Monatsarchiv für Oktober 2009

Freiburg: 12 Millionen Tagesgäste pro Jahr!

Samstag, den 31. Oktober 2009

FreiburgDa lebt man im Breisgau und erfährt so etwas durch Zufall über die Schweizer Website: baizer.ch /
12 Millionen Tagesgäste pro Jahr
. Das ist sogar deutlich mehr, als man bisher angenommen hatte.

Die Zahlen gehen dem Bericht zufolge zurück auf die Firma Trendscope, die im Auftrag der Freiburg Wirtschaft Touristik Messe GmbH & Co. KG eine Analyse des Fremdenverkehrs in der Breisgaumetropole durchführte.

Nun sind solche Zahlen natürlich vor allem den Tourismus und die Gastronomie interessant. Andererseits profitiert ja Freiburg sehr stark auch von seinem “grünen” Image. Nirgendwo ist beispielsweise die Zahl der Biowinzer höher, als im Breisgau, im direkten Umkreis Freiburgs. Die meisten Besucher (84 Prozent) kommen aus Deutschland, die meisten ausländischen Besucher aus den Nachbarländern Schweiz und Frankreich. Und rund 75 Prozent machen Kurzurlaube.

Während Tourismus und Gastronomie diese Zahlen sicher auswerten sollten sich auch die Bio-Erzeuger der Region Gedanken darüber machen, wie sie das Potenzial der Breisgau-Metropole nutzen können. “Das Image, das die Besucher Freiburgs von der Stadt haben, ist sehr positiv. Freiburg wird insbesondere als lebendig, gastfreundlich, abwechslungsreich, umweltfreundlich und erholsam wahrgenommen.”

Natürlich wurden auch wirtschaftliche Zahlen erfasst und die lassen das Potenzial ebenfalls deutlich werden: Die durch die Tagesgäste erwirtschaftete Nettowertschöpfung beläuft sich auf 192 Millionen Euro, Übernachtungsgäste steuern weitere 103 Millionen Euro bei.

Neue Probierpakete im Weingut Zähringer

Mittwoch, den 28. Oktober 2009

Wolfgang ZähringerFast jeder Bio-Winzer hat sie im Programm, meistens jedoch werden sie von den Kunden lange nicht so geschätzt, wie das sein sollte: Probierpakete mit verschiedenen Weinen, vom Winzer zusammengestellt, sind eine gute Gelegenheit, einen Betrieb kennen zu lernen. Dazu kommt, dass diese Pakete meistens auch noch im Preis reduziert sind, das Risiko sinkt also für den Verbraucher etwas, die Vorfreude steigt.

Gleich drei Probierpakete gibts im Weingut Zähringer. Das Heitersheimer Bioweingut kann wegen seines vergleichsweise großen Weinangebotes und seiner Vielfalt aus dem vollen schöpfen: Es gibt ein Weißwein-, ein Rotwein-Paket und die derzeitigen Lieblingsweine von Wolfgang Zährnger. Gerade wurden die Weine aktualisiert, eine gute Gelegenheit zum kennenlernen.

ECOVIN-Winzer auf der Plaza Culinaria vom 6. bis 8. November in Freiburg

Montag, den 19. Oktober 2009

Plaza Culinaria 2009So viele Bio-Weinbaubetriebe wie nie zuvor beteiligen sich an der sechsten Plaza Culinaria, die vom 6. bis 8. November auf dem Messegelände in Freiburg stattfindet. Im vergangenen Jahr hatte man 28.000 Besucher hier verzeichnet, Biowinzer berichten von Beginn an über großes Interesse der Messebesucher an ihren Bioweinen.

In diesem Jahr beteiligen sich die folgenden badischen ECOVIN-Erzeuger an der Genussmesse und bieten ihre Bioweine zur Verkostung an:

Der Badische Winzerkeller (Breisach), das Weingut Isele (Achkarren), das Weingut Hubert Lay (Ihringen), das Weingut Andreas Dilger (Freiburg), das Staatsweingut Blankenhornsberg und das Weingut Zähringer (Heitersheim).

