bioland oder Naturland angehören.

Anstelle der bisherigen Preisverleihung tritt jetzt erstmals der Genuss prämierter und anderer ausgewählter Bioweine. Zu den voraussichtlich ausgezeichneten rund 25 Siegerweinen kommen weitere 25 Bioweine von Erzeugern aus allen Anbauverbänden und Landesteilen. Verkostet werden kann die ganze Palette von Top-Bio-Weinen aus dem Land.

Der Eintritt beträgt 20 €, Studenten, Auszubildende und Inhaber der BZ-Card zahlen 15 €. Ab Anfang Mai erfolgt der Vorverkauf der Eintrittskarten über Reservix (www.reservix.de) und in den Geschäftsstellen der Badischen Zeitung.

Zur #haidenspass-Weinparty werden im Restaurant Feinhaid im Freiburger Solar Campus auch kulinarische Leckerbissen geboten. Für die Musik sorgt DJ Titus. Die open end Weinparty beginnt um 20 Uhr und kann leicht mit dem ÖPNV erreicht werden: Die Linie 3 vom Hauptbahnhof bringt Besucher in wenigen Minuten hin und zurück.

Karten kann man per Email bestellen (info@ecovin-baden.de) oder telefonisch (Tel. 07634-552818).

Auf http://www.biobest-suedwest.de finden sich ab dem 20. Mai alle Siegerweine und weiterführende Informationen.

25 Jahre Beratungsdienst Ökologischer Weinbau

Am 23. März feierte der Beratungsdienst Ökologischer Weinbau (BOEW) anlässlich seiner Mitgliederversammlung das 25jährige Bestehen. Der Vorsitzende Paulin Köpfer blickte nicht nur auf ein stark gestiegenes Interesse und gewachsene Mitgliederzahlen. Er betonte auch die Bedeutung der staatlichen Förderung, die die Mitgliedsbeiträge ergänzt. Durch die Anbindung an das Freiburger Weinbauinstitut ab 2004 sei auch die Verknüpfung mit der Forschung gestärkt worden. Heute seien die Berater Bindeglied zur Forschung und Wissenschaft, sowie zu den berufsständischen Verbänden, Ecovin, Bioland, Badischer & Württembergischer Weinbauverband.

Am 1. Februar 1992 hat der Beratungsdienst ökologischer Weinbau mit dem Beginn der Tätigkeit von Matthias Wolff seine Aktivitäten gestartet. Die Initiative kam unter anderem vom heutigen Bildungshaus Kloster St. Ulrich. Die Finanzierung des Projektes hat sich aus der Förderung durch das Land Baden-Württemberg, dem Eigenanteil der Mitgliedsbetriebe und einem Beitrag vom ECOVIN Bundesverband zusammengesetzt.

Aus 72 Mitgliedsbetrieben mit 268 Hektar Rebfläche ist heute eine Organisation mit 5 Mitarbeitern, 171 Erzeuger- sowie 16 Fördermitgliedern und 983 Hektar Beratungsfläche geworden.

Eine gravierende Zäsur stellt laut Köpfer die komplette Umstellung der Finanzierung über die Europäische Union dar. Der Bezug der Mittel über Module sei leider ein „sehr kompliziertes und auch verwaltungstechnisch recht aufwändiges Verfahren”, das gleichzeitig auch organisatorische Veränderungen für die Mitglieder zur Folge hat.

Mindestens 30 Prozent der Kosten werden laut Köpfer von den Winzerinnen und Winzer erbracht – durchaus im Gegensatz zur kostenfreien Offizialberatung. Ab 2018 können neue Beratungsleistungen für die Modulförderung beantragt werden.

Martin Ries, der Referatsleiter Ökologischer Landbau am Ministerium, betonte, der ökologische Anbau sei nichts Kurzfristiges, nicht Trendiges. Und er ging auf die aktuelle Diskussion über Phosphonate ein: Sie sei bisher nur in Ansätzen geführt und noch lange nicht zu Ende.

