Archiv der Kategorie 'Nachrichten'

Lernen von den anderen: Wineblog Awards

Dienstag, den 12. Juli 2011
Trends bei Weinguts-Websites

Trends bei Weinguts-Websites

Die deutschen Biowinzer können hinsichtlich der Medienpräsenz sicher zufrieden sein: Im Internet sind sie so gut vertreten wie ihre konventionellen Kollegen, bei Auszeichnungen ebenfalls. Das Interesse der klassischen Medien (Print, Funk) aus der frühen Bio-Zeit hat sich etwas verlagert: Bio an sich ist weniger das Thema, Weinqualität und gute Konzepte ziehen mehr Aufmerksamkeit auf sich.

Wenn man jetzt also auf den Internationalen Weinblog Award schaut, den ich neulich auch auf bestebioweine.de vorgestellt habe, und der gerade in den USA ausgerichtet wird, bleibt die Frage: Was kann man daraus lernen? Sind die amerikanischen Websites der Weingüter besser, anders, effektiver? Immerhin ist das der Weg, auf dem man Medienpräsenz im weitesten Sinn am ehesten selbst gestalten kann.

Die Antwort wird man beim Wineblog Award wohl am ehesten in der Kategorie „Best Winery Blog” suchen. Wie präsentieren sich die Weingüter dort? Für allzu große Aufregung bietet diese Spurensuche freilich wenig Anlass: Die meisten Wineries geben sich auch hier eher konservativ.

Ein paar Sachen fallen auf, fraglich ist, ob die erstens typisch amerikanisch sind und zweitens, ob sie Vorteile bringen.

1. Lange Texte: Manche Artikel auf diesen Weinseiten sind für unsere Begriffe exorbitant lang. Wer soll das lesen? Oder sind das Artikel, die in erster Linie für Suchmaschinen geschrieben werden? Aber: Viele erfolgreiche Blogs gerade aus den USA haben dieses Merkmal, lange Artikel, und haben trotzdem (oder gerade deswegen) eifrige und zahlreiche Leser.

2. Video storytelling. Andere Weingüter setzen voll auf Video. Doch während bei uns viel selbst gemachtes und qualitativ nicht gerade überragendes Material gezeigt wird, geht man dort die Sache professioneller an – wohl auch aus der Überzeugung heraus, dass Videos bessere Besucherzahlen und längere Verweildauern bzw. Wiederholungsbesuche bringen. Oben verlinktes Weingut führt recht genau an, wieviel Aufwand man in diesem Bereich treibt, das Prädikat professionell hat man sich damit verdient.

3. Wine reviews. Ein Thema, das viele Facetten hat: Leser bzw. Kunden bewerten die Weine auf der Website oder im Shop. Ganz einfach, nach einem Fünf-Sterne-System, wie es zum Beispiel auch bei Versandhändlern genutzt wird. Sind das alles “echte” Rezensionen? Wird von den Winzern zensiert? Wie groß ist das Risiko für die Winzer dabei? In Zeiten, in denen Gästebücher tot sind (keiner trauert darum) und andere Bewertungen gekauft und verkauft werden in speziellen Börsen ist das ein heikles Thema. Fest steht: Die Kunden lechzen geradezu nach einfachen, nachvollziehbaren Bewertungen der Produkte, für die sich interessieren. Das Problem sind nicht kritische Bewertungen, sondern Vertrauen und Glaubwürdigkeit.

Fünf badische Bioweine unter den Ecowinnern 2011

Freitag, den 10. Juni 2011

353 ECOVIN-Weine aus 10 deutschen Anbaugebieten wurden von einer Fachjury bei der 14. Ecowinner-Prämierung verkostet. Bewertet wurde in 17 Kategorien bewertet, drei Weine von ECOVIN-Winzern aus Baden schafften es auf die ersten Plätze einer Kategorie.

In der Kategorie Secco platzierte das Weingut Rieger seinen 2010 Risecco auf Platz eins, bei den „übrigen Rebsorten, Restsüße 10-24 g/l landete das Weingut Abril auf Platz eins. Die beiden ersten Plätze in der Kategorie Spätburgunder ohne Barriqe, größer als 12,5 Vol-% Alkohol konnte sich das Weingut Lay aus Ihringen behaupten, bei den Rotweinen Barrqiue größer als 12,5 Vol-% Alkohol das Weingut Zähringer aus Heitersheim.

Weinbaupräsident Norbert Weber fasste seinen Eindruck der Probe zusammen: „Auch bei den ECOVIN Weinen stelle ich fest, dass der 2010er mehr Säurestruktur hat als der Vorgängerjahrgang. So fallen die Weine meist etwas kerniger aus und sind wahrscheinlich auch langlebiger.“

Die verkostete Produktpalette umfasste 17 Kategorien, von Sekt und Secco über Riesling, Burgunderfamilien und Rotweine. Mit dabei waren die Weine aus Pilzwiderstandsfähigen Rebsorten (Piwi), die bei ECOVIN einen besonderen Stellenwert haben. Denn sie schonen Ressourcen und offenbaren den Weinfreunden neue Geschmackserlebnisse.

