Monatsarchiv für März 2011

20 Jahre ECOVIN Baden

Donnerstag, den 31. März 2011

Rückblick auf erfolgreiche Arbeit für den Bioweinbau – Höhepunkt im Terminkalender: Die Prämierung der Besten Badischen Bioweine 2011

FREIBURG. Was am 31. Januar 1991 begann, das entwickelte sich in den vergangenen 20 Jahren zur Erfolgsgeschichte: Mit der Gründung des Regionalverbands ECOVIN Baden bekamen die engagierten Biowinzer im Südwesten nicht nur eine starke gemeinsame Stimme, sondern auch viel konkrete Hilfe für die Praxis. Auch wenn keine Feierlichkeiten zum Jubiläum geplant sind, wird sich der runde Geburtstag als roter Faden durch die badischen ECOVIN-Veranstaltungen 2011 ziehen.

Dass trotz der rasanten Entwicklungen und mancher Turbulenzen auch einiges gleich geblieben ist, das belegt der Vorsitzende des Regionalverbands Paulin Köpfer: Er nahm sein Amt mit der Gründung des Regionalverbands auf und übt es bis heute aus. 1991 gehörte er in Opfingen zu den 38 Gründungsmitgliedern, die zusammen rund 139 Hektar Rebfläche bewirtschafteten. Sie alle waren bis dahin Mitglieder beim Bundesverband mit Sitz in Oppenheim, stellten dort rund ein Drittel der Mitglieder. „Da lag es nahe, einen Regionalverband zu gründen, um die Arbeit vor Ort zu intensivieren”, erinnert sich Köpfer.

Die Anliegen der badischen Biowinzer waren ganz konkret: Sie mussten die Kontrollen der biologischen Arbeit sicherstellen – eine Aufgabe, die erst wenig später ausgelagert werden konnte. Sie kümmerten sich um die Beratung der immer zahlreicher werdenden Interessenten, für die ein Beratungsdienst gegründet wurde, der heute ebenfalls auf eine erfolgreiche Geschichte und steigende Mitgliederzahlen zurückblicken kann. Und sie wollten Fortbildungen anbieten, um die Praxiserfahrungen der Pioniere an ihre Kollegen weiterzugeben, ebenso wie die neusten Ergebnisse aus der Forschung. Auch dieser Bereich wird bis heute erfolgreich gepflegt.

Für Forschung und Politik war der Regionalverband schon früh ein wichtiger Ansprechpartner, die Zusammenarbeit mit dem Freiburger Weinbauinstitut war von Beginn an gegeben. Aber ebenso wichtig wie das Wissen um die neusten Forschungsarbeiten war für die Biowinzer schon immer, ihre Position zu vertreten: Die Mitgliedschaft im Badischen Weinbauverband war dafür ebenso wichtig wie die in der Arbeitsgemeinschaft Ökologischer Landbau Baden-Württemberg und natürlich auch der enge Kontakt zum ECOVIN-Bundesverband in Oppenheim.

Um Vorurteile gegenüber den biologisch erzeugten Weinen anzugehen, richtete der Regionalverband bereits 1992 die erste Präsentation seiner Weine in Freiburg aus. Heute ist diese erfolgreiche Veranstaltung längst etabliert und findet inzwischen im Zwei-Jahres-Rhythmus statt. Aufmerksamkeit bei Fachleuten und Verbrauchern erregte man auch mit der Prämierung der Besten Badischen Bioweine, die 2001 erstmals stattfand. Und auch hier wählte man eigene Schwerpunkte: Statt einer Besten-Wahl nach Rebsorten werden die Weine nach ihrer optimalen Eignung als Begleiter zu den Speisen eines Menüs prämiert: Ein sehr alltagstauglicher Ansatz, der vor allem den Verbrauchern entgegenkommt.

Neuland betrat man auch mit der Schaffung eines eigenen Internetauftritts, als das Internet noch in den Kinderschuhen steckte. Die badischen Biowinzer gingen vor 16 Jahren gleich mit mehreren Mitgliedsbetrieben und zahlreichen Infos zum Bioweinbau ins Netz. Und sie boten auch ihren Wein auf dieser neuen Plattform an, woraus sich bis heute zahlreiche gute Vertriebsmöglichkeiten entwickelt haben.

Heute ist der Regionalverband ECOVIN Baden stark gewachsen: Die Zahl der Mitglieder hat sich mit 75 fast verdoppelt, die ökologisch bewirtschafteter Rebfläche hat sich mit 350 Hektar weit mehr als verdoppelt. Vorsitzender Paulin Köpfer sieht den Regionalverband heute vorrangig als Netzwerk: Die Verbindungen zwischen den ökologischen Anbauverbänden sind bestens ausgebaut, ebenso zu den berufsständischen Vertretungen der Winzer-Kollegen. Und längst sind dort nicht nur die Arbeitsweisen der Bio-Erzeuger akzeptiert, mehr noch: Es werden auch die Ergebnisse der Biowinzer und des rührigen Verbands geschätzt.