Zu den Ehrengästen gehörten unter anderem der erste Landesbeamte Ohlenrodt des Landkreises Emmendingen, Andreas Hattemer, der Bundesvorsitzende von ECOVIN sowie Thomas Walz, der Vizepräsident des Badischen Weinbauverbandes.

Mit neuem Konzept auf Interessenten zugehen

ECOVIN-Baden mit den Veranstaltungen 2017 auf neuen Wegen

Im ECOVIN-Regionalverband Baden will man auch 2017 den Weg fortsetzen, den die nächste Generation junger Winzer schon 2016 eingeschlagen hat. Der direkte Zugang zum Thema Biowein soll Verbraucher auf genussvolle Weise an das Thema heranführen und schließlich auch bei einem jüngeren Publikum mehr Interesse wecken. Ergänzend runden Messeteilnahmen das Präsentationsprogramm der Biowinzer ab.

Sie finden die detaillierte Liste der Termine 2017 hier: http://www.ecovin-baden.de/jahresuebersicht/

Schon bei der traditionellen Präsentation 2016 im Historischen Kaufhaus hatte sich die Handschrift der nächsten Generation durchgesetzt. Mit abschließenden Treff im Innenhof mit Musik und Leckereien wollten jungen Winzer 2016 eine Ergänzung schaffen zur Tischpräsentation der Bioweine.

Jetzt soll bei der Vorstellung der Besten Bioweine Baden-Württemberg am 20. Mai 2017 eine ECOVIN Sieger-Weinparty den passenden Rahmen für Genuss und Unterhaltung bieten. Im Restaurant „Feinhaid” im Solar Campus Freiburg (Munzinger Str. 10) werden die Siegerweine und weitere ausgewählte Bioweine vorgestellt werden. Für den Eintritt von 20 € können Besucher insgesamt 50 Bio-Weine ab 20 Uhr in lockerer Atmosphäre mit Musik von DJ Titus genießen. Auf Wunsch gibts dazu  leckere Kleinigkeiten.

Der Vorsitzende von ECOVIN Baden, Paulin Köpfer, freut sich, dass man trotz der Neuerungen dem Konzept treu geblieben ist: „Der Genuss steht im Vordergrund. Wir präsentieren uns recht zentral in der Breisgau-Metropole und sind mit öffentlichen Verkehrsmitteln umweltfreundlich erreichbar.” Für ihn hat das einen umso höheren Stellenwert, als die Vorstellung der Besten Bioweine Baden-Württemberg in diesem Jahr auch für 25 Jahre ECOVIN-Präsentation in Freiburg steht.

Festgehalten hat man im Jahresprogramm 2017 auch an dem bewährten Mix aus überregionalen Fach- und regionalen Publikumsveranstaltungen.

Die Termine 2017 im Überblick:

Im Mittelpunkt steht die ECOVIN Sieger-Weinparty am 20. Mai 2017 im Restaurant Feinhaid mit der Vorstellung der Besten Bioweine Baden-Württemberg 2017. Sie werden landes- und verbandsübergreifend prämiert und bieten die einmalige Chance, die besten Bioweine von Ecovin und Demeter, Bioland und Naturland aus Baden und Württemberg zu verkosten. Auf http://www.biobest-suedwest.de finden sich ab dem 20. Mai alle Siegerweine und weiterführende Informationen.

Auf gute Resonanz stoßen badische Biowinzer stets bei regionalen Veranstaltungen in Baden. Sie präsentieren sich in diesem Jahr beim Müllheimer Weinmarkt (28. April), der Badischen Weinmesse in Offenburg (6. und 7. Mai) und der Plaza Culinaria (10. bis 12. November in Freiburg).