ECOVIN stellt die Siegerweine in Kooperation mit der gehobenen Gastronomie vor, die nächsten Termine sind auf der Website www.ecovin.de ebenso zu finden wie die detaillierten Ergebnisse.

Zähringer bietet jetzt ein „37°C Bio-Traubenkernöl”

Montag, den 30. Mai 2011

Ein Bio-Traubenkernöl, das im gesamten Produktionsprozess nicht über 37°C erhitzt wurde und zu 100 Prozent aus biologisch und biologisch-dynamisch angebauten Trauben des eigenen Betriebs stammt, bietet jetzt das Heitersheimer Bioweingut Zähringer an.

Wolfgang Zähringer, der runde 30 Jahre an einer wirklichen „Kaltpressung” und schonenden Verarbeitung gearbeitet hat, sieht nur so gewährleistet, dass der Wirkstoff OPC und die wertvollen ungesättigten Fettsäuren in nativer Form, also in Rohkostqualität erhalten bleiben. Alleine durch den Pressvorgang komme es normalerweise zu Temperaturen bis zu weit über 100 Grad, berichtet er. Bei solchen Temperaturen denaturieren die wertvollen Inhaltsstoffe der Speiseöle, die einfach und mehrfach ungesättigten Fettsäuren. Auch die wertvollen Oligomeren ProanthoCyanidine (OPC) leiden unter hohen Temperaturen. OPC sind starke Antioxidanzien, sogenannte „Radikalfänger“, 40 bis 50 mal stärker als die von Vitamin E. Sie kommen fast ausschließlich in Traubenkernen vor.

Die Traubenkerne werden von Wolfgang Zähringer mit einem von ihm entwickelten Verfahren bei Temperaturen von maximal 37°C getrocknet, ein spezielles Verfahren mit einem wassergekühlten Presskopf der Ölmühle garantiert, dass die Temperaturgrenze eingehalten wird.

Die gesundheitlichen Wirkungen, die dem Traubenkernöl zugeschrieben werden, reichen von der Regulierung des Fettstoffwechsels und Durchblutungsförderung bis hin zu Senkung des Cholesterinspiegels und Vorbeugung gegen frühzeitige Zellalterung. Besonders interessant für eine gesunde Ernährung ist aber, dass die Inhaltsstoffe in nativer Form vorliegen und nicht durch Hitze denaturiert wurden.

Dem hohe Aufwand der Trocknung und der Kaltpressung steht eine geringe Ausbeute gegenüber: „In einem Weinberg von einem Ar (100 m2) ernten wir etwa 1.000 Kilogramm Trauben und ma-chen daraus 750 Liter Wein, aber nur einen einzigen Liter Traubenkernöl“, so Wolfgang Zähriner.

Das bei der Ölpressung anfallende Traubenkernmehl soll ähnlich gute Eigenschaften haben, es ist zudem preiswerter, hitzebeständiger und länger haltbar als das Öl. Auch das Mehl enthält den antioxidativen Wirkstoff OPC. Sein Wissen und die erworbene Erfahrung will man im renommierten Bioweingut nun auch für die Herstellung anderer Öle nutzen, zum Beispiel aus Sesam, Sonnenblumenkernen, Leinsaaten und Haselnüssen.

Bilder von der Prämierung der Besten Badischen Bioweine 2011

Freitag, den 27. Mai 2011

ECOVIN-Winzer machen mit beim Öko-Sommer Baden-Württemberg

Donnerstag, den 5. Mai 2011

NABU, BUND und Anbauverbände bündeln Veranstaltungsprogramm

Von Mai bis Oktober 2011 laden die Veranstalter des Öko-Sommer 2011 zu zahlreichen Veranstaltungen in Baden-Württemberg ein, bei denen man Bioprodukte und ihre Erzeuger kennen lernen kann. Gegliedert in die Regionen Freiburg, Karlsruhe, Stuttgart und Bodensee / Tübingen haben die Öko-Anbauverbände ECOVIN, Bioland, Demeter, Ecoland und Naturland ihre Veranstaltungstermine in die Datenbank der Website www.oeko-sommer.de eingestellt.

Aktuell findet man dort von ECOVIN Baden den Terminhinweis auf die ECOVIN-Präsentation am 27. Mai sowie das Gutsfest des Weingutes Zähringer am 26. und 27. Juni, weitere Termine können direkt von den Betrieben dort eingetragen werden.

