Monatsarchiv für September 2007

Sonnen-Herbst

Sonntag, den 30. September 2007

Breisgauer Rebenlandschaft

Das sonnige, warme Wetter hält an zumindest zu diesem Wochenende. Ein Spaziergang durch die Reben zeigt zwar, dass schon viel, aber nochnicht alles gelesen wurde. Ein paar Trauben versuchen der Sonne weitere Oechsle abzutrotzen…

Herbstaktivitäten bei badischen Bio-Weingütern

Montag, den 24. September 2007

Nordic Walking im Weingut Zähringer

Schon am Wochenende vom 16. September fand im Heitersheimer Weingut Zähringer die Nordic-Walking-Veranstaltung statt mit einem Imbiß in den Bio-Rebbergen. Mehr als 30 Walker hatten sich am Nordic Walking und Talking (es wurde viel geplaudert) beteiligt und die zweistündige Tour mit einer Weinverkostung in der Heitersheimer Sonnhohle abgeschlossen, berichtet Betriebsleiter Paulin Köpfer.

Weingut Harteneck

Auf der Website des Schliengener Weingutes Harteneck kann man sich Bilder der Lese ansehen und zwei aktuelle Herbstweinpakete in rot (54 Euro) und weiß (48 Euro) bestellen.

Die besten badischen Bioweine 2007 im Gourmetmenü

Mittwoch, den 19. September 2007

VOGTSBURG. Ein Sieben-Gänge-Menü hat der Kaiserstühler Gastronom Lothar Koch für die Besten Badischen Bioweine 2007 maßgeschneidert: Am 3. Oktober um 19 Uhr kann man eine Auswahl die-ser Siegerweine zu hausgebackener Wachtelterrine oder gebratenem Welsfilet probieren. Organisiert haben die Veranstaltung ECOVIN Baden und das SlowFood-Convivium Freiburg, die beide auch die Bioweinverkostung der Besten badischen Bioweine im Frühjahr organisiert hatten, sowie deren Präsentation im Freiburger Colombi.

Der Preis für das Sieben-Gänge-Menü inklusive der Weine, Mineralwasser und Kaffee beträgt 80 Euro pro Person. Anmeldung im „Gasthaus zum Kaiserstuhl“, Tel. 07662-237.

Ein „Cuvée sans frontière“ aus Baden und dem Elsaß

Montag, den 17. September 2007

Wolfgang Zähringer, François Meyer und Paulin Köpfer (von links).

Wolfgang Zähringer, François Meyer und Paulin Köpfer (von links).

HEITERSHEIM. Die Orte liegen nur 50 km Luftlinie auseinander, aber dazwischen liegen Welten: In Heitersheim im Markgräflerland produziert das Weingut Zähringer deutsche Bioweine, in Bliensch-willer im Elsass wachsen die Trauben von François Meyer. Deutscher und französischer Wein, biologisch und konventionell erzeugter - das kommt höchstens im Supermarkt irgendwie zueinander. Falsch: Am 22. September lesen die beiden Winzer elsässischen Riesling und badischen Grauburgunder, um daraus ein „Cuvée sans frontiere“ zu produzieren.

Und weil jeder ein waschechter Winzer ist, will natürllich auch jeder „sein“ Cuvée machen: Also fahren nicht nur die Rieslingtrauben über den Rhein ins Badische, sondern auch die Grauburgundertrauben ins Elsaß. Wenn man die gemeinsame Sache auf die Spitze treiben möchte, so schmunzelt der badische Betriebsleiter Paulin Köpfer, „dann machen wir aus den beiden Cuvées noch mal ein drittes: Das trägt dann die Handschrift beider Betriebe aus Rebberg und Keller“.

Ausgebrütet hat diese Idee Wolfgang Zähringer, bei einem Ausflug ins Elsass. Der Begriff „Cuvée sans frontière“ ist vorerst nur ein Arbeitstitel, der Wein wird nachher vielleicht einen anderen Namen bekommen. Und gestartet wird der Austausch mit jeweils 500 kg Riesling- und Grauburgundertrauben, aus denen Tafelweine entstehen werden. Kein großes, überregionales Produkt also, sondern mehr ein symbolisches, grenzüberschreitendes Werk zweier Seelenverwandter, die sich dem Weinbau verschrieben haben. Der Erlös aus den gerade mal 2.000 Flaschen wird einem guten Zweck zugeführt werden.