Auch der große Auftritt vor internationalem Fach-Publikum ist unabdingbar: ECOVIN-Winzer präsentieren sich der Fachwelt auf der BioFach in Nürnberg vom 15. bis 18. Februar und auf der ProWein in Düsseldorf (19. bis 21. März)

Eine große Anhängerschaft verzeichnen die Fortbildungen für Winzer-Kollegen, ob sie nun bereits zertifiziert biologisch arbeiten oder sich nur für die Methodik und Ergebnisse interessieren. Nach dem jährlichen Einführungskurs für den ökologischen Weinbau (9. – 15. Januar 2017) folgt das ebenfalls jährliche Fachseminar Bioweinbau und Qualität (6. bis 8. März) im Bildungshaus Kloster St. Ulrich. Beide Veranstaltungen behandeln auch Themen des biodynamischen Anbaus. Das ECOVIN Weinbaufachtreffen ist dagegen ein Angebot ausschließlich für Mitglieder.

Sie finden die detaillierte Liste der Termine 2017 hier: http://www.ecovin-baden.de/jahresuebersicht/

Ohne Kaliumphosphonat fürchten die Biowinzer 2017 um ihre Existenz

„Unterstützung ohne Konsequenzen” – ECOVIN-Erzeuger sehen sich im Regelwerk gefangen – mit dem Rücken zur Wand

Freiburg. Eine geradezu paradoxe Situation der Biowinzer beklagt der ECOVIN-Baden-Vorsitzende Paulin Köpfer, nach dem „katastrophalen” Sommer: Noch nie war die Unterstützung für ein Anliegen der Biowinzer so breit und einhellig gewesen, berichtet er, aber wir kommen trotzdem keinen Schritt weiter.”

Die anhaltende Nässe dieses Sommers und die rasche Ausbreitung der Pilzkrankheiten hatte die Biowinzer in diesem Jahr an die Grenze ihrer Belastungsfähigkeit gebracht. Nach dem Verbot des Pflanzenbehandlungsmittels Kaliumphosphonat fehlte den Biowinzern eine wichtige Stütze zur Existenzsicherung. Im Kampf gegen Peronospora (falscher Mehltau) hatten sie bislang auf dieses bisherige Pflanzenstärkungsmittel gesetzt und auf Kupfer.
Für die Anwendung von Kupfer wurde zwar in diesem Ausnahmejahr die Mengenbegrenzung auf vier statt drei Kilo je Hektar erhöht. Aber das reichte in den meisten Fällen nicht aus: Nach jeder der zahlreichen Niederschlagsperioden nahm der Traubenbefall vor den Augen der Biowinzer zu.

Die Unterstützung für das Anliegen der Biowinzer ist so einhellig wie selten zuvor. Bei Gesprächen in Brüssel mit dem zuständigen Direktor Diego Canga Fano vom EU-Kommissariat für Landwirtschaft vertrat nicht nur Peter Hauk, Minister für Ländlichen Raum und Verbraucherschutz, die Forderungen nach einer Zulassung von Kaliumphosphonaten im Bioweinbau. Teilnehmer aus Deutschland, Österreich, Luxembourg und Tschechien betonten ebenso die Notwendigkeit dieses Schritts. Neben allen deutschen ökologischen Anbauverbänden sprachen sich Vertreter des Deutschen und Badischen Weinbandes dafür aus. Auch der Bund Ökologischer Lebensmittelwirtschaft BÖLW forderte stellvertretend für die gesamte Bio-Branche die Wiederzulassung des Mittels für die Biowinzer.

Einziges Ergebnis der Gespräche, so Paulin Köpfer, sei das Angebot einer wissenschaftlichen Tagung Anfang 2017 gewesen. Dort soll – ein weiteres Mal – die Wirksamkeit und Umweltverträglichkeit von Kaliumphosphonat diskutiert werden. Damit wird eine Zulassung des Mittels für die nächste Vege-tationsperiode Anfang Mai 2017 immer unwahrscheinlicher.