Zwar gab es in den vergangenen 20 Jahren auch Auseinandersetzungen und ein Auf und Ab in der Entwicklung des Regionalverbands, was sich auch in den Mitgliederzahlen niederschlug. Unterm Strich aber präsentiert sich der Verband heute als Erfolgsgeschichte mit hoher Anerkennung, mit stark gestiegenen Mitgliederzahlen und Anbauflächen sowie hoher Akzeptanz bei Politik und Behörden.

„Wir werden auch in Zukunft unseren Beitrag leisten zu einer individuellen Weinkultur, die den regionalen Aspekt ebenso fördert wie den spezifischen Einfluss der Böden,”, meint Köpfer, „und wir werden nach außen hin noch stärker die Standards unserer ökologischen Richtlinien kommunizieren und unser Nachhaltigkeits-Konzept weiterentwickeln”.

Bei allen Erfolgen ist dem Vorsitzenden der badischen Biowinzer aber auch klar: Ein Massenprodukt wird Biowein trotz des großen Engagements nicht werden: „So lange der Kunde zu wenig bereit ist, für guten Wein auch mehr zu bezahlen als die Discount-Preise, die bei uns 50 Prozent des Weinabsatzes ausmachen, werden Bioweine keine Massenware”. Richtig traurig ist man aber auch darüber nicht: Die Bioweingüter definieren sich nach Köpfers Worten in erster Linie über die Qualität ihrer Weine, selbst die Öko-Labels spielen nicht eine gleich große Rolle, wie die Weinqualität.

Herausforderungen sehen die Bio-Erzeuger auch in Zukunft noch genügend, ihnen stünden aber auch große Zukunftschancen gegenüber, so Paulin Köpfer: „Die Zeit arbeitet für uns.” Die Konsumenten seien mehr und mehr überzeugt vom Bioanbau als nachhaltiges Konzept. „Es resultieren daraus auch individuelle und charaktervolle Weine mit hohen geschmacklichen Eigenschaften.” Dies sei ein weiterer Grund, mit dem sich die steigende Nachfrage nach ECOVIN-Weinen begründen lasse, meint Köpfer und betont: „Wir sind damit auf einem guten, sehr guten Weg auf die nächsten 20 Jahre”.

Vorstellung der Besten Badischen Bioweine 2011

Dienstag, den 29. März 2011

Die Besten Badischen Bioweine 2011 werden am Freitag, dem 27. Mai von 14 bis 19 Uhr im Kreuzgang des Freiburger Augustinermuseums erstmals öffentlich vorgestellt. (Eingang durch das Museumscafé.)

Der Eintritt zur Vorstellung der Besten Badischen Bioweine kostet fünf Euro. Im Preis enthalten ist die Verkostung aller rund 20 Siegerweine, die von einer unabhängigen Jury nach ihrer Eignung als Begleiter zu den Speisen eines Menüs prämiert wurden.

Im Jubiläumsjahr des 20jährigen Bestehens des ECOVIN-Regionalverbands Baden erfolgt die Prämierung in Zusammenarbeit in Kooperation mit Bioland, Demeter und Slow Food. Die Vorstellung der Siegerweine tritt alle zwei Jahre an die Stelle der „großen“ ECOVIN-Präsentation Baden im Historischen Kaufhaus in Freiburg, die 2012 wieder stattfinden wird.

Neue Weinpreislisten

Freitag, den 25. März 2011

Mit dem Frühjahr kommen auch die frisch abgefüllten 2010er Weine – vorwiegend Weißweine – der badischen Biobetriebe ins Angebot. Aktuell gibt es neue Preislisten und Angebote bei den Weingütern Zähringer (Markgräflerland), Harteneck (Markgräflerland) und Gallushof (Breisgau),.

Blühende Weinberge

Dienstag, den 22. März 2011

Narzissen im Weinberg

Die Frühlingssonne lässt auch die Bio-Weinberge in Baden in einem anderen Licht erscheinen. In den meisten Betrieben sind die Weißweine des Jahrgangs 2010 schon abgefüllt und stehen rechtzeitig vor den Oster-Feiertagen für den Verkauf bereit. In den Weinbergen blühen derweil vereinzelt Narzissen und Hyazinthen, die freilich noch Vorboten der systematischen Bio-Begrünung der Weinberge sind.

Osterangebote: Biowein aus Baden

Donnerstag, den 17. März 2011

Zu den Festtagen machen viele Biowinzer besondere Angebote. Ganz frisch: Der Gallushof in Teningen-Heimbach bietet einige seiner Bio-Weine noch bis Ostern zu einem Sonderpreis an. Nähere Infos dazu gibts auf der Website des Gallushofes.

