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Badische Bioweine - Feiern mit Freunden

Donnerstag, den 18. Februar 2010

Die 16. ECOVIN-Präsentation Baden findet im Jubiläumsjahr statt - Zur Präsentation am 15. Mai in Freiburg kommen viele Gäste aus anderen Regionen

FREIBURG. Die ECOVIN Präsentation Baden mit der Vorstellung der Besten Badischen Bioweine 2010 ist auch in diesem Jahr die regionale Hauptveranstaltung der badischen Biowinzer. Einen besonderen Stellenwert erhält sie 2010 durch das 25jährige Bestehen des Bundesverbandes, das auch in Freiburg gefeiert wird: Neben den Bioland-Winzern, den langjährigen Kooperationspartnern der Präsentation, stellen erstmals Vertreter anderer ECOVIN Regionalverbände im Historischen Kaufhaus ihre Bioweine vor.

„ECOVIN blüht auf” - so lautet das Motto zum Jubiläum und auch für den Aktionstag in Baden am 1. Mai. Am 15. Mai geht es zwar in erster Linie um die rund 200 Bioweine von den rund 25 badischen Betrieben. Doch mit den Gästen aus den Regionen Mosel, Rheingau, Rheinhessen, Franken und Württemberg macht man auf den Ursprung des Bioweinbau-Verbands aufmerksam. Auch die Pionierbetriebe des Bioweinbaus sollen hier präsent sein.

Im Blickpunkt stehen die Besten Badischen Bioweine 2010, die bereits am 3. Mai von einer fachkundigen Jury verkostet und prämiert werden. Ausgewählt werden die Weine in Kategorien, die nach ihrer Eignung zu bestimmten Speisen eingeteilt wurden. Die Weinexperten beurteilen die Bioweine also aus Sicht der Verbraucher: Welcher Wein passt am besten zu welchen Speisen? Im Vorjahr prämierte die Jury 24 Bioweine und Sekte in sieben Kategorien. Die Verkostung aller Weine ist im Eintrittspreis von neun Euro enthalten.

Speziell den Siegerweinen dieser Verkostung widmet sich die Hauptveranstaltung des Rahmenprogramms, für das die Mitglieder des SlowFood Convivums Freiburg verantwortlich zeichnen. Die ehemalige Badischen Weinkönigin Julia Fellmann führt durch diese sachkundige Verkostung und Präsentation der Siegerweine. Diese und drei weitere Verkostungen, bei denen es um die Kombination von Produktproben und den passenden Bioweinen geht, finden während der Bioweinmesse im Rokokosaal statt.

Auch Piwi International, die Arbeitsgemeinschaft zur Förderung pilzwiderstandsfähiger Rebsorten, ist mit einem Sonderstand dabei, an dem die Weine aus pilzfesten Rebsorten verkostet werden können. Ihnen ist bei den Besten Badischen Bioweinen 2010 eine eigene Kategorie gewidmet. Zusammen mit dieser Sonderpräsentation wollen die badischen Biowinzer den Verbrauchern diese Rebsorten näher bringen, die eine besonders umweltfreundliche Bewirtschaftung ermöglichen.

Die Präsentation, die um 14 Uhr im Beisein von Vertretern des ECOVIN Bundesverbands und des Bioland-Landesverbandes eröffnet wird, bietet bis 22 Uhr die Möglichkeit zum Verkosten der Bioweine sowie dem Kennenlernen der Biowinzer und der 25jährigen Geschichte von ECOVIN.

Bioweinpreis 2010: Badische ECOVIN-Weine holen Preise

Montag, den 25. Januar 2010

Beim Internationalen Bioweinpreis 2010: 33 Weine von 7 ECOVIN-Erzeugern wurden ausgezeichnet

FREIBURG. Gut angefangen hat das Jahr 2010 für die badischen ECOVIN-Erzeuger: 33 Weine von sieben Erzeugern des ECOVIN-Regionalverbands Baden erhielten eine Auszeichnung beim Internationalen Bioweinpreis 2010. Bei insgesamt 411 angestellten Weinen des erstmals von Martin Darting, WINE Systems und der DLG Testservice GmbH veranstalteten Verkostung waren die Badener damit sehr erfolgreich.

Vom Kaiserstuhl, aus dem Markgräflerland, dem Breisgau und aus Tauberfranken kommen die ausgezeichneten ECOVIN-Betriebe. Mit insgesamt acht positiven Bewertungen führt das Heitersheimer Weingut Zähringer die Ergebnisliste der badischen ECOVIN-Erzeuger bei dieser Verkostung an: Gleich vier Mal gab es Gold für die Zähringer-Weißweine, bei den Rotweinen kamen zwei Silber-Medaillen und zwei Empfehlungen hinzu.

