Monatsarchiv für Oktober 2007

ECOVIN-Winzer bei der Plaza Culinaria vom 2. bis 4. November in Freiburg

Mittwoch, den 31. Oktober 2007

Am Freitag, 2. November beginnt auf dem Freiburger Messegelände die diesjährige „Plaza Culinaria”. Bis zum 4. November können dort am Gemeinschaftsstand des SlowFood Conviviums Freiburg die Bioweine von Hubert Lay (Ihringen) und Andreas Dilger (Freiburg) verkostet werden.

Neue Bioweine aus vier badischen Weinbaubereichen

Montag, den 29. Oktober 2007

FREIBURG. Die Umfrage bei vier badischen Biowinzern nach den Ergebnissen des diesjährigen Herbstes brachte nicht nur vier zufriedene Resümées für die Lese. Auch neue Weine gab es an allen vier Stationen zu vermelden:

Ulrich Klumpp vom Weingut Klumpp in Bruchsal zum Beispiel berichtet über einen Sauvignon Blanc, der in diesem Jahr zum ersten Mal einen Ertrag brachte und schon bald einen viel versprechenden neuen Wein auf der Karte hervorbringen wird.

Johannes Hügle vom Gallushof in Teningen-Heimbach freut sich auf den neuen „Gallus Nero”: Ein Rotwein-Cuvée aus den pilzwiderstandsfähigen neuen Rebsorten Regent und Cabernet Carol.

Manfred Schmidt vom Hofgut Consequence in Vogtsburg-Bischoffingen hat seinen ersten „richtigen” Chardonnay bereits im Keller liegen. Bislang wurden die Weine dieser Rebsorte nur in Cuvées verschnitten, jetzt gibt’s erstmals einen eigenen Chardonnay.

Über gleich zwei neue Weine berichtet Paulin Köpfer vom Weingut Zähringer in Heitersheim: Das 2006er Cabernet Cuvée Rotwein trocken besteht zu 100 Prozent aus Cabernetsorten. Beteiligt sind Cabernet Sauvignon, Cabernet Franc, Cabernet Cortis, Cabernet Carol und Cabernet Carbon, die Grundweine lagerten teilweise im Barrique. Der neue 2005er Cabernet Sauvignon und Merlot trocken dagegen lagerte und reifte vollständig eineinhalb Jahre lang im Barrique und gehört zu den hochwertigen Weinen aus der Edition SZ.

Beste Bioqualitäten vom Hochrhein bis zum Kraichgau

Sonntag, den 28. Oktober 2007

Zufriedene ECOVIN-Winzer in Baden - „Alles war möglich in diesem Herbst”: Biowinzer schöpfen aus dem Vollen

FREIBURG. Die Keller der badischen Biowinzer sind gut gefüllt, sprichwörtlich „gut”: Vom Hochrhein bis zum Kraichgau kennzeichneten die milden und sonnigen Herbsttage den Abschluss eines erfolgreichen Weinjahres. Über fünf oder gar sechs Wochen hinweg konnten die Bioweinerzeuger alle Qualitäten von allen Rebsorten ernten, vom Qualitätswein bis zur Auslese. Und das auch noch in ausreichender Menge.

Ideal waren vor allem natürlich die Lesebedingungen: Ungestört von Kälteeinbrüchen oder Regenperioden konnten die Biobetriebe ihren Leseplan abarbeiten. „Völlig durchgereifte, aromatische Trauben, gute Erträge und gute bis ausgezeichnete Qualitäten”, so fasst zum Beispiel Paulin Köpfer das Ernteergebnis für das Weingut Zähringer im Markgräflerland zusammen. Der Betriebsleiter und Vorsitzende des Badischen ECOVIN-Verbandes spricht auch für die Kollegen der südwestlichsten Anbauregion, wenn er diesen Herbst sogar noch über den des viel gelobten Jahrgangs 2003 stellt. Vor allem die Weißweine und die Aromasorten hätten profitiert, und sogar der für die Region so typische Gutedel zeige sich 2007 ungewöhnlich fruchtig. Beim Spätburgunder waren die Erträge eher gering, ermöglichten aufgrund der Dichte aber Weine mit Filigranität und Finesse.

