Monatsarchiv für Januar 2007

Eiswein: Ausgefallen?

Mittwoch, den 31. Januar 2007

Trauben

Eiswein ist eine Rarität: Die Temperatur bei der Lese muss mindestens minus 7 Grad betragen. Oft herrschen solch frostige Temperaturen selbst im kalten Januar nur in den Nacht- und frühen Morgenstunden. Der Frost bindet das Wasser, der Most ist deswegen sehr kontzentriert. Natürlich sind die Mengen, die der Winzer dafür an den Stöcken hängen lässt, sehr gering. Und die Ausbeute ist nach dem Eintrocknen der Beeren naturgemäß noch einmal viel geringer.

In diesem Jahr, so vermeldete das Deutsche Weinbauinstitut, sei die Eisweinlese ausgefallen. Tatsächlich kam es bislang im Januar nur vereinzelt an zwei oder drei Tagen zur Unterschreitung der erforderlichen Temperatur. Vielleicht gab es regional noch einen “Glückstreffer”, aber Eisweinfreunde werden sich aufs kommende Jahr freuen müssen. Auch die Winzer vermissen die oechslereiche Spezialität: Zwar ist der Aufwand riesig und die Ausbeute minimal. Aber solange es Kunden dafür gibt und die relativ hohen Preise für diese Spezialität akzeptiert werden, hat natürlich jeder Winzer gerne solche Kostbarkeiten in seinem Programm.

Klimawandel in Südbaden: Weinbau als Gewinner?

Montag, den 29. Januar 2007

Kaiserstuhl

Umwelt und die Veränderung des Klimas sind wieder ein Thema in deutschen Medien. Nachdem man lange Zeit geglaubt hatte, alle haben sich an das Unvermeidbare gewöhnt, widmen sich Zeitungen und Zeitschriften erneut dem Klimawandel - dieses Mal allerdings meist mit einer anderen Betonung. Es ist nicht mehr die Frage, ob man diese Entwicklung noch stoppen kann, die im Vordergrund steht. Vielmehr geht es in den meisten Artikeln jetzt darum, wie man sich auf die bevor stehenden Änderungen einstellen kann.

Etwas konkreter wurde die Berichterstattung jetzt zumindest für Baden-Württemberg mit der regionalen Klima-Analyse, die Umweltministerin Tanja Gönner am Samstag vorstellte. Und vielleicht liegt darin auch der Schlüssel zur Aufmerksamkeit der Leser und Zuschauer: Konkrete, auch regionale Vorhersagen lassen die Entwicklung doch realer erscheinen, als düstere, allgemein gehalten Szenarien.

Die Aussichten sind nichtsdestotrotz erschreckend: Südbaden werde von der Klimaveränderung besonders hart betroffen, berichtete beispielsweise die Badische Zeitung in Freiburg, und im verlagseigenen Sonntagsblatt heißt es:

“Was Bewohner und Touristen derzeit noch als beliebtes mediterranes Wetter im Gunstraum Oberrheingraben genießen, soll sich in den nächsten drei, vier Jahrzehnten zu gesundheitsbelastenden Extremklima mit negativen Folgen für den Menschen verändern.”

Auswirken wird sich das auch auf die Wirtschaft, etwas weniger auf die Landwirtschaft und umso mehr auf das Wohlbefinden jedes Einzelnen: Die Durchschnittstemperaturen sollen demnach um etwa 1,5 Grad steigen und damit auch die sommerliche Hitzebelastung weiter steigen. Die Sommer werden heißer und trockener, die Niederschlagssummen verschieben sich vom Sommer in den Winter, Starkniederschläge und Überschwemmungen nehmen zu, so die Prognose.

Nur bei der Landwirtschaft hielten sich Vor- und Nachteile die Waage, für den Weinbau würden sich die Bedingungen sogar verbessern. Aber: Südbaden werde zum klimatischen Krisengebiet und sei deutschlandweit am stärksten gefährdet. Ob Weinbau und Winzer von solchen Entwicklungen wirklich profitieren darf bezweifelt werden: Schon jetzt kömpfen die Winzer gegen die Folgen des Klimawandels, zu denen unter anderem auch Starkregen und Hagel gehören, das “Einwandern” von Schadinsekten aus südlicheren Regionen oder aktuell das Ausbleiben des Januarfrosts, in dem traditionell die Eisweinlese stattfindet.

Badische Biowinzer auf der BioFach-Messe vom 15. bis 18. Februar

Donnerstag, den 25. Januar 2007

BioFach 2007Mindestens drei badische Biowein-Erzeuger von ECOVIN-Baden werden auf der BioFach-Messe 2007 vertreten sein, die vom 15. bis zum 18. Februar in Nürnberg stattfinden wird. Die nach eigenen Angaben “größte Bio-Weinfachmesse der Welt” richtet sich ausschließlich an Fachpublikum.

Die badischen Biowinzer trifft man ECOVIN-Gemeinschaftsstand in Hallr 8-413, wo insgesamt 10 ECOVIN-Betriebe versammelt sein werden. Verkostet werden können rund 40 badische Bioweine und Sekte sowie zahlreiche Piwi-Weine.

Aus Baden werden folgenden Bio-Winzer teilnehmen:

Biodynamischer Weinbau

Freitag, den 19. Januar 2007
Biodynamischer Weinbau
Auf unserer Partner-Website www.bestebioweine.de gibt es aktuell einen Dreitteiler über Grundlagen zum Thema Bioweinbau:

Vor allem zum Thema biologisc-dynamischer Weinbau findet man auch hier einige Beiträge.

Für Winzer interessant sein dürfte vor allem auch das Fachseminar “Biodynamie im Weinbau und Weinqualität”, das vom 5. bis 7. März in der katholischen Landvolkshochschule in St. Ulrich / Bollschweil stattfindet.

Infos und Anmeldung: Katholische Landvolkshochschule St. Ulrich, 79283 Bollschweil/St. Ulrich, Tel.: 07602/9101-0, Fax.: 07602/9101-90, e-mail: info@St-Ulrich-LVHS.de

Weingut Harteneck auf der Grünen Woche in Berlin

Mittwoch, den 17. Januar 2007

Grüne Woche, BerlinDas Weingut Harteneck ist auf der vom 19. bis 28. Januar stattfindenden “Grüne Woche” in Berlin. Am Stand von oekolandbau.de | Bundesprogramm Ökologischer Landbau gibt es am Sonntag, 21. Januar und Montag, 22. Januar jeweils von 17.30 bis 18.30 Uhr unter dem Motto “AprèsBIO: Genuss am Abend” eine Käse- und Weinprobe für Messegäste mit Thomas Harteneck. Zu Gast ist am Sonntag auch Gerd Sonnleitner, Präsident des Deutschen Bauernverbandes

An allen Messetagen - vom 19. bis zum 28. Januar - soll es an dem 200 Quadratmeter großen Stand in der BioMarkt-Halle interessante Informationen und genussreiche Kostproben rund um den Öko-Landbau geben: BIOSpitzenkoch Christian Kolb kocht auf der Hallenbühne fünfmal täglich einfache und pfiffige Gerichte.


Eine Seite von www.ecovin-baden.de. Mehr Infos? ›› ecovin.baden@t-online.de