„Großes Gold”, die höchste Auszeichnung gab es für die Badener nur einmal: Thomas Harteneck aus Schliengen erhielt diese Bewertung für seinen Grauburgunder-Sekt 2007 MAXIME Pinot Brut. In der Kategorie Rotwein erreichte sein Spätburgunder Hellberg noch eine Auszeichnung in Silber, außerdem gab es hier zwei Empfehlungen. In der Kategorie Weißwein kamen zwei weitere Silbermedaillen und zwei Empfehlungen hinzu. Ebenfalls aus dem Markgräflerland kommen die beiden Weine des Weingutes Mißbach, die eine Silbermedaille und eine Empfehlung der 18köpfigen Fachjury erhielten.

Gut vertreten waren auch die Weine aus dem Kaiserstuhl bei dieser Verkostung: Die Bioweine der Winzer vom Silberberg erhielten gleich drei Silbermedaillen (zwei Rotweine, ein Weißwein), zwei weitere Empfehlungen gab es für Rotweine. Damit zeigten die Bio-Erzeuger der Bahlinger Winzergenossenschaft, dass auch WG-Weine in Bioqualität neben internationaler Konkurrenz bestehen können. Klaus Vorgrimmler vom Tuniberg erhielt für seine Rotweine einmal Gold und eine Empfehlung, sowie einmal Silber für einen Weißwein.

Das Weingut Geier aus Tauberfranken wurde ebenfalls für seine Rotweine (zweimal Silber, eine Empfehlung) und Roséweine (eine Empfehlung) ausgezeichnet, das Weingut Dr. Benz erhielt für zwei Rotweine Empfehlungen.

Paulin Köpfer, der Vorsitzende von ECOVIN Baden, sieht in dem guten Abschneiden einen Beleg dafür, dass die badischen Bioweine auch auf internationaler Ebene Format zeigen. Martin Darting, Verkostungsleiter des Bioweinpreises, resümiert, dass badischer Pinot, Weiß- und Grauburgunder „Jahr für Jahr verlässlichen Genuss auf höchstem Niveau” bieten. Aus den Verkostungsergebnissen lasse sich acuh erkennen, dass auch internationale Rotweinstile und die Kunst der Cuvée überdurchschnittlich gut beherrscht werden.

„Fleiß und vinologisches Know How lassen Weine entstehen, die von regionaler Wiedererkennung und von internationaler Akzeptanz geprägt sind”, urteilte er nach der Verkostung. Die Innovation Bio-Badens sieht er vor allem in den interspezifischen Sorten, die auch zunehmend Einzug in die oberen Riegen der Prämierung hielten: „Ihre vermehrte Verbreitung zeugt von verantwortungsvollem Umgang mit lokalen Ressourcen und Freude an der Entdeckung neuer Herausforderungen.”

Die Ergebnisliste der badischen ECOVIN-Erzeuger gibt’s hier als PDF:
http://www.ecovin-baden.de/pdf/bioweinpreis2010.pdf

2010: Biowein-Prämierung, Messen und Aktionstage

Montag, den 18. Januar 2010

ECOVIN-Präsentation 2008

2010 wieder im Programm: Die ECOVIN-Präsentation in Freiburg

Programm im ECOVIN-Jubiläumsjahr - 25 Jahre ECOVIN: Aktionstage unter dem Motto „ECOVIN blüht auf“
Diese Pressemitteilung können Sie zusammen mit der Terminübersicht 2010 hier herunterladen. Die Jahresübersicht 2010 finden Sie auf unseren Internetseiten hier.

FREIBURG. ECOVIN feiert: 25 Jahre besteht der Bundesverband Ökologischer Weinbau jetzt, das wird auch im Regionalverband Baden gefeiert. „ECOVIN blüht auf“ heißt das Motto zweier Aktionstage im Frühjahr und im Herbst, die das Veranstaltungsprogramm abrunden. Höhepunkt bleibt einmal mehr die Prämierung der Besten Badischen Bioweine 2010 und die ECVIN-Präsentation am 15. Mai im Historischen Kaufhaus in Freiburg.

