Monatsarchiv für April 2008

Küchengeschichten auf amerikanisch - Bill Buford: Hitze

Mittwoch, den 30. April 2008

Bill Buford: HitzeHitze. Abenteuer eines Amateurs als Küchensklave, Sous-Chef, Pastamacher und Metzgerlehrling. Und das mit dem “auf amerikanisch” ist gar nicht abwertend gemeint. Es ist nur eben so, wie man es beispielsweise aus New York erwartet: Alles etwas größer, spektakulärer, aufregender.

Bill Buford, das ist der Mann auf dem Buchtitel, der mit dem Schwein auf der Schulter gerade in den Kühlschrank schaut. Viel Neues kann er dort nicht erwarten, nach allem, was er dem Buch zufolge bereits erlebt hat: Küchensklave war er und Sous-Chef, Pastamacher und Metzgerlehrling. Und davor Literaturredakteur beim US-Magazin “New Yorker”.

Nicht zuletzt diese Station ist wohl auch für den Erfolg des Buches verantwortlich: “Hitze” wurde in fast allen Zeitschriften und kletterte in den Verkaufsstatistiken unaufhaltsam nach oben. Und das alles ganz ohne bunte Bilder und Kochanleitungen.

Ein “Amateur”, wie er sich selbst bezeichnet war er vor seinem kulinarischen Ausflug in New York und Italien. Als Autor hat er bereits ein aufsehenerregendes Buch über englische Holigans abgeliefert - natürlich auch von innen heraus, aus der Szene heraus, und nicht vom Schreibtisch.

Auf rund 380 kurzweilig zu lesenden Seiten berichtet er von seiner Einladung an einen Sternekoch zum Essen - und was dann daraus wurde. Gespickt mit Rückblenden auf den Werdegang des Sternekochs Mario Batali, berichtet Buford in detailgenauen Schilderungen seine Erfahrungen in den Küchen: Brandblasen am Herd, Stress am Grill, Maloche in der Metzgerei.

Wer sich einstimmen möchte, der sollte auch die (deutsche) Website des Autors besuchen: www.bill-buford.de. Dort gibt es auch Leseproben.

Bio-Beratung boomt

Samstag, den 26. April 2008

Der alljährliche Tätigkeitsbericht der beiden Berater für ökologischen Weinbau Erfolgsgeschichten, Matthias Wolff und Johannes Hügle, wird bei bestebioweine.de etwas näher beleuchtet - und erweist sich - wieder einmal - als Erfolgsgeschichte.

Der im Jahrestätigkeitsbericht für 2006 angesprochene „Boom“ im ökologischen Weinbau ist tatsächlich eingetreten, so dass er erhebliche Auswirkungen auf den Beratungsdienst hat. Innerhalb eines Jahres hat die Zahl der Mitglieder um 10% zugenommen – flächenmäßig entsprechend mehr: um 25% Beratungsfläche.

Berater Matthias Wolff kann sich über den Erfolg nicht nur deswegen freuen, weil der auf die Qualität seiner Arbeit und seine Erfahrung zurückzuführen ist. Durch die Mitarbeit des ECOVIN-Winzers Johannes Hügle kann auf die stark nachwachsende Nachfrage auch besser eingegangen werden.

Die Tätigkeitsberichte nennen auch die Arbeit in den Gruppen- und Einzelberatungen, das enorme zeitliche Pensum und die riesigen Wegstrecken, die dafür zurückgelegt werden müssen. Dazu gehören auch kellerwirtschaftliche Beratungen, die sich immer größerer Nachfrage erfreuen und die eigenen Fortbildungen, um immer auf dem neuesten Stand zu sein.

Gutedel-Cup-Sieger: Daniel Feuerstein

Freitag, den 25. April 2008

Gutedelcup-Sieger

Über den wiederholten Sieg beim alljährlichen Gutedel-Cup im Markgräflerland kann sich Daniel Feuerstein aus Heitersheim freuen: Er gewinnt in der Kategorie “Qualitätswein trocken International”, dem Finale aller Teilnehmer, den Gutedel-Cup!

Der wohl erste Bericht dazu stammt übrigens aus einem Blog: Auf schreibweswein.de beschreibt Lars Breidenbach, der selbst in der Jury saß und hunderte Gutedel verkostete, noch in der Nacht der Prämierung die Ergebnisse. Er war natürlich bei der Bekanntgabe der Gewinner dabei (die die Jurymitglieder bei den verdeckten Proben natürlich selbst nicht kennen). Sein Urteil zum Siegerwein:

Ein Gutedel mit unglaublich viel Schmelz und Charakter!