Als „kafkaesk” hat Paulin Köpfer jetzt die Situation in einem Mitgliederbrief beschrieben: Eine so starke Phalanx an Unterstützern gefunden zu haben sei ein unglaublicher Erfolg, schreibt er. Um so unverständlicher dagegen, dass damit nichts auszurichten sei. Am 25 Oktober traf er EU-Kommissar Oettinger zu einem Gespräch in Straßburg. Am 11. November sprach er mit Staatssekretär Peter Bleser vom Bundesministerium für Ernährung und Landwirtschaft. Und am 16. November schließlich fand das Gespräch mit Direktor Fano von der EU-Kommission auf Initiative von Minister Peter Hauk statt.

Die Fronten scheinen klar: Deutsche Bundes- und Landesbehörden verweisen – trotz des Einsatzes mehrerer Abgeordneter für eine befristet höhere Kupfergrenze – auf die Drei-Kilo-Grenze und die Ausnahmeregelung für bis zu vier Kilogramm. Mehr sei aus Umweltgründen nicht drin, auch würden Verbraucher keinen erhöhten Kupfereinsatz wünschen. Dass die EU sechs Kilo Kupfer je Hektar gestattet und dies auch in Nachbarländern so praktiziert wird, spielt dabei keine Rolle. Die Kupfer-regelung wäre die schnellste und einfachste Methode, um 2017 für ähnliche Witterungsverhältnisse gerüstet zu sein.

Beim Kaliumphosphonat ist es die EU-Kommission in Brüssel, die jede Möglichkeit blockiert, das Mittel im Bioweinbau einsetzen – sei es auch nur regional oder in Notsituationen.

Kaliumphosphonat habe sich als für Mensch und Umwelt unbedenklich erwiesen, betont der ECOVIN-Bundesverband in einem Positionspapier. Mit der Einstufung als Pflanzenschutzmittel muss es jetzt vor einer möglichen Wieder-Zulassung für den Bioweinbau erst ein komplexes Listungsverfahren durchlaufen. Und das dauert.

Jahre wie 2016 stellen Biowinzer auf eine harte Probe: Existenzbedrohend sei die Situation nicht nur in Baden sondern in allen Anbaugebieten gewesen, so Köpfer. Für eine Anhebung der Kupfergrenze sieht der Bioweinbau-Experte keine Chance. Und an der Zulassung des Kaliumphosphonats durch die EU hätten zumindest die Südländer in der Gemeinschaft kein Interesse, ist sein Eindruck: Dort ist der Pilzdruck klimabedingt nicht so hoch wie in Deutschland.

Auch seine Erwartungen an die wissenschaftliche Tagung Anfang 2017 zum Thema Kalium-phosphonat sind nicht besonders hoch, nachdem das Mittel bereits über lange Jahre entwickelt und erforscht wurde. Ersatzmittel, die von Behördenseite vorgeschlagen werden, hätten sich in der Bioweinbau-Praxis als unzureichend erwiesen.

Katastrophal ist diese Situation nach Köpfers Ansicht aus zweierlei Gründen: Zum Einen werde es keine weitere Entwicklung im Bioweinbau geben, so lange sich diese Vorgaben nicht ändern. Nach der Erfolgsgeschichte des Bio-Anbaus wäre das ein harter Schlag, für die Verbände, aber auch für die Politik, die den Bio-Anbau fördert.

Zum anderen stünden die Biowinzer nach einer vergleichbaren Vegetationsperiode 2017 mit dem Rücken zur Wand. Die „Aussetzung” des Bioweinbaus in einem Jahr mit dem Durchlaufen der dreijährigen Umstellungsfrist zum Bioweinbau im Anschluss sei für die Biobetriebe keine praktikable Lösung.

Auf einer Klausurtagung des ECOVIN-Bundesverbands haben die Biowinzer deswegen jetzt nach einem neuen Umgang mit dem Mittel Kaliumphosphonat und der EU-Verordnung gesucht. Ein Ziel ist es, nach einem neuen, einem zweiten Standard zu suchen, der sich an die bisherige Bio-Klassifizierung der ECOVIN-Erzeuger anlehnt und dennoch die Verwendung von Kaliumphosphonat erlaubt: „Das wäre ein zweiter Level, zusätzlich zu unserem Bio-Standard”, berichtet Paulin Köpfer. „Wir dürften es nicht mehr „bio” nennen und wir müssten es dem Verbraucher sehr genau erklären”.