Stolz sind die Biowinzer aus Baden zuallererst auf die Qualität ihrer Weine, die sie auch in diesem Jahr bei drei großen Weinmessen mit Gemeinschaftsständen vorstellen. Die BioFach-Messe in Nürnberg (17. bis 20. Februar) bildet den Auftakt, hier sind aus Baden die Weingüter Dr. Benz (Kenzingen-Bombach), Harteneck (Schliengen), Missbach (Ebringen) und Zähringer (Heitersheim) vertreten. Auch bei der ProWein in Düsseldorf (21. bis 23. März) stehen die Bioweine im Fokus und im Vergleich zu den konventionellen Weinen, den gerade die Badener nicht zu scheuen brauchen. Außer dem Hofgut Consequence (Vogtsburg-Bischoffingen), Harteneck (Schliengen) und Klumpp (Bruchsal) ist auch das Weingut Zähringer (Heitersheim) am ECOVIN-Gemeinschaftsstand mit dabei. Bei der Badischen Weinmesse in Offenburg (8. und 9. Mai) sind neben dem Fachpublikum vor allem die Verbraucher stark vertreten.

Besonderes Augenmerk richten die badischen ECOVIN-Erzeuger in diesem Jahr aber auf die Veranstaltungen zum 25jährigen Bestehen von ECOVIN: „Das ist auch für uns ein Grund mit besonderen Aktivitäten aufzuwarten“, berichtet Paulin Köpfer, der Vorsitzende des ECOVIN-Regionalverbands Baden. „Im Vordergrund steht die ECOVIN-Präsentation Baden am 15. Mai in Freiburg, bei der sich auch „Gäste“ aus anderen deutschen Weinbaugebieten als Aussteller mit ihren Bioweinen präsentieren werden,“ so Köpfer. Vorgestellt werden hier auch die prämierten Besten Badischen Bioweine 2010.

Besonders freuen sich die Biowinzer schon jetzt auf die zwei Aktionstage am 1. Mai und am 2. Oktober unter dem Motto „ECOVIN blüht auf“, zu denen Weinfreunde und Kunden überregional, aber eben auch in Baden auf die Biogüter eingeladen sind. Führungen in den Bio-Weinbergen und in den Kellern sollen den Besuchern einen Einblick vermitteln, natürlich soll auch der Weingenuss dabei eine wichtige Rolle spielen.

Doch auch bei anderen regionalen Veranstaltungen kann man die badischen Bioweine der ECOVIN-Erzeuger kennen lernen: Beim Müllheimer Weinmarkt (23. April) sind zum Beispiel auch alle ECOVIN-Betriebe aus dem Markgräflerland vertreten. Zahlreiche Besucher finden auch den Weg zu den ECOVIN-Winzern, die am Gemeinschaftsstand auf der Freiburger Plaza Culinaria (5. bis 7. November) vertreten sind.

Freiburger Bio-Winzer setzt ausschließlich auf Piwis

Freitag, den 16. Oktober 2009

Bio-Weingut mitten in der Breisgau-Metropole - Andreas Dilger: Durch pilzfeste Rebsorten fast kein Spritzmittel-Einsatz mehr

FREIBURG. Der Standort des Weingutes ist ebenso exklusiv wie die hier erzeugten Weine: Bio-Winzer Andreas Dilger hat sich beim alten Freiburger Straßenbahndepot niedergelassen - mitten in der Wiehre. Seit Jahren setzt der ECOVIN-Erzeuger ganz auf neue, pilzwiderstandsfähige Rebsorten (Piwi). In diesem Herbst ist sein Betrieb zu 100 Prozent auf „Piwis” umgestellt.

Vermuten würde ihn hier niemand, und doch würde er nirgends besser hinpassen als hierhin: Das historische Straßenbahndepot der Freiburger Verkehrsbetriebe liegt mitten in der Wiehre, dem wohl grünsten Stadtteil der Breisgau-Metropole Freiburg. Auf das Weingut deuten freilich neben der ECOVIN-Fahnen nur ein Schild und einige Winzer-Utensilien neben dem mächtigen Hallen hin, die heute unter anderem durch die Freiburger Feuerwehr genutzt werden.

Die Rebberge des einzigen Bio-Winzers im Freiburger Stadtgebiet liegen zwar nicht hier in der Wiehre, sondern am Schönberg - und damit immerhin ebenfalls noch im Freiburger Stadtgebiet. Besucher würden den ehemaligen Sozialpädagogen und heutigen Biowinzer hier schwerlich suchen, wären da nicht die regelmäßigen kulturellen Veranstaltungen in seinen „Hallen”: Das Angebot reicht von Ausstellungen über Konzerte zu Themenabenden und Lesungen.

