Piwi-Weinpreise 2016 für badische ECOVIN-Winzer

Piwi-Weinpreis

Gut abgeschnitten haben die badischen ECOVIN-Erzeuger bei der Prämierung des Internationalen Piwi-Weinpreises im November: Vier badische ECOVIN-Mitgliedsbetriebe erhielten 16 Auszeichnungen.

Besonders erfolgreich war das Hofgut Sonnenschein in Fischingen. Markus Bürgin erhielt neben dem Großen Gold in der Kategorie Weißwein in dieser Kategorie auch Gold und Silber. Bei den Rotweinen kam ein weitere Mal Gold hinzu, zweimal Silber. Das Staatsweingut Freiburg schnitt mit fünf Auszeichnungen ebenfalls sehr gut ab und erhielt zweimal Silber für Weißweine, je einmal für einen Rotweinen und einen Rosé.

Weitere Auszeichnungen gingen an das Weingut Dilger (Freiburg): Zweimal Gold und einmal Silber für Weißweine sowie je einmal Silber für einen Weißwein und einen Rosé. Das Weingut Zähringer (Heitersheim) erreichte bei den Weißweinen eine Goldmedaille.

Bei dem Qualitätswettbewerb für Weine aus pilzwiderstandsfähigen Reben wurden Ende Oktober mehr als 300 Weine aus 14 Ländern verkostet. Von den 308 eingereichten Weinen aus pilzwiderstandsfähigen Rebsorten wurden 15 mit Großes Gold, 105 mit Gold und 124 mit einer Silbermedaille prämiert. Besonders auffällig zeigte sich das hohe Qualitätsniveau der eingereichten Weißweine, sowohl im traditionellen Ausbau, als auch im modern-reduktiven.

Insgesamt wurden laut Pressemitteilung des Ausrichters Wine-System 105 der eingereichten PIWI-Weine mit Gold prämiert, weitere 124 mit Silber und 50 mit einer Empfehlung. Wie bereits im Vorjahr konnten nicht nur traditionsreiche Weinländer mit erstklassigen Qualitäten punkten; auch „Nordlichter“, wie Dänemark, Schweden, Belgien und die Niederlande sowie Polen waren wieder ganz oben dabei, berichtete Verkostungsleiter Martin Darting.

Auch sei 2016 deutlich ablesbar gewesen, dass die Erfahrungen der letzten Jahre bei vielen Erzeugern Früchte tragen.

Die pilzwiderstandsfähigen Rebsorten

Cabernet Jura, Regent, Solaris und Co. sind Rebsorten, denen im Weinbau großes Potential beigemessen wird, die beim Verbraucher aber immer noch recht unbekannt sind und oftmals mit Absatzschwierigkeiten zu kämpfen haben. Sie wurden als sogenannte PIWIs, pilzwiderstandsfähige Rebsorten, gezüchtet, um den beiden Pilzkrankheiten Peronospora und Oidium, auch Falscher und Echter Mehltau genannt, mit einem Minimum an Fungizid-Einsatz begegnen zu können. Auch als „starke Reben“ bezeichnet kommen sie weitgehend ohne Pflanzenschutz aus, was aus ökologischer und ökonomischer Sicht einen großen Gewinn darstellt. Besonders im aktuellen Weinjahr 2016, welches sich mit hohem Pilzbefall bei den konventionellen Rebsorten gezeigt hat, konnten die PIWI-Winzer deutlich entspannter und ökologischer im Weinberg agieren. Der Internationale PIWI Weinpreis trägt seit sechs Jahren zum Bekanntheitsgrad dieser Reben bei und zeigt, dass sie ebenso attraktive und qualitativ hochwertige Weine hervorbringen können, wie die gängigen Vertreter der Vitis Vinifera.