Überhaupt zeigt sich der Weinexperte Lars Breidenbach, der selbst auch gelernter Winzer ist, sehr zufrieden mit den Ergebnissen:

“Dank der langjährigen Bemühungen um die Qualitätsteigerung beim Gutedel und des Super-Jahrgangs 2007 erreichte der Wettbewerb allerhöchstes Niveau. So stammen denn auch alle Siegerweine aus dem Jahr 2007. Bei Flaschenpreisen von 3.- bis 5.- Euro sind diese Weine absolute Preis-Leistungs-Schnäppchen.”

Mit der WG Haltingen steht ein weiteres ECOVIN-Mitglied auf der Siegerliste, wenn auch dieser Wein von der Haltinger Stiege konventionell erzeugt wurde.

Das obige Foto der Gewinner stammt mit freundlicher Genehmigung von Lars Breidenbach und zeigt von links: Daniel Feuerstein Kategorie Qualitätswein trocken international), Andreas Philipp (WG Auggen - edelsüße Weine), Wolfgang Schindler (Qualitätswein trocken), Michael Zotz (Kabinett trocken).

Lob der Weinführer für badische Bioweine

Donnerstag, den 17. April 2008

FREIBURG. Badische Bioweine sind unter den besten Weinen der Region überdurchschnittlich gut vertreten. Darüber freut sich Paulin Köpfer, der Vorsitzende des ECOVIN-Regionalverbands Baden. Und er sieht diese Erkenntnis auch regelmäßig bestätigt durch Verkostungsergebnisse und Weinführer.

Die gerade erst erschienenen aktuellen Ausgaben des „Gault Millau WeinGuide Deutschland” und „Eichelmann. Deutschlands Weine” liefern Expertenurteil für mehrere tausend Weine und bestätigen das gute Abschneiden der badischen Bioweine ein weiteres Mal.

So arbeiten 10 der 83 als „Spitzenbetriebe” im aktuellen Gault Millau deklarierten Weingüter in Baden biologisch, fünf davon sind Mitglied bei EOVIN Baden. Drei weitere ECOVIN-Betriebe sind als „weitere empfehlenswerte Weingüter” aufgelistet. Damit ist der flächenmäßige Anteil des Bioweinbaus in Baden, der etwa drei Prozent beträgt, weit übertroffen.

Die beste Bewertung der vom Gault Millau ausgezeichneten ECOVIN-Betriebe bekommt das Weingut Klumpp in Bruchsal. Der als „Aufsteiger” von den Experten des Weinführers gekennzeichnete Betrieb wird als „badische Erfolgsstory” beschrieben: „Sowohl die Editionsweine als auch die Premiumweine überzeugen durch einen klaren Sortencharakter, sind fruchtntensiv und saftig. Weiter so!” Die Bewertung der 10 Weine mit 83 bis 87 Punkten sichert dem Familienbetrieb zwei Weintrauben.

Unter den Betrieben, die mit einer Weintraube ausgezeichnet wurden ist das Hofgut Consequence in Vogtsburg-Bischoffingen von Manfred und Eva-Maria Schmidt: „Seit einiger Zeit schon überzeugt uns der eigenständige Stil von kompakten und und zugleich harmonischen Weinen …”, berichten die Tester.

Neu aufgenommen wurde das Heitersheimer Weingut Feuerstein: „Eindringliche Frucht und toller Nachhall und ein schnörkelloser Stil bringen ihm die erste Traube ein, und dies beim ersten Anlauf!” Ebenfalls neu dabei: Das Weingut Richard Schmidt in Eichstetten am Kaiserstuhl: „…sehr finessenreiche Weine, die uns wegen ihrer Saftigkeit und nachhaltigen Frucht überzeugt haben.” Eine gewisse Kontinuität kann dagegen das Weingut Zähringer in Heitersheim im Gault Millau vorweisen: Der Betrieb ist seit Jahren hier gelistet, „Seine 2006er Weißweine solider, homogener Qualität…”, berichten die Weintester.

Insgesamt listet der Gault Millau Deutschland dieses Jahre 6.569 Weine von den 855 besten Weinerzeugern auf. Übertroffen wird das zumindest zahlenmäßig noch vom „Eichelmann. Deutschlands Weine 2008″: Hier sind es 9.675 Weine von 954 Weingütern.

Auch hier ist der Anteil der Biobetriebe in Baden wieder wesentlich größer, als es ihr Flächenanteil oder der Anteil der biologischen Weingüter an der Anzahl aller Betriebe vermuten lässt: Alleine die acht ECOVIN-Betriebe überschreiten an der Gesamtzahl von 130 Weingütern schon deutlich den 3-Prozent-Anteil. Rechnet man alle Bioweingüter zusammen ist zumindest hier die 10-Prozent-marke der Biobetriebe schon einmal erreicht.