Seit nunmehr 13 Jahren betreibt Dilger den Bio-Weinbau. Zuerst war es ein Hobby, aber seit sieben Jahren trägt der Bioweinbau des Autodidakten als zweites Standbein zum Einkommen bei. Heute stehen neun Anlagen mit neun verschiedenen Sorten im Freiburger Ortsteil St. Georgen im Ertrag. „Nach und nach habe ich immer neue Flächen gepachtet”, berichtet Dilger, „und dann auf pilzfeste Rebsorten umgestellt.” Das bedeutet Rodung der Weinberge und erst einmal investieren. Hilfe gibt’s in diesem Themenbereich nur beim ECOVIN-Regionalverband Baden und beim Beratungsdienst Ökologischer Weinbau.

Dilger ist sich im Klaren darüber, dass er nur eine Nische bedient. Noch immer gibt es großen Erklärungsbedarf bei den Kunden. Seine Weine gehen zum größten Teil an Privatkunden, die auch auf dem nahe gelegenen Wiehre-Markt bei ihm einkaufen. Der andere Teil seiner Weine wird bei seinen Veranstaltungen ausgeschenkt.

Maßgeblich für die Festlegung auf pilzwiderstandsfähige Rebsorten sind natürlich auch die Arbeitserleichterungen durch den geringeren Spritzaufwand: „Auch wenn die pilzwiderstandsfähigen Sorten in schwierigen Jahren mal gespritzt werden müssen: Mein Verbrauch von Bio-Mitteln liegt bei nur rund einem Viertel dessen, was ein Bio-Betrieb braucht”, erklärt er. Das bedeutet nicht nur 75 Prozent Einsparung an Pflegepräparaten, sondern auch mehr Zeit für andere Arbeiten im Weinberg, weniger Trecker-Fahrten, weniger CO2-Belastung und weniger Bodenverdichtung.

Zum Einsatz kommen vor allem Sorten aus der Züchtung des Staatlichen Weinbauinstitutes Freiburg. „Freiburger Linie” nennt er sein Profil deswegen, was auch eine augenzwinkernde Anspielung auf den Slogan der Verkehrsbetriebe nebenan ist. Johanniter, Helios, Solaris kommen zum Einsatz, ebenso wie Muscaris, Souvignier Gris, Cabernet Cortis und Monarch sowie Pinotin und Regent von anderen Weinbau-Instituten.

Für Matthias Wolff vom Beratungsdienst Ökologischer Weinbau am Freiburger Weinbauinstitut liegt die Zukunft des Bioweinbaus in den neuen pilzfesten Sorten. Wolff ist gleichzeitig Präsident von Piwi International, der Arbeitsgemeinschaft zur Förderung pilzwiderstandsfähiger Rebsorten.

„Den Schweizer Rotweinpreis gewann dieses Jahr ein Marechal Foch”, berichtet er. Für ihn ein klarer Beweis dafür, dass auch mit den neuen Sorten erstklassige Ergebnisse möglich sind. Allerdings auch dafür, dass die Weine mit den exotischen Namen bislang vor allem in Blindverkostungen punkten. Und beim Verkauf an Privatkunden, denen man die neuen Weine erklären kann: Nur so funktioniert derzeit die Vermarktung, in der traditionelle Rebsortennamen eine wichtige Rolle spielen.

Wolff wünscht sich für die Aufklärungsarbeit bei den Verbrauchern auch mehr staatliche Unterstützung: „Schließlich wurden die heutigen, hervorragenden Sorten auch an staatlichen Züchtungsanstalten entwickelt”, argumentiert er. Dass sich der Markt ändern wird, davon ist er überzeugt. Angesichts der Tatsache, dass Piwi International jetzt 10 Jahre existiert und schon vieles erreicht habe lässt sich aber auch ablesen, dass dieser Prozess dauert.

Auf Markt und Modetrends schielt Biowinzer Dilger bei der Umstellung seiner Anlagen auf pilzfeste Rebsorten nicht, im Vordergrund steht die Freude am Experimentieren: „Einen Roséwein vom Cabernet Cortis gab es zuvor noch gar nicht”, berichtet er und ist stolz auf das Ergebnis. Sekt und Secco, Liköre und Brände bietet der Kleinbetrieb ebenso an wie Obstsäfte aus Streuobstbau.

Die Offenheit für Neues spiegelt sich auch in seinem kulturellen Angebot. Dass die Lesung mit der Nobelpreisträgerin Herta Müller, die er in Zusammenarbeit mit einer Buchhandlung in sein Weingut eingeladen hatte, nun in den 1000 Zuhörer fassenden Paulussaal verlegt wird, grämt ihn nicht. Nachdem die Karten innerhalb von zwei Tagen ausverkauft waren und er weiterhin die Bewirtung übernimmt, wird er seine Bioweine am 20. Oktober dort an ein wesentlich größeres Publikum ausschenken.