In schwierigen Jahren könnten Produkte mit diesem anderen Standard die Existenz der Biowinzer sichern. Und weil in diesem Jahr alle Weinbaugebiete von der Problematik betroffen waren, ist die Unterstützung für diese Pläne groß. „Wenn die EU-Standards nicht angepasst werden, kommen wir nur so aus dieser Notsituation heraus,” erklärt Köpfer.

Aus seiner Sicht lässt sich derzeit noch kein halbwegs realistisches Szenario für 2017 entwerfen: „Die bestehenden Regelungen verhindern eher den Bioweinbau”, urteilt er. Und der Verband könne den Biowinzern kaum helfen: Die wirtschaftliche Verantwortung trage schließlich jeder Erzeuger für seinen Betrieb selbst.

2016 – Ein Jahr der großen Herausforderungen

Jetzt wo die Lese beendet ist, zieht auch der ECOVIN Bundesverband eine Bilanz der diesjährigen Lese und geht dabei auch auf die Problematik Peronospora und Kalium-Phosphonat ein.

Die 2016er Weintrauben sind nun geerntet und die Moste gären im Keller. Wenn man die Winzerinnen und Winzer um ihre Einschätzung zum Jahrgang bittet, bekommt man zunächst gesagt, dass die Qualitäten hervorragend sind, zumindest die der Trauben, die geerntet werden konnten. Das ist der Wermutstropfen, denn es gibt teils hohe Mengenverluste. Es lassen sich keine Aussagen darüber treffen, ob es das eine Anbaugebiet stärker als das andere getroffen hätte. Es gibt Betriebe mit starken Verlusten, aber auch genauso welche mit sehr zufriedenstellenden Erntemengen, sogar innerhalb einer Region.

Dieser Sommer war über alle Anbaugebiete hinweg zunächst viel zu feucht. Gerade um die Zeit der Rebblüte herum, Mitte Juni, hatte es fast pausenlos geregnet. Kein leichter Landregen, sondern lokale Starkregenereignisse, die so manchen kleinen Bach innerhalb kürzester Zeit über die Ufer treten ließen und ganze Dörfer verwüsteten. In der sensiblen Phase der Blüte ist die Weinrebe besonders anfällig für den Befall durch die Peronospora, den sogenannten falschen Mehltau. Und der hatte in diesem Jahr optimale Bedingungen. Die zweite Hälfte des Sommers, ab Ende Juli bis in den September hinein, war für die Trauben perfekt. Das warme und trockene Wetter hat zu hervorragenden Qualitäten geführt.

Um den falschen Mehltau zu bekämpfen, gibt es im ökologischen Weinbau nur eingeschränkte Möglichkeiten. Erlaubt sind verschiedene Kupferpräparate, welche in entsprechenden Abständen im Rahmen des Pflanzenschutzes ausgebracht werden. Aufgrund der vielen Starkregenereignisse war es in diesem Jahr für die Biowinzer extrem kräftezehrend.

Eine weitere Möglichkeit, die Risiken zu minimieren ist der Anbau pilzresistenter Sorten, die sogenannten PIWIS. Diese sind weit weniger anfällig, waren in diesem Jahr aber auch betroffen. PIWIS ersetzen zudem nicht die klassischen Sorten wie Riesling oder Spätburgunder, sie ergänzen das Portfolio der Betriebe lediglich.