Manfred Schmidt vom Hofgut Consequence in Vogtsburg-Bischoffingen teilt diese Begeisterung: „Wir konnten vom Alltagswein bis zum Super-Rotwein alles einlagern, was das Herz begehrt”, stellt er für den Kaiserstuhl fest. Besonders die Rotweine dieses Jahrgangs haben es ihm angetan: „100 Grad Oechsle waren kein Problem”, berichtet er, bei Durchschnittswerten von 91 bis 106 Grad Oechsle in seinem Betrieb. Aber auch bei allen anderen Rebsorten habe es keine Enttäuschungen gegeben.

„Alles war möglich” ist auch das Motto von Johannes Hügle für die Bioweine aus dem Breisgau: Der Biowinzer vom Heimbacher Gallushof ist auch im Beratungsdienst ökologischer Weinbau tätig und freut sich über gue Qualitäten bis hin zur Auslese. Sein „Gewinner” in diesem Jahr sind die Weißweine: „Sie sind sehr fruchtig und werden auch sehr lange haltbar sein”, prophezeit er. Denn Gesundheit und Qualität der Trauben seien sehr gut gewesen und hätten nur wenig Selektionsarbeit benötigt. Sehr gute Möglichkeiten sieht er auch für die Entwicklung körperreicher Rotweine.

Die Begeisterung hält (geographisch gesehen) bis nach Nordbaden an: Ulrich Klumpp berichtet aus dem Kraichgau über gute Qualitäten, schöne und haltbare Weißweine mit konstanten Säuren und vor allem auch über hohe Mostgewichte: Beim Spätburgunder und auch beim Grauburgunder wurden Qualitäten bis zu 110 Grad Oechsle geerntet.

Generell, so der badische ECOVIN-Vorsitzende Paulin Köpfer, sei die Lese in allen Gebieten abgeschlossen. Vereinzelt hängen aber durchaus noch wenige Trauben, die für Trockenbeerenauslesen oder Eiswein vorgesehen sind. Wenn das Wetter weiter mitspielt wären diese Spezialitäten das Tüpfelchen auf dem i für einen Bio-Jahrgang in Baden, der zumindest bei den Winzern bislang nur Begeisterung hervorgerufen hat.

Glückliche Winzer

Freitag, den 26. Oktober 2007

Herbst 2007

Für die Pressearbeit bei ECOVIN Baden ist es unerlässlich, öfters mit den Winzern zu sprechen. Ganz persönlich. Nachfragen, was so passiert ist, was es Neues gibt, etc. Das ist der schönere Teil an meiner Arbeit, der direkte Kontakt. Und man erfährt viel, auch persönliches. Manches behält man für sich. Manches stuft man als interessant ein, obwohl es einem ganz privat berichtet wurde und man muss überlegen, wie man das nun verwenden kann. Und manches wiederum erfährt man in so direkten Worten, dass man sich überlegt, wie man das so aufbereitet und filtert, dass der Nachrichtengehalt transportiert wird.

Die aktuelle Recherche zu den Herbst-Ergebnissen zwischen Hochrhein und Kraichgau hatte eine ganz eigene Qualität: Da waren vier Winzer am Telefon, die einfach glücklich und zufrieden waren. Ein toller Herbst! Und das wurde so begeistert und facettenreich wiederholt, dass man als Pressemensch fast schon Angst hatte, langweilig zu werden, wenn man das ungefiltert weitergibt. Ähnliches hatte ich nur 2003 erlebt, bei dem sogenannten “Jahrhundert-Jahrgang”.

Normalerweise bin ich immer ein bisschen stolz drauf, dass meine Pressemitteilungen gewinnen durch die journalistische Aufarbeitung des Gesagten in den Interviews. In dem Fall muss ich passen: Die nackten Tatsachen, über die hier in Kürze berichtet wird, können die Begeisterung der Biowinzer über den neuen Jahrgang nur unzureichend widerspiegeln.

Blubbern im Keller

Dienstag, den 23. Oktober 2007

Blubbern im Keller

Eine erste Umfrage unter den badischen Winzern ergab große Zufriedenheit mit dem neuen Jahrgang. Demnächst mehr Details auch aus den einzelnen Gebieten. Derzeit blubbern die gärenden Weine (durch das entweichende CO2) vor sich hin, manche Tanks werden mit kühlem Wasser auf der optimalen Temperatur gehalten.


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