Auch Autor Gerhard Eichelmann sieht das Bruchsaler Weingut Klumpp als besten ECOVIN-Erzeuger (drei Sterne). Ebenfalls wieder vertreten ist das Hofgut Consequence mit 2,5 Sternen. Zwei Sterne erhalten hier das Weingut Dr. Benz (Kirchberghof) in Kenzingen-Bombach, das Weingut Harteneck in Schliengen und das Staatsweingut Freiburg und Blankenhornsberg. Ebenfalls noch „sehr gut” sind mit zwei Sternen das Weingut Missbach in Ebringen und das Weingut Zähringer in Heitersheim. Als „überdurchschnittlich und zuverlässig” (ein Stern) wird auch noch das Weingut Geier im tauberfränkischen Königheim bewertet.

Eine Auswahl dieser im Eichelmann vorgestellten badischen Bioweingüter findet man übrigens auch im Buch „Die besten Bio-Weine” von Gerhard Eichelmann und Wolfram Römmelt, das ebenfalls im Mondo-Verlag erschienen ist.

ECOVIN-Präsentation Baden am 17. Mai: Ministerlob und Feinschmeckerprogramm

Mittwoch, den 16. April 2008

Eröffnung der ECOVIN-Präsentation 2006

Bei der 15. ECOVIN-Präsentation am 17. Mai in Freiburg - Mehr als 200 Bioweine aus Baden, dem Elsaß und der Schweiz - Slow Food Programm

FREIBURG. Unter der Schirmherrschaft von Peter Hauk, des Ministers für Ernährung und Ländlichen Raum Baden-Württemberg, beginnt am 17. Mai um 14 Uhr die ECOVIN-Präsentation Baden im Historischen Kaufhaus in Freiburg. Biowinzer aus Baden, dem Elsaß und der Schweiz präsentieren mehr als 200 Bioweine, die für einen Eintrittspreis von neun Euro verkostet werden können. Außerdem gibt es drei vom Freiburger Slow Food Convivium organisierte Proben und eine Sonderpräsentation mit Weinen von neuen, pilzwiderstandsfähigen Rebsorten.

Minister Hauk zeigt sich in seinem Grußwort sehr zufrieden mit den Pionierleistungen der badischen Biowinzer: „Die biologisch wirtschaftenden Betriebe haben in den letzten Jahren in hohem Maße dazu beigetragen, das Renommé der badischen Weine regional und national zu steigern und ihre Marktanteile kontinuierlich auszubauen. Es ist erfreulich, dass die Nachfrage nach regionalen und biologischen Produkten wächst.”

Im Mittelpunkt stehen bei dieser schon traditionellen, zum 15. Mal stattfindenden ECOVIN-Präsentation Biowinzer und ihre Weine. Die 23 Mitgliedsbetriebe von ECOIN Baden und der Bioland-Regionalgruppe haben in diesem Jahr Kollegen eingeladen: Aus dem Elsaß haben sich vier Betriebe angemeldet, ein weiterer betrieb kommt aus der Schweiz. Die Arbeitsgemeinschaft Piwi International stellt an einem Sonderstand Weine aus neuen, pilzwiderstandsfähigen Rebsorten vor.

Ein „ungeheuer großes Interesse” an den pilzwiderstandsfähigen Rebsorten verzeichnete Matthias Wolff in jüngster Zeit. Der Berater für ökologischen Weinbau ist auch im Vorstand der Internationalen Arbeitsgemeinschaft Piwi und räumt den neuen Weinen große Marktchancen ein. Die Qualitäten der Weine aus den neuen Rebsorten seien sehr gut, an den diesjährigen Info-Ständen auf der BioFach-Messe und der ProWein war die Nachfrage von Verbrauchern und Winzern nach seiner Auskunft riesig. Nach Auskunft von Heiko Feser, dem Präsident von Piwi International, werden fast alle auf der Präsentation vertretenen Weingüter Piwi-Weine am Infostand vorstellen, weitere Betriebe hätten ebenfalls Interesse gezeigt.

In drei Verkostungen stellen die Slow Food Mitglieder die Besten badischen Bioweine des Jahres 2008 vor (Beginn 15 Uhr, Eintritt sechs Euro), die von einer unabhängigen Jury prämiert wurden. Sie sind nach Ihrer Eignung als Begleiter zu den Speisen eines Menüs kategorisiert und wie in jedem Jahr das Glanzlicht der Präsentation. Um 17.30 Uhr beschreibt Martin Buhl in einer weitere Slow Food Verkostung die klassische Paarung Käse und Wein (Eintritt 8 Euro) und um 20 Uhr schließlich geht um Spargel und Wein (Eintritt 10 Euro).

Slow Food Verkostungen


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