Bilder als hochauflösenden Datei per Mail anfordern von j01506 klammeraffe bestebioweine punkt de

Ecovin-Weingut Dilger Freiburg

Ecovin-Weingut Dilger Freiburg

Ecovin-Weingut Dilger Freiburg

Hohe Erwartungen für den Biowein-Jahrgang 2009

Mittwoch, den 16. September 2009

Gute Voraussetzungen vom Markgräflerland bis zum Kraichgau - Badische ECOVIN-Erzeuger rechnen mit einem guten Herbst

FREIBURG. An einigen Orten hat die Biowein-Lese bereits begonnen, spätestens ab dem 23. September werden wohl überall in Baden Biotrauben gelesen. ECOVIN-Erzeuger vom Markgräflerland im Süden bis zum Kraichgau im Norden schätzen die Qualität als gut ein, auch wenn der Ertrag stellenweise leicht unterdurchschnittlich ausfallen wird. Die Voraussetzungen werden als so gut bewertet, dass viele Biowinzer in einigen Lagen riskieren wollen, relativ lange abzuwarten, um - bei anhaltend guter Witterung - Spitzen-Qualitäten zu erzielen.

Zufrieden sind sie alle, die befragten Biowinzer zwischen Heitersheim im Markgräflerland und Karlsbad im Kraichgau. Einige wagen sogar ganz vorsichtig den Vergleich zum Spitzenjahrgang 2003, allerdings mit vielen Vorbehalten: Dafür kommt es auf die Wetterentwicklung in den nächsten Tagen und Wochen an: Weiterhin milde Tage mit kühlen Nächten wünschen sich die Winzer.

Bislang verliefen Witterung und Vegetation zumindest nach den Vorstellungen der Biowinzer fast ideal, berichtet Paulin Köpfer, der Vorsitzende von ECOVIN Baden: „Ein sehr warmer Frühling mit Blüte der Reben schon Ende Mai legte hier im Markgräflerland den Grundstock für eine sehr frühe und üppige Vegetation.” Nach den eher wechselhaften Monaten Juni und Juli überraschte der August mit durchgehend sonniger, trockener und heißer Sommerwitterung. „Ein Segen für die Trauben”, so Köpfer. So kam zum Vegetationsvorsprung seit dem Frühjahr die ungewöhnlich frühe Reife mit hohen Zuckergehalten der Trauben bereits Anfang September.

Als eher mittel bis niedrig schätzt Köpfer die Erträge in den Markgräfler ECOVIN-Weinbergen ein. Um den 10. September seien die Trauben mit Mostgewichten von knapp 90 Grad Oechsle bei den Burgundersorten im Grunde vom Zuckergehalt bereits reif gewesen. Erste Ansätze von Traubenfäulnis hätten sich auf Grund der trockenen Witterung nicht weiterentwickelt. Die hohe Reife bei gleichzeitig guter Traubengesundheit sieht Köpfer als beste Voraussetzungen für einen hervorragenden Jahrgang.

Biowinzer Hubert Lay aus Ihringen am Kaiserstuhl bestätigt diese Einschätzung auch für seine Region: Die Reben seien gesund, die Mostgewichte gut, auch die Voraussetzungen für einen durchschnittlichen Ertrag stimmen hier. Lay hofft noch auf etwas Regen für seine Bio-Reben, bevor ab dem 23. September die Lese mit Müller-Thurgau und Regent beginnen wird.

Eribert Benz vom Weingut Dr. Benz in Kenzingen-Bombach erwartet bei ebenfalls einen „sehr guten Jahrgang”: August und September verliefen aus seiner Sicht wie gewünscht. Der Entwicklungsvorsprung seiner Reben im Breisgau betrage noch immer etwa eine Woche, schon jetzt zeichnet sich für ihn eine sehr schöne Aromatik im Weißweinbereich ab. Zwar hat die Lese mit Müller-Thurgau und Regent hier schon begonnen, angesichts der guten Traubengesundheit will Benz aber bei seinen besten Lagen die Ernte lange hinausschieben, um beste Qualitäten zu bekommen.

Gerhard Neye vom Kuckuckshof in Karlsbad-Ittersbach rechnet mit besten Qualitäten, vor allem im Rotweinbereich. Sein Ertrag wird aber voraussichtlich durch Winterschäden je nach Sorte um bis zu 30 Prozent geringer ausfallen, befürchtet er. Auch hier wird die Lese ab dem 23. September beginnen.


Eine Seite von www.ecovin-baden.de. Mehr Infos? ›› ecovin.baden@t-online.de