Die Voraussetzungen für ein gelungenes Cuvée sind gut: Die Meyers betreiben in ihren Rebbergen nahe Sélestat schon seit dem 16. Jahrhundert Weinbau. Und der Grauburgunder aus der Heitersheimer Sonnhohle verkörpert nicht nur die lange Tradition des Weinbaus der Zähringerfamilie, sondern auch die Pionierleistungen im Bioweinbau: Seit 1987 wird diese Parzelle biologisch bewirtschaftet, so lange wie kaum irgendein Bioweinberg.

Die elsässische Tageszeitung hat bereits über das Vorhaben berichtet und dem „Cuvée franco-allemande“ eine ganze Seite gewidmet - streng ausgewogen in Text und Bild je zur Hälfte dem deutschen und dem elsässischen Winzer. Bei der (französischen) Beschreibung des Vorhabens mussten die elsässischen Journalisten freilich auf deutschen Wortschatz zurückgreifen: Dies sei das Entstehen einer „Cuvée symbolique“ schrieben sie, und nicht etwa „une Schnapsidee“.

Download für Presse-Veröffentlichungen [Klick rechte Maustaste]:

Bild 1 - Bild 2 - Bild 3 - Bild 4

„Gute Bioweine aus Baden, erfreuliche Mengen“

Freitag, den 14. September 2007

Badische Biowinzer sehen gute Chancen, der großen Nachfrage gerecht zu werden

FREIBURG. Die Biowinzer in Baden sehen dem Herbst erwartungsvoll entgegen: „Wir rechnen mit guten Qualitäten und überdurchschnittlichen Mengen“, freut sich Paulin Köpfer, der Vorsitzende von ECOVIN Baden. Die Haupt-Lese steht nach einem frühen Beginn in den meisten Regionen erst jetzt bevor. Und die Chancen seien gut, so Köpfer, dass man der rasant gestiegenen Nachfrage nach Bioweinen schon bald mit sehr guten Qualitäten gerecht werden könne.

Das Vegetationsjahr begann für die Biowinzer mit einem außergewöhnlich warmen und trockenem April, dem am 20. Mai eine frühe Blüte folgte und eine frühe Reife der Trauben. Der feuchte Sommer förderte das Wachstum, erst die eher kühle Witterung im August und September schob den Lesezeitpunkt wieder etwas weiter hinaus.

Der gesundheitliche Zustand der Trauben ist gut und erlaubt eine gut gestaffelte, auch zeitlich ausgedehnte Lese, wie sie im Vorjahr zum Beispiel nicht möglich war. Und wo kein lokalen Unwetter wie Hagel zu verzeichnen waren sind auch die Ertragserwartungen durchaus positiv. „Die Schäden durch Sonnebrand beispielsweise liegen mit 5 bis 10 Prozent in dem Bereich, um den wir aus Qualitätsgründen sowie den Ertrag reduziert hätten,“ so Köpfer, der gleichzeitig als Betriebsleiter im Heitersheimer Weingut Zähringer die Lesearbeiten koordiniert.

Johannes Hügle vom Beratungsdienst Ökologischer Weinbau am Freiburger Weinbauinstitut bestätigt die positiven Einschätzungen Köpfers für ganz Baden: „Die Erträge sind fast überall gut“, berichtet er. Der Witterungsverlauf habe zudem für eine feine Balance zwischen Reife und Säure bei den ersten Müller-Thurgau-Mosten geführt. Kühle Nächte tragen auch jetzt noch zu einer langsameren Endreife und Aromabildung bei.

Die erwartete positive Ertragshöhe soll für die Biowinzer auch in anderer Hinsicht Entspannung brin-gen und die „äußerst angespannte Marktlage“ etwas abschwächen. Beim Müller-Thurgau ist die Lese bereits mit guten Werten abgeschlossen worden, beim Spätburgunder zeigen die ersten Ergebnisse eine schöne Färbung, die Fruchtsäuren sind recht stabil und es gab noch keinen Säureverlust.

Da die Zuckergehalte für gute Oechslegrade ausreichen, entscheidet jeder Biowinzer jetzt individuell - je nach geschmacklicher und physiologischer Reifung - über die nächsten Lesetermine. Gelesen werden jetzt Grau- und Weißburgunder, Muskateller und Spätburgunder Rotwein. Gutedel und Silvaner dagegen werden erst später geerntet. „Zwar sind jetzt jeden Tag dramatische Änderungen möglich“, so Köpfer, „aber wo bislang gute Arbeit geleistet wurde, wird es noch jede Menge gesunde Trauben geben, die weiter reifen können.“


Eine Seite von www.ecovin-baden.de. Mehr Infos? ›› ecovin.baden@t-online.de