Freiburger Bio-Winzer setzt ausschließlich auf Piwis

Freitag, den 16. Oktober 2009

Bio-Weingut mitten in der Breisgau-Metropole - Andreas Dilger: Durch pilzfeste Rebsorten fast kein Spritzmittel-Einsatz mehr

FREIBURG. Der Standort des Weingutes ist ebenso exklusiv wie die hier erzeugten Weine: Bio-Winzer Andreas Dilger hat sich beim alten Freiburger Straßenbahndepot niedergelassen - mitten in der Wiehre. Seit Jahren setzt der ECOVIN-Erzeuger ganz auf neue, pilzwiderstandsfähige Rebsorten (Piwi). In diesem Herbst ist sein Betrieb zu 100 Prozent auf „Piwis” umgestellt.

Vermuten würde ihn hier niemand, und doch würde er nirgends besser hinpassen als hierhin: Das historische Straßenbahndepot der Freiburger Verkehrsbetriebe liegt mitten in der Wiehre, dem wohl grünsten Stadtteil der Breisgau-Metropole Freiburg. Auf das Weingut deuten freilich neben der ECOVIN-Fahnen nur ein Schild und einige Winzer-Utensilien neben dem mächtigen Hallen hin, die heute unter anderem durch die Freiburger Feuerwehr genutzt werden.

Die Rebberge des einzigen Bio-Winzers im Freiburger Stadtgebiet liegen zwar nicht hier in der Wiehre, sondern am Schönberg - und damit immerhin ebenfalls noch im Freiburger Stadtgebiet. Besucher würden den ehemaligen Sozialpädagogen und heutigen Biowinzer hier schwerlich suchen, wären da nicht die regelmäßigen kulturellen Veranstaltungen in seinen „Hallen”: Das Angebot reicht von Ausstellungen über Konzerte zu Themenabenden und Lesungen.

Seit nunmehr 13 Jahren betreibt Dilger den Bio-Weinbau. Zuerst war es ein Hobby, aber seit sieben Jahren trägt der Bioweinbau des Autodidakten als zweites Standbein zum Einkommen bei. Heute stehen neun Anlagen mit neun verschiedenen Sorten im Freiburger Ortsteil St. Georgen im Ertrag. „Nach und nach habe ich immer neue Flächen gepachtet”, berichtet Dilger, „und dann auf pilzfeste Rebsorten umgestellt.” Das bedeutet Rodung der Weinberge und erst einmal investieren. Hilfe gibt’s in diesem Themenbereich nur beim ECOVIN-Regionalverband Baden und beim Beratungsdienst Ökologischer Weinbau.

Dilger ist sich im Klaren darüber, dass er nur eine Nische bedient. Noch immer gibt es großen Erklärungsbedarf bei den Kunden. Seine Weine gehen zum größten Teil an Privatkunden, die auch auf dem nahe gelegenen Wiehre-Markt bei ihm einkaufen. Der andere Teil seiner Weine wird bei seinen Veranstaltungen ausgeschenkt.

Maßgeblich für die Festlegung auf pilzwiderstandsfähige Rebsorten sind natürlich auch die Arbeitserleichterungen durch den geringeren Spritzaufwand: „Auch wenn die pilzwiderstandsfähigen Sorten in schwierigen Jahren mal gespritzt werden müssen: Mein Verbrauch von Bio-Mitteln liegt bei nur rund einem Viertel dessen, was ein Bio-Betrieb braucht”, erklärt er. Das bedeutet nicht nur 75 Prozent Einsparung an Pflegepräparaten, sondern auch mehr Zeit für andere Arbeiten im Weinberg, weniger Trecker-Fahrten, weniger CO2-Belastung und weniger Bodenverdichtung.