In Verbindung mit den Kupfermitteln hatten die Winzer bis 2013 durch den Einsatz von Kalium-Phosphonat als Pflanzenstärkungsmittel die Bekämpfung der Peronospora gut im Griff. Bereits Ende der 1980er Jahre, kurz nach Gründung des ECOVIN Verbandes, hat man sich im Bioweinbau gemeinsam mit den Beratern Gedanken gemacht und Kalium-Phosphonat als effektives Mittel gegen den falschen Mehltau identifiziert. Kalium-Phosphonat wird von der Pflanze aufgenommen und regt die pflanzeneigenen Abwehrkräfte an. Es ist toxikologisch unbedenklich und zu guter Letzt wird es bei heftigem Regen nicht direkt wieder abgewaschen.

Doch dann traten 2013 Änderungen im europäischen Pflanzenschutzgesetz in Kraft, welche Kalium-Phosphonat der Gruppe der Pflanzenschutzmittel zuordneten. Solche haben komplizierte Listungsverfahren zur Folge, und dieses hängt an einer wichtigen Stelle fest. Auf die Problematik hat ECOVIN seit Jahren hingewiesen. „Es ist äußerst wichtig, dass Kalium-Phosphonat, von der EU für den Bioweinbau wieder zugelassen wird. Wir brauchen Planungssicherheit im Pflanzenschutz. Nur so wird der ökologische Weinbau wieder zukunftsfähig! Wichtig ist nun, dass die Zeit bis zur nächsten Saison, intensiv genutzt wird, um in Verhandlungen mit Brüssel, unser Ziel zu erreichen.“ so Andreas Hattemer, Vorsitzender von ECOVIN.

Bio-Weinlese 2016: Nur vorläufige Entwarnung

Erste Bilanz der badischen ECOVIN-Winzer 2016 fällt relativ gut aus – Nach extremer Witterung bleiben Forderungen der Bio-Winzer an die Politik

Freiburg. Nach den Katastrophenmeldungen der Biowinzer in diesem Sommer, hervorgerufen durch die anhaltende Nässe und eine rasche Ausbreitung der Pilzkrankheiten, brachten die warmen und trockenen Lese-Tage etwas Entspannung: Die Bioweinlese ist, was Qualität und Menge angeht, nicht so schlecht wie erwartet. Zurück bleiben dennoch verunsicherte Biowinzer, die sich von den Behörden allein gelassen fühlen.

„Was nach dem Sommer noch an den Rebstöcken hing, konnte sich zu gesunden und großen Trauben entwickeln”, freut sich Paulin Köpfer über die Kehrtwende. Nach der katastrophalen Ausbreitung der Pilzkrankheit falscher Mehltau (Peronospora) durch die zahlreichen Niederschläge gab es Ausfälle bis zu 100 Prozent in einzelnen Parzellen, berichtet der Vorsitzende des ECOVIN-Regionalverbands Baden. Das trockene und sonnige Herbstwetter sorgte dafür, dass die verbliebenen Trauben in ausreichender Menge und sehr guter Qualität gelesen werden konnten.

„Die Biowinzer haben häufig nicht mehr eine weitere Reifeentwicklung abgewartet”, berichtet Köpfer: Denn zu Beginn der Hauptlese Mitte September waren bereits relativ hohe Zuckergrade erreicht, auch die Säure und Relation der Inhaltsstoffe versprach bestens ausbalancierte Weine aus erfreulich gesunden Trauben. Dennoch sind die Winzer nicht zufrieden.

Was bleibt nach diesen turbulenten Wochen ist nicht nur ein mengenmäßiger Ausfall, der je nach Betrieb und Lage ganz unterschiedlich ausfällt. Es ist auch das Gefühl, von Behörden im Stich gelassen zu sein: Bewilligt wurde den ECOVIN-Winzern, die die freiwillige Verbandsregelung von drei Kilo Kupfer je Hektar anlässlich der besonderen Situation aufgegeben hatten, eine Obergrenze von „nur” vier Kilogramm. Die EU-Regelung sieht sechs Kilogramm vor, und diese Menge wird von den Kollegen in anderen Ländern auch ausgeschöpft.