Vier ECOVIN-Betriebe bei der Badischen Weinmesse am 7. und 8. Mai

Freitag, den 29. April 2011

Am 7. und 8. Mai präsentieren sich in Offenburg Bio-Winzer aus vier ECOVION-Betrieben mit ihren Weinen und Sekten

OFFENBURG. An der Badischen Weinmesse, die am 7. und 8. Mai in Offenburg stattfindet präsentieren sich vier ECOVIN-Betriebe mit ihrem Angebot. Von 11 und 18 Uhr sind in der Baden Arena die folgenden ECOVIN-Erzeuger zu finden:

Weingut Zähringer, Heitersheim (Halle BA Stand 67)
Weingut Rieger, Buggingen-Betberg (Halle BA Stand 54)
Badischer Winzerkeller (Halle BA Stand 16)
Staatsweingut Freiburg-Blankenhornsberg (Halle BA Stand 82)

Der gebürtige Badener Markus Del Monega, Master of Wine, wird die Messe eröffnen. Zum Angebot gehören neben einigen tausend Weinen und Sekten zunehmend auch Feinkostartikel und Accessoires, das Rahmenangebot umfasst Seminare und önologische Menüs.

Stiftungswein vom Gallushof

Freitag, den 15. April 2011

Stiftungswein vom Gallushof

Ein guter Tropfen für einen guten Zweck: Die Gallushof-Weine „Der rote Hahn” und „PicooGallusSecco” sind Stiftungsweine für die die Stiftung Brücke. Diese hilft Menschen in Armutsregionen, sich selbst aus extremer Armut dauerhaft zu befreien.

Von jeder Flasche fließen zwei Euro in Projekte der Stiftung Brücke.

Nähere Informationen gibt es hier auf der Website des Weingutes Gallushof.

Aus aktuellem Anlass: regionale Messwerte

Montag, den 14. März 2011

Messnetz für Radioaktivität

Die Badener haben sich in den 70er Jahren massiv gegen die Planung eines KKW am Oberrhein zur Wehr gesetzt – und haben dennoch seitdem keine Ruhe. Mit Sorge beobachtet man hierzulande, was im elsässischen Fessenheim passiert. Für besorgte Gemüter auch in anderen Regionen hilft in diesen Tagen vielleicht auch ein Blick auf die Website des Bundesamtes für Strahlenschutz.

Dort kann man sich aus der Deutschlandkarte die nächstgelegene Messstelle für Radioaktivität herauspicken und die (beruhigenden) aktuellen Daten nachlesen.

Zur Erinnerung: Wyhl liegt ebenso wie Fessenheim im Oberrheingraben in einem erdbebengefährdeten Gebiet.

Erfolgreiche und spannende Fortbildung

Montag, den 7. März 2011

Fortbildung biologisch-dynamischer Weinbau

Mit knapp 60 Teilnehmern aus allen deutschen Anbaugebieten, aber auch der Schweiz, Südtirol und Luxemburg, war das ECOVIN – Fachseminar “Biodynamische Verfahren im ökologischen Weinbau” im Bildungshaus St.Ulrich komplett ausgebucht. Gemeinsam mit dem Beratungsdienst ökologischer Weinbau präsentierte ECOVIN über 3 Tage ein vielseitiges Programm.

Neben grundsätzlichen Fragen biologisch dynamischer Arbeit war die Bestimmung der Qualität und Lebenskräfte im Wein mittels bildschaffender Methoden ein Schwerpunktthema. Dazu referierten sowohl Dr. Jürgen Fritz aus Bonn als auch Frau Margarethe Chapelle aus Frankreich. Die Praxis des biodynamischen Anbaues war Thema der Exkursion in das Demeter-Weingut Rieger
im Markgräflerland. Am dritten Tag stellte Georg Meissner Ergebnisse aktueller Untersuchungen in der Forschungsanstalt Geisenheim bevor Nicolas Joly, Pionier und Verfasser diverser Fachbücher, aus seiner vieljährigen Erfahrungen mit dem biologisch-dynamischen Weinbau in Frankreich ausführlich berichtete und viele Fragen mit den Seminarteilnehmern diskutierte.

Fortbildung biologisch-dynamischer Weinbau

Fortbildung biologisch-dynamischer Weinbau

Bio-Anbaufläche im Südwesten wächst

Freitag, den 4. März 2011

„Fast jeder 15. Landwirt im Südwesten wirtschaftet ökologisch”, so lautet die Überschrift eines aktuellen Artikels des Statistischen Landesamtes. Demnach ergab die Landwirtschaftszählung 2010 eine Ausweitung der ökologisch bewirtschafteten Fläche auf rund 100.000 Hektar.

In Baden-Württemberg arbeiten demzufolge 3.042 Betriebe biologisch, das seien rund 6,8 Prozent oder fast jeder 15. Betrieb. Der Anteil der tatsächlich ökologisch bewirtschafteten Flächen in Baden-Württemberg nahm nach Angaben des Statistischen Landesamtes in den vergangenen Jahren stetig zu.


Eine Seite von www.ecovin-baden.de. Mehr Infos? ›› ecovin.baden@t-online.de