Aus aktuellem Anlass: regionale Messwerte

Montag, den 14. März 2011

Messnetz für Radioaktivität

Die Badener haben sich in den 70er Jahren massiv gegen die Planung eines KKW am Oberrhein zur Wehr gesetzt – und haben dennoch seitdem keine Ruhe. Mit Sorge beobachtet man hierzulande, was im elsässischen Fessenheim passiert. Für besorgte Gemüter auch in anderen Regionen hilft in diesen Tagen vielleicht auch ein Blick auf die Website des Bundesamtes für Strahlenschutz.

Dort kann man sich aus der Deutschlandkarte die nächstgelegene Messstelle für Radioaktivität herauspicken und die (beruhigenden) aktuellen Daten nachlesen.

Zur Erinnerung: Wyhl liegt ebenso wie Fessenheim im Oberrheingraben in einem erdbebengefährdeten Gebiet.

Gallushof – für Weinprofis und Genießer

Freitag, den 11. März 2011

GallushofIn diesen Wochen präsentiert sich der Gallushof in Teningen-Heimbach gleich auf zwei Ebenen: Die Profis finden Johannes Hügle und Angela Mink-Hügle vom 27. bis 30. März auf der Fachhandelsmesse ProWein in Düsseldorf.

Genießer können sich den 7. April vormerken: Dann öffnet die Gallushofstraussi wieder. Auf der Karte stehen Gerdas Flammenkuchen, ökologische Salate , Brägele mit Bibiliskäs, Maultaschen und andere Köstlichkeiten. Geöffnet ist die Straußi donnerstags, freitags und samstags ab 17 Uhr, sonn- und feiertags ab 12 Uhr.

Die Weißweine des Jahrgangs 2010 werden ab Mitte April ausgeschenkt, ebenso wie die Rotweine 2008 „Alte Rebe“ und der 2008 Spätburgunder Barrique, ebenso wie der Gallushof-Rosé.

Erfolgreiche und spannende Fortbildung

Montag, den 7. März 2011

Fortbildung biologisch-dynamischer Weinbau

Mit knapp 60 Teilnehmern aus allen deutschen Anbaugebieten, aber auch der Schweiz, Südtirol und Luxemburg, war das ECOVIN – Fachseminar “Biodynamische Verfahren im ökologischen Weinbau” im Bildungshaus St.Ulrich komplett ausgebucht. Gemeinsam mit dem Beratungsdienst ökologischer Weinbau präsentierte ECOVIN über 3 Tage ein vielseitiges Programm.

Neben grundsätzlichen Fragen biologisch dynamischer Arbeit war die Bestimmung der Qualität und Lebenskräfte im Wein mittels bildschaffender Methoden ein Schwerpunktthema. Dazu referierten sowohl Dr. Jürgen Fritz aus Bonn als auch Frau Margarethe Chapelle aus Frankreich. Die Praxis des biodynamischen Anbaues war Thema der Exkursion in das Demeter-Weingut Rieger
im Markgräflerland. Am dritten Tag stellte Georg Meissner Ergebnisse aktueller Untersuchungen in der Forschungsanstalt Geisenheim bevor Nicolas Joly, Pionier und Verfasser diverser Fachbücher, aus seiner vieljährigen Erfahrungen mit dem biologisch-dynamischen Weinbau in Frankreich ausführlich berichtete und viele Fragen mit den Seminarteilnehmern diskutierte.

Fortbildung biologisch-dynamischer Weinbau

Fortbildung biologisch-dynamischer Weinbau

Bio-Anbaufläche im Südwesten wächst

Freitag, den 4. März 2011

„Fast jeder 15. Landwirt im Südwesten wirtschaftet ökologisch”, so lautet die Überschrift eines aktuellen Artikels des Statistischen Landesamtes. Demnach ergab die Landwirtschaftszählung 2010 eine Ausweitung der ökologisch bewirtschafteten Fläche auf rund 100.000 Hektar.

In Baden-Württemberg arbeiten demzufolge 3.042 Betriebe biologisch, das seien rund 6,8 Prozent oder fast jeder 15. Betrieb. Der Anteil der tatsächlich ökologisch bewirtschafteten Flächen in Baden-Württemberg nahm nach Angaben des Statistischen Landesamtes in den vergangenen Jahren stetig zu.

Hofgut Sonnenschein: Abendöffnung

Dienstag, den 1. März 2011

Hofgut Sonnenschein

Einen neuen Service bietet Markus Bürgin vom Hofgut Sonnenschein in Fischingen im Markgräflerland für seine Kunden: Ab dem 4. März ist der Hofladen jeden Freitag von 16 bis 21 Uhr geöffnet. In dieser Zeit können alle Produkte probiert werden.


Eine Seite von www.ecovin-baden.de. Mehr Infos? ›› ecovin.baden@t-online.de