Darüber hinaus wurde ein biologisch erprobtes und bewährtes Mittel, Kaliumphosphonat, für den Bio-Anbau wegen einer anderen Einstufung verboten: „Da haben wir zwar die Unterstützung einiger Politiker bekommen, die aber nichts ausrichten konnten”, beklagt Köpfer.

Zufrieden ist der badische ECOVIN-Vorsitzende, der auch Betriebsleiter in einem Markgräfler Weingut ist, mit der guten Zusammenarbeit in Krisenzeiten: „Es gab regelmäßige intensive Gespräche zwischen ECOVIN und Weinbau-Experten im Freiburger Weinbau-Institut”, berichtet er. Daraus hätten auch zahlreiche zeitnahe konkrete Empfehlungen resultiert, die aber angesichts der gesetzlichen Einschränkungen nur begrenzte Wirkung gehabt hätten.

„Die Gleichstellung innerhalb der EU mit der Zulassung von sechs Kilo Kupfer je Hektar wäre ein wichtiger Schritt gewesen”, meint Köpfer. Die Aberkennung des Bio-Status von Kaliumphosphonat stieß schlicht auf Unverständnis bei den Biowinzern. „So waren nicht nur alle badischen Regionen und Rebsorten betroffen, sondern alle deutschen Weinbaugebiete.” Und selbst die von den Bio-Winzern so geschätzten pilzwiderstandsfähigen Rebsorten konnten in diesem Jahr dem Pilzdruck nicht standhalten und wurden, wenn sie nicht gespritzt wurden, ebenfalls von der Peronospora befallen.

„Das alles führte zu einer Existenzbedrohung der Biowinzer, zu einem schier nicht bewältigenden Arbeitsaufwand und einer großen nervlichen Belastung aller Beteiligten”, fasst Köpfer das Weinbaujahr zusammen.

Selbst die Bedrohung durch die sich weiter ausbreitende Kirschessigfliege schien demgegenüber fast nebensächlich. Die Aussortierung der befallenen Trauben war eine weitere Arbeitsbelastung, brachte aber dank dem Ausbleiben anderer Krankheiten wie Botrytis oder Wespenfraß gute Ergebnisse. Auch die relativ rasche und frühe Weinlese aufgrund der guten Reife-Entwicklung minderte mögliche Schäden durch die Kirschessigfliege und anderer Probleme.

„Im Durchschnitt konnten wir den Verlust von etwa 25 Prozent, den wir durch die Witterung bis Ende Juli verzeichnet haben, halten”, so Köpfer. Die verbliebenen Trauben wurden durch ausreichend Wasser im Boden gut versorgt. Gute Assimilationsbedingungen sorgten für rasche Beerenver-größerung und kompensierten so teilweise den zuvor erfolgten Ausfall.

Gut abgeschnitten haben nach Köpfers Worten vor allem die pilzwiderstandsfähigen Rebsorten, wenn die Biowinzer rechtzeitig gespritzt haben, und im Markgräflerland der Gutedel. Doch auch wenn Qualität und Menge jetzt besser ausfallen als erwartet, gelte für die Biowinzer nicht das Motto „Ende gut, alles gut”, betont Köpfer.

Er fordert konkret mehr Flexibilität beim Kupfereinsatz im Bioweinbau: Berufsständische Entscheidungen auch über die Verwendung von mehr als vier Kilo je Hektar müssten möglich sein. Köpfer sieht keinen Grund, warum nicht auch in Deutschland die Kupfer-Regelung der EU mit sechs Kilo je Hektar zugelassen sein sollte. Auch die Wiederzulassung von Phosphonaten stehe ganz oben im Forderungskatalog der Biowinzer.

Zuständig seien das Bundesamt für Verbraucherschutz (für die Kupfer-Problematik) und die EU-Kommission (für die Phosphonate) mit denen jetzt zeitnah Gespräche geführt werden: „Wenn bis 2017 die Phosphonate nicht zugelassen sind”, so Köpfers Prognose, „wird es zu einer massiven Abkehr vom Bioweinbau nach den EU-Standards kommen.”