Zum Einsatz kommen vor allem Sorten aus der Züchtung des Staatlichen Weinbauinstitutes Freiburg. „Freiburger Linie” nennt er sein Profil deswegen, was auch eine augenzwinkernde Anspielung auf den Slogan der Verkehrsbetriebe nebenan ist. Johanniter, Helios, Solaris kommen zum Einsatz, ebenso wie Muscaris, Souvignier Gris, Cabernet Cortis und Monarch sowie Pinotin und Regent von anderen Weinbau-Instituten.

Für Matthias Wolff vom Beratungsdienst Ökologischer Weinbau am Freiburger Weinbauinstitut liegt die Zukunft des Bioweinbaus in den neuen pilzfesten Sorten. Wolff ist gleichzeitig Präsident von Piwi International, der Arbeitsgemeinschaft zur Förderung pilzwiderstandsfähiger Rebsorten.

„Den Schweizer Rotweinpreis gewann dieses Jahr ein Marechal Foch”, berichtet er. Für ihn ein klarer Beweis dafür, dass auch mit den neuen Sorten erstklassige Ergebnisse möglich sind. Allerdings auch dafür, dass die Weine mit den exotischen Namen bislang vor allem in Blindverkostungen punkten. Und beim Verkauf an Privatkunden, denen man die neuen Weine erklären kann: Nur so funktioniert derzeit die Vermarktung, in der traditionelle Rebsortennamen eine wichtige Rolle spielen.

Wolff wünscht sich für die Aufklärungsarbeit bei den Verbrauchern auch mehr staatliche Unterstützung: „Schließlich wurden die heutigen, hervorragenden Sorten auch an staatlichen Züchtungsanstalten entwickelt”, argumentiert er. Dass sich der Markt ändern wird, davon ist er überzeugt. Angesichts der Tatsache, dass Piwi International jetzt 10 Jahre existiert und schon vieles erreicht habe lässt sich aber auch ablesen, dass dieser Prozess dauert.

Auf Markt und Modetrends schielt Biowinzer Dilger bei der Umstellung seiner Anlagen auf pilzfeste Rebsorten nicht, im Vordergrund steht die Freude am Experimentieren: „Einen Roséwein vom Cabernet Cortis gab es zuvor noch gar nicht”, berichtet er und ist stolz auf das Ergebnis. Sekt und Secco, Liköre und Brände bietet der Kleinbetrieb ebenso an wie Obstsäfte aus Streuobstbau.

Die Offenheit für Neues spiegelt sich auch in seinem kulturellen Angebot. Dass die Lesung mit der Nobelpreisträgerin Herta Müller, die er in Zusammenarbeit mit einer Buchhandlung in sein Weingut eingeladen hatte, nun in den 1000 Zuhörer fassenden Paulussaal verlegt wird, grämt ihn nicht. Nachdem die Karten innerhalb von zwei Tagen ausverkauft waren und er weiterhin die Bewirtung übernimmt, wird er seine Bioweine am 20. Oktober dort an ein wesentlich größeres Publikum ausschenken.

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Ecovin-Weingut Dilger Freiburg

Ecovin-Weingut Dilger Freiburg

Ecovin-Weingut Dilger Freiburg

Deutsche Weinprinzessin: Isabell Kindle aus Baden

Dienstag, den 13. Oktober 2009

Isabell Kindle aus Kippenheim ist Deutsche Weinprinzessin. Zusammen mit Christl Schäfer unterstützt sie die Deutsche Weinkönigin Sonja Christ von der Mosel. Die Wahl war ein großes Ereignis, mit Fernseh-Übertragung. Nun steht ihr ein Jahr lang harte Arbeit bevor - die sie freilich schon kennen gelernt hat: als Breisgauer Weinprinzessin und Badische Weinkönigin.

Rund 250 Termine wird sie im Jahr wahrnehmen, um den Badischen Wein zu repräsentieren - und demzufolge auch den Badischen Biowein. Zumindest haben das die regionalen Hoheiten immer huldvoll miterledigt. Viel Spass und viel Erfolg bei dieser Aufgabe!


Eine Seite von www.ecovin-baden.de. Mehr Infos? ›› ecovin